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Kommentare zu:
Kritik an transfeindlicher Tirade im Netflix-Special von Ricky Gervais


#1 HexeAnonym
  • 25.05.2022, 12:37h
  • Ich verstehe nicht wie man nach all diesen Sachen noch ein Netflix Abo haben kann.
    Ist ungefähr so sympatisch wie Nestlé Wasserflaschen kaufen.
    Oder Harry Potter Produkte zu kaufen.
    Aber machen wir uns nix vor, die Diskussion gabs hier ja schon oft genug.
    Es ist ja so unglaublich schwer auf etwas zu verzichten.
    Die ganzen Queers die sowas unterstützen haben es gar nicht anders verdient sich dann beleidigen zu lassen.
    Denn sie fördern es mit jedem Euro oder Dollar den sie in diesen Mistverein reinstecken.
    Aber hey, konsumiert mal brav weiter. Denn das seid ihr: Brave Konsumenten Schafe die zur eigenen Schlachtbank laufen.
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#2 Nicht verwunderlichAnonym
  • 25.05.2022, 12:47h
  • Der Vogel hat natürlich noch gefehlt. Und das sind dann immer genau, die rumjaulen von wegen "niChTs dArF maN meHr sAgEn!!!1eins!".

    Meinungsfreiheit bei diesen Personen bedeutet: ICH hetze gegen alles und jeden, der/die mir nicht passt, und ALLE müssen mir applaudieren".
    Wieder eine der Meldungen, bei denen ich froh bin, diesem Unternehmen kein Geld mehr in den Rachen zu werfen.

    Allerdings ist das keineswegs verwunderlich und passt sehr "gut" zu Netflix' Neuausrichtung, die deutlich macht, in welche Richtung es mit "Diversity" geht: Aufs Abstellgleis:

    »Following the Chapelle episode, Netflix responded by changing its corporate culture memo in order to clarify that employees may have to work on projects they consider to be harmful.

    We program for a diversity of audiences and tastes; and we let viewers decide whats appropriate for them, versus having Netflix censor specific artists or voices, the memo now reads.«

    Wer mag, kann sich mal das Ganze geben, da geht es auch um gefeuerte Mitarbeiter*innen aus marginalisierten Gruppen etc. - und vorsichtshalber einen großen Eimer zum Reinrückwärtsessen daneben stellen:

    www.pinknews.co.uk/2022/05/18/netflix-job-cuts-most-lgbtq/
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#3 LorenProfil
  • 25.05.2022, 12:48hGreifswald
  • Antwort auf #1 von Hexe
  • Ich nenne das Land, das mal als das "der Dichter und Denker" bezeichnet wurde, schon länger "das Land der Krämer und Konsumenten". Und wer will schon auf den Konsum seines Suchtmittels verzichten, nur weil auf diese Weise auch ein paar Hassmenschen die Taschen vollgestopft wird, die einen selbst niedermachen und andere Konsumenten in ihren Ressentiments bestätigen und anstacheln?
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#4 AtreusEhemaliges Profil
  • 25.05.2022, 13:04h
  • Aus Sicht von Netflix ist das clevere Marktstrategie. Indem man einerseits Eigenproduktionen wie Young Royals und Co. auf der Plattform anbietet, versichert man sich einer treuen, queeren Seherschaft, mit Gervais, Chappelle und Co. des Gegenparts. Winwin. Wenn die Kritik zu laut wird, spendet man von 1 Milliarde Gewinn 100K Dollar an eine Unterkunft für queere Jugendliche und färbt das Firmenlogo zum Pride-Month in Regenbogenfarben. Das Gros der westlichen Gesellschaft will weder auf Liebgewonnenes verzichten, noch über Gebühr mit Solidaritätsforderungen und unangenehmen Fakten konfrontiert werden.

    Wäre es anders, wäre auch Abercrombie und Fitch nur noch der Rest einer mumifizierten Unternehmensleiche, stattdessen hat man herzförmige Regenbögen auf Tshirts gedruckt und zwei PoC in die Homepage integriert und schon war alles vergeben und vergessen.
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#5 HexeAnonym
  • 25.05.2022, 13:24h
  • Antwort auf #3 von Loren
  • Ist ja auch bald wieder CSD. Das C steht für Capitalism.
    Dann dürfen sich all diese schmutzigen Geschäftemacher wieder nen Wagen kaufen und fröhlich mitfahren.
    Nicht zu vergessen das ganze tolle Merch mit Regenbogenfarben das man bei MCDoof und Co konsumieren darf.

