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Bayern

Bad Neustadt: Tourist attackiert schwules Paar

Ein Hotelgast empörte sich in Bad Neustadt an der Saale über zwei Männer, die auf der Straße Zärtlichkeiten austauschten, und schlug auf sie ein. Gegenüber der Polizei wähnte sich der Angreifer im Recht.


Symbolbild: (Bild: MagnusGuenther / pixabay)

In der Nacht zum Donnerstag kam es in Bad Neustadt an der Saale zu einem homofeindlichen Angriff auf ein schwules Paar. Das meldete die Polizei am Donnerstagmittag. Bad Neustadt ist ein Kurort mit rund 15.000 Einwohner*innen am Rande des Naturparks Bayerische Rhön.

Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich die beiden Männer auf dem Nachhauseweg, als sie in der Hohnstraße angegriffen wurden. Ein offensichtlich stark homophober Hotelgast aus den Baltischen Staaten hatte sich von den Zärtlichkeiten des Paares gestört gefühlt. Laut Polizeibericht schlug der 33-jährige Tatverdächtige unvermittelt auf die beiden Männer ein und beleidigte diese dabei massiv. Die beiden Geschädigten wurden hierbei glücklicherweise nur leicht verletzt. Ein Rettungswagen war nicht erforderlich.

"Auch während der Sachverhaltsaufnahme war der Angreifer absolut uneinsichtig und wollte sich im Recht wissen", heißt es im Polizeibericht. Aufgrund der "Alkoholisierung aller Beteiligten" seien weiterführende Ermittlungen sowie die Befragung weiterer Zeug*innen erforderlich. (cw)



#1 Lucas3898Anonym
  • 26.05.2022, 13:57h
  • Da sollte ihm doch ein Gericht per Urteil zeigen, dass er nicht im Recht ist und dass er für Körperverletzung und Beleidigung bestraft wird.
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#2 PeerAnonym
  • 26.05.2022, 14:31h
  • "Gegenüber der Polizei wähnte sich der Angreifer im Recht."

    Der ist offensichtlich eine Gefahr für die Gesellschaft und gehört aus dem Verkehr gezogen, ehe er noch mehr Leute angreift und noch Schlimmeres anrichtet.
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#3 Soft ButchAnonym
#4 LothiAnonym
  • 26.05.2022, 16:35h
  • Antwort auf #2 von Peer
  • So gerne ich Dir hier zustimme, aber es sollte klar sein, das dieser Typ aus den ehem. Ostblockstaaten kommt und er wahrlich nicht zu den einzigen gehört mit solch Macho Allüren. Wetten, er wird als Gast dieses Landes mit einer Verwarnung davon kommen. Sofern er nicht schon anderweitig auffällig wurde.
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#5 SakanaAnonym
#6 SakanaAnonym
  • 26.05.2022, 17:10h
  • Antwort auf #5 von Sakana
  • Kleine Korrektur:

    Der Entwurf wurde heute erst diskutiert und wird jetzt weiter in den Ausschüssen behandelt:

    "70 Mitglieder des Seimas stimmten für den Entwurf des Gesetzes über die Zivilunion (Nr. XIVP-1694), 49 stimmten dagegen und 6 enthielten sich der Stimme.

    Der Seimas billigte auch Änderungen des Zivilgesetzbuches (Entwurf Nr. XIVP-1717), die vom stellvertretenden Präsidenten des Seimas eingebracht worden waren und die Anerkennung des Rechts einer Person auf eine enge Beziehung regeln sollen.

    Es wird vorgeschlagen, dass eine enge Beziehung eine Beziehung zwischen einer Person und einer anderen Person ist, die aus einer stabilen und vertrauensvollen persönlichen sozialen Beziehung resultiert. Nach Ansicht des Abgeordneten würde der Entwurf enge Beziehungen automatisch als Familienmitglieder und enge Verwandte definieren, d.h. als Personen, die in einer Familie leben.

    Eine enge Verbindung besteht auch zwischen Personen, die einen Vertrag über das Zusammenleben geschlossen haben, und Personen, die eine Vormundschaft oder Pflegebeziehung oder eine gegenseitige Unterhaltsvereinbarung haben.

    Wenn die Entwürfe nach der Vorlage angenommen werden, werden sie im Hauptausschuss für Recht und Ordnung und im nachgeordneten Ausschuss für Menschenrechte weiter diskutiert. Der Seimas wird sich voraussichtlich am 21. Juni erneut mit dem Thema befassen."

    sc.bns.lt/view/item/429151
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#7 4w3wtaefsaAnonym
  • 26.05.2022, 18:22h
  • Dass der Angreifer sich im Recht fühlte auf das schwule Liebespaar einzuschlagen, ist ziemlich erschreckend.

    Naja, jedenfalls gibt es nicht das Recht auf ein schwules Liebespaar einschlagen zu dürfen, nur weil man selbst schwulenfeindlich ist.
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#8 Der WolfAnonym
  • 26.05.2022, 18:58h
  • Wurde mit diesem Asi gern mal "diskutieren" so von wegen sich im Recht fühlen Leute einfach so anzugreifen.
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#9 SchonProfil
  • 26.05.2022, 19:42hFürth
  • Antwort auf #5 von Sakana
  • Andere Länder, andere Sitten. In Deutschland gilt deutsches Recht - auch für Gäste aus anderen Ländern.
    Ich hatte vor ein paar Jahren eine Situation, die mich an diese Diskussion erinnert. Ich hatte mein Auto vor unserem Haus abgestellt, und durch Zufall sah ich aus dem Fenster, als ein Lieferwagen recht heftig wendete, dabei mein Auto touchierte und dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite einparkte. Ich bin sofort raus, aber der Fahrer war schon verschwunden und kam auch die nächste Viertelstunde nicht wieder. Daraufhin habe ich die Polizei gerufen, die die Fahrerflucht auf nahm. Zwischenzeitlich kam auch der Fahrer wieder und die Personalien wurden aufgenommen. Er entschuldigte sich nicht. Beim Verabschieden meinte der Polizist, ich könne mir bis morgen überlegen, ob ich die Anzeige wegen Fahrerflucht bestehen lasse. Begründung: der Fahrer käme ursprünglich aus einem osteuropäischen Staat, in dem Fahrerflucht keine Straftat sei.
    Ich habe an dem Abend gegoogelt, wie das bei dem osteuropäischen Land mit der Polizei läuft, und habe am nächsten Morgen die Anzeige Bestätigt. Warum? Wenn der Fahrer sich "heimisch" fühlen hätte sollen, hätte der Polizist den Fahrer auch prügeln müssen. In Deutschland wird (in der Regel) nicht von der Polizei geprügelt, aber auch deutsches Recht angewendet. Diskriminierungsverbot bedeutet, dass niemand benachteiligt oder bevorzugt wird - nur so geht es.
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#10 MuschebubuAnonym
  • 28.05.2022, 17:24h
  • Unwissenheit schütz vor Strafe nicht! Es kommt überhaupt nicht darauf an, woher jemand kommt. Man wird erwarten können und dürfen, dass wer sich in Deutschland aufhält, im Grunde weiß, was man darf und was nicht. Und auch in den baltische Staaten ist der Angriff, die Körperverletzung und Beleidigung strafbewährt. Mag sein, dass die Polizei oder Justiz ein Auge zu drücken mag, aber erlaubt ist es nicht. Keinesfalls kann der Täter sich also auf einen Irrtum zurückziehen. Und unter generalpräventiven Gesichtspunkten ist es erforderlich das dem T. auch besonders deutlich ins Stammbuch zu schreiben.
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