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"Euphoria"-Star

Trans US-Schauspielerin wirft Düsseldorfer Nachtclub Transphobie vor

Laut Hunter Schafer hat der Türsteher eines Nachtclubs eine Frau nicht hineingelassen, "weil sie trans" ist. Der betroffene Nachtclub spricht von einem "Missverständnis".


Hunter Schafer ist insbesondere durch ihre Rolle in "Euphoria" bekannt (Bild: HBO)
  • 30. Mai 2022, 09:19h 7 2 Min.

Die 23-jährige US-Schauspielerin und Queer-Aktivistin Hunter Schafer hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag ihre Enttäuschung über einen Düsseldorfer Nachtclub zum Ausdruck gebracht, der sich transphob verhalten haben soll. "Dieser Club, Silq, ist kein sicherer Ort für trans Menschen", so Schafer auf Englisch in einem Instagram-Live-Video, das sie vor dem Club aufnahm und an ihre Instagram-Follower*­innen sendete. "Dieser Türsteher sagte, meine Freundin darf nicht reinkommen, weil sie trans ist."

Dabei zeigte Schafer ihren sieben Millionen Abonnent*­innen den Türsteher im Hintergrund ohne Verpixelung. "Du bist live mit sieben Millionen Leuten", rief ihm Schafer zu. Zu diesem Zeitpunkt schauten rund 30.000 Menschen live zu, insgesamt hat Schafer aber mehr als sieben Millionen Fans allein auf Instagram.


Auf Instagram versuchte Schafer, den beschuldigten Türsteher bloßzustellen (Bild: Instagram Live)

Am Sonntag entschuldigte sich der Club bei der Schauspielerin und ihrer Begleitung "für das Missverständnis an unserer Tür". Weiter hieß es: "So etwas hat bei uns nichts zu suchen und darf einfach nicht passieren. Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich von jeglicher Form von Diskriminierung. Nach einem Gespräch mit dem entsprechenden Security-Mitarbeiter wurde dieser noch heute beurlaubt. Wir, das Silq sind und bleiben weiterhin ein LGBT-freundlicher Club und freuen uns auf viele weitere tolle Nächte mit Euch."

Online setzte bereits ein Shitstorm gegen den Club ein. So verfassten zuletzt Menschen, von denen die meisten laut ihrem Profil in den USA leben, negative Ein-Stern-Bewertungen über den Nachtclub in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt.

Schafer arbeitete als Model für international bekannte Labels wie Prada, Dior, Gucci und Calvin Klein. Sie ist offen trans und besonders wegen ihrer Rolle in der Jugendserie "Euphoria" bekannt. In der kontroversen Serie, die in Deutschland auf Sky Atlantic gezeigt wird, spielt sie die trans Highschool-Schülerin Jules.

Bereits als Schülerin hatte sich Schafer für LGBTI-Rechte engagiert. Die damals in North Carolina lebende Teenagerin kämpfte insbesondere gegen diskriminierende Regeln wie Einschränkungen für queere Jugendliche bei der Toilettennutzung in ihrer Schule. (dk)

Direktlink | Schafer in einem Bericht in den Lokalnachrichten 2016
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#1 Zufälle gibtsAnonym
  • 30.05.2022, 11:33h
  • Hach, was hier im Land regelmäßig an "Missverständnissen" passiert. Und immer sind es marginalisierte Gruppen, die "rein zufällig" darunter zu leiden haben. Man könnte glatt auf die Idee kommen, das Problem läge im System begründet. Aber nein, nein, bestimmt nicht... mensch ist doch so offen und überhaupt, das müssen alles Zufälle sein...
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#2 Ith_Anonym
#3 LorenEhemaliges Profil
  • 30.05.2022, 19:56h
  • Ja, ja, immer diese "Missverständnisse". In den 1990ern wurde mal ein befreundetes Paar von einem Türsteher abgewiesen (zufällig auch in Düsseldorf, aber ist Düsseldorf nicht irgendwie überall?), weil dem die Hautfarbe von einem der beiden zu dunkel war (Black people not welcomed oder so ähnlich). Im Club hat man sich wahrscheinlich dennoch an dem einen oder anderen Song von Prince, Michael Jackson oder Techno aus den gar nicht mal so weißen Detroiter Tanzschuppen ergötzt. Die Jahre vergehen schneller, als sich die Schnecke Fortschritt hierzulande in Bewegung setzt. Einfach nur zum k.....!
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