    "Aber es schmeckt ja so gut!" (=

    Pinkwashing funktioniert wunderbar. Immerhin sind queere Menschen keinen deut besser oder schlechter als alle anderen.
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#6 LothiAnonym
  • 25.05.2022, 13:31h
  • Antwort auf #1 von Hexe
  • Ich habe weder ein Nettflix Abo, noch kaufe ich überhaupt keine Nestle Produkte. Lese jetzt zum ersten Mal über diesen Komiker. Fazit, lieber auf einige Neuerungen im Internet verzichten und gar auf ein Smartphone. Denn das ist das Übel der Neuzeit.
    Deshalb gebe ich Dir völlig recht.
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#7 PetterAnonym
  • 25.05.2022, 13:46h
  • Komisch, solche Möchtegern-Komiker, die (im Gegensatz zu wahrhaft großen Komikern) nur auf Kosten anderer Lacher bekommen können, bezeichnen sich immer als Opfer einer angeblichen Cancel Culture.

    Aber die können ihre peinlichen Auftritte über riesige Streaming-Dienste wie Netflix verbreiten, die können weiterhin auftreten, die werden weder zensiert noch verklagt. Was ist daran also Cancel Culture?
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#8 HexenhammerAnonym
#9 ClemensAnonym
  • 25.05.2022, 13:55h
  • So machte er 2016 als Moderator der Golden Globes einen Witz über trans Realitystar Caitlyn Jenner, bei der er auch ihren abgelegten Deadname benutzte.

    Ganz allgemein seine Moderationen bei den Gilden Globes sind legendär, gerade weil er über jeden Witze macht - auch persönliche. Soll die neue Normalität nun sein, dass man über jeden und alles Witze machen darf nur nicht über Trans? Eine amerikanische Fernsehserie wurde zum Welthit gerade weil sie vor nichts aber sich gar nichts Respekt hatte (TBBT). Wenn man nicht mehr über sich und seine Eigenheiten, Entwicklungen lachen kann dann endet man dort wo man gefährdete Gruppen der Bevölkerung nicht mehr warnen kann, weil man es als Diskriminierung verstehen könnte.
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#10 AtreusEhemaliges Profil
  • 25.05.2022, 14:13h
  • Antwort auf #9 von Clemens
  • Falls du gerade Deadnaming als Witz bezeichnet hast, würde ich dich bitten, ins Gespräch mit Transpersonen zu gehen, statt über sie zu sprechen. Du wirst sehr klar, präzise und schlüssig dargelegt bekommen, weshalb selbiges in diametralem Widerspruch zu Spaß steht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#11 nichtbinärePersonAnonym
  • 25.05.2022, 14:13h
  • Antwort auf #9 von Clemens
  • "Wenn man nicht mehr über sich und seine Eigenheiten, Entwicklungen lachen kann"

    Wenn ich über mich selbst lachen will, dann tue ich es. Das heißt noch lange nicht, dass jemand Anderes über mich lachen darf, weil ich bin wie ich bin.

    Grundsätzlich zeichnet sich guter Humor nicht dadurch aus, auf Anderen herumzutrampeln, die in der gesellschaftlichen Hackordnung weiter unten stehen. Das ist einfach nur schäbig und billig und bedient niedrigste Instinkte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#13 PetterAnonym
#14 HexeAnonym
  • 25.05.2022, 14:29h
  • Antwort auf #12 von Donald McRonald
  • Man kann sich auch außerhalb der LGBT Blase für Dinge interessieren.
    Bei McDonald's wäre ja Umweltschutz einfach so ein Stichwort.
    Oder das gerade Kinder gezielt manipuliert werden.
    Kurz gefragt also: Muss man sowas mit dem Regenbogen schmücken?

    Ich kann auch übrigens ganz viele Quellen einwerfen um mich aus der Verantwortung zu ziehen.

    Guten Hunger!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#15 mmmmAnonym
  • 25.05.2022, 14:59h
  • wahrscheinlich bekommt er bald madonnas Unterstützung. ich werde es mir nicht anschauen und madonna ist raus aus meine playlist. und anstatt netflix zu unterstützen, beginnt ihr endlich Revry zu unterstützen. Revry - die erste kostenlose LGBT+ TV die man überall in die Welt sehen kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#16 AlexTAnonym
  • 25.05.2022, 17:39h
  • Antwort auf #9 von Clemens
  • Du erklärst hier gerade Mobbing-Opfern, dass sie mit den hämischen Witzen ihrer Peiniger mitlachen sollen.

    Man sollte schon in der Lage sein, zu erkennen, dass Humor sowohl befreien als auch degradieren, unterdrücken und gefährden kann, und dass Machtverhältnisse zwischen Subjekt und Objekt des Humors eine entscheidende Rolle dabei spielen.

