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Diversity-Tag
Wowereit: Akzeptanz "kann nicht angeordnet werden"
Auch nach der rechtlichen Gleichstellung von Lesben und Schwulen gebe es in der Gesellschaft noch viel Diskriminierung, sagte Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit in einem rbb-Interview.

Klaus Wowereit im Interview mit der rbb-"Abendschau" (Bild: Screenshot rbb)
- 1. Juni 2022, 01:12h 2 Min.
Der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), sieht im Kampf gegen Diskriminierung noch einiges zu tun. Mit Blick auf sein aufsehenerregendes Coming-out vor 21 Jahren sagte Wowereit am Dienstag in der rbb-"Abendschau", es sei viel passiert, etwa bei der Ehe für alle oder Gleichstellungen im gesetzlichen Bereich. "Aber machen wir uns nichts vor: In unserer Gesellschaft gibt es noch so viel Diskriminierung, und dagegen müssen wir ankämpfen."
Es sei wichtig, die Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, sagte Wowereit in einem Interview zum Diversity-Tag beim rbb. Jeder müsse sich klar machen, dass auch er irgendeiner Minderheit angehöre, aus einer Mehrheitsgesellschaft könne man ganz schnell auf die andere Seite wandern. Wenn man das verstanden habe, sollte man laut Wowereit auch für sich was tun – nämlich tolerant zu sein und andere zu akzeptieren, so wie sie sind. Der 68-Jährige stellte klar: "Es muss gelebt werden, es kann nicht angeordnet werden."
Klaus Wowereit machte seine Homosexualität bei einem SPD-Sonderparteitag am 10. Juni 2001 öffentlich, als er Regierender Bürgermeister werden wollte – sein Satz "Ich bin schwul – und das ist auch gut so" wurde berühmt . (cw/dpa)
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