    Wer völlig unterschiedliche Arten von Humor alle gleichsetzen möchte, hat etwas ganz Grundlegendes nicht verstanden und disqualifiziert sich für jede ethische Debatte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#17 AchjaAnonym
  • 25.05.2022, 18:12h
  • Antwort auf #6 von Lothi
  • Lothi; die beiden wichtigen Sätze sind die beiden letzten von Kommentar Nr.5.

    "Unsere Gemeinschaft" ist keinen Deut besser als andere. Gedankenlos, mit Vorurteilen und fragwürdigen Verhaltensweisen untereinander und gegenüber anderen.
    Das fängt schon bei kleinen Dingen an. Wie die feministische Lesbe die einen pinken Ladyshaver kauft statt das günstigere "Herrenmodell". Ok; evt steht sie auf die Farbe. Und, ja; ich meine den Satz so.
    Denk an manche Dinge die z.B. ith erzählt hat - das Verhalten geht gar nicht. Oder was Du über die Polizeianwärter neulich geschrieben hast; Du warst garantiert nicht der einzige queere dem so etwas auffiel. Aber Du bist eingeschritten.
    Das mobbing im Beruf während sich andere queere Menschen wegducken.
    Oder ein Politiker den ich zutiefst verabscheue: Jens Spahn. Ich halte den für ein bigottes Arschloch und die Quotenschwuchtel. Die queeren Menschen in der AfD...

    Wir schädigen Menschen. Menschen einer Minderheit welche, in Teilen, unser eigenes queer viel besser versteht als die Majorität - oder es könnte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#18 maybemeAnonym
  • 25.05.2022, 18:23h
  • Antwort auf #9 von Clemens
  • Witze kann man über jeden machen, klar. Das streitet niemand ab.

    Aber kann man Witze machen, aber trotzdem niemanden degradieren. Oder sogar Situationen den Spiegel vorhalten. Und ja, man kann Witze über trans Personen erzählen, ohne diese zu degradieren, der Playboy hat das in den 80igern hinbekommen.
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#19 achjaAnonym
#20 MinuschAnonym
#21 HexeAnonym
#22 PeerAnonym
#23 LorenProfil
#24 ChiefWiggum87Anonym
  • 26.05.2022, 20:48h
  • Bei aller berechtigten Kritik: Netflix hat mehr queere Charaktere auf den Bildschirm gebracht als die meisten anderen. Daher werden sie ja auch von rechten Vordenkern wie Elon Musk als "woke Extremisten" verunglimpft.

    Das rechtfertigt natürlich nicht, dass sie den transphoben Müll von diesen Clowns akzeptieren. Aber der Wind weht Netflix hart ins Gesicht, und dieser Wind kommt von ganz rechts. Wenn wir Netflix den Rücken kehren, werden sie komplett auf diese Schiene wechseln. Das wäre ein schwerer Schag für die Repräsentanz von LGBTIQ.

    Wir wollen nicht vergessen, dass Netflix uns auch Heartstopper, Orange is the New Black, Queer Eye, Young Royals, Sex Education und vieles mehr gebracht hat. Demnächst kommen neue Staffeln und neue Serien wie Uncoupled oder First Kill. Würde es ohne Netflix so viele queere Serien geben? Würde es z.B auch eine polinische queere Serie geben?

    Vermutlich nicht. Ob es und gefällt oder nicht: wer queeres TV will kommt an Netflix nicht vorbei.
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#25 Nicht verwunderlichAnonym
  • 27.05.2022, 19:28h
  • Antwort auf #24 von ChiefWiggum87
  • Das war mal. Ich zitiere mich mal kurz aus dem Anfang der Kommentarspalte hier:
    »Following the Chapelle episode, Netflix responded by changing its corporate culture memo in order to clarify that employees may have to work on projects they consider to be harmful.

    We program for a diversity of audiences and tastes; and we let viewers decide whats appropriate for them, versus having Netflix censor specific artists or voices, the memo now reads.«

    Wer mag, kann sich mal das Ganze geben, da geht es auch um gefeuerte Mitarbeiter*innen aus marginalisierten Gruppen etc. - und vorsichtshalber einen großen Eimer zum Reinrückwärtsessen daneben stellen:

    www.pinknews.co.uk/2022/05/18/netflix-job-cuts-most-lgbtq/

    PS: Wie du schon richtig sagst: Selbst die Serien, die sie produzierten, machen es nicht besser, was diese Figuren wie Chapelle und Gervais von sich geben. Mag nicht jeder "so eng" sehen, aber für mich ist das eine Grenze. Ebenso, wie ich von J. Terf Rowling nichts mehr lese und gucke - war als ehemaliger Potter-Fan nicht leicht, aber Machwerke dieser "Dame" kommen mir nicht mehr vors Auge oder auf die Ohren.
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