Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?42182

Diversity-Tag

Wowereit: Akzeptanz "kann nicht angeordnet werden"

Auch nach der rechtlichen Gleichstellung von Lesben und Schwulen gebe es in der Gesellschaft noch viel Diskriminierung, sagte Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit in einem rbb-Interview.


Klaus Wowereit im Interview mit der rbb-"Abendschau" (Bild: Screenshot rbb)

  • 1. Juni 2022, 01:12h 14 2 Min.

Der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), sieht im Kampf gegen Diskriminierung noch einiges zu tun. Mit Blick auf sein aufsehenerregendes Coming-out vor 21 Jahren sagte Wowereit am Dienstag in der rbb-"Abendschau", es sei viel passiert, etwa bei der Ehe für alle oder Gleichstellungen im gesetzlichen Bereich. "Aber machen wir uns nichts vor: In unserer Gesellschaft gibt es noch so viel Diskriminierung, und dagegen müssen wir ankämpfen."

Es sei wichtig, die Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, sagte Wowereit in einem Interview zum Diversity-Tag beim rbb. Jeder müsse sich klar machen, dass auch er irgendeiner Minderheit angehöre, aus einer Mehrheitsgesellschaft könne man ganz schnell auf die andere Seite wandern. Wenn man das verstanden habe, sollte man laut Wowereit auch für sich was tun – nämlich tolerant zu sein und andere zu akzeptieren, so wie sie sind. Der 68-Jährige stellte klar: "Es muss gelebt werden, es kann nicht angeordnet werden."

Klaus Wowereit machte seine Homosexualität bei einem SPD-Sonderparteitag am 10. Juni 2001 öffentlich, als er Regierender Bürgermeister werden wollte – sein Satz "Ich bin schwul – und das ist auch gut so" wurde berühmt . (cw/dpa)

-w-

#1 Pride
  • 01.06.2022, 09:37h...
  • Menschenrechte sind als Grundrechte "angeordnet".
  • Direktlink »
#2 so issesAnonym
  • 01.06.2022, 10:17h
  • Antwort auf #1 von Pride
  • danke für dein statement.

    wowereit sondert natürlich wachsweiches SPD-geschwafele ab. sein ach so berühmt gewordenes coming-out hat es m. w. damals übrigens nur deshalb gegeben, weil die BILD angekündigt hatte, ihn am nächsten tag zu outen - also nicht etwa, weil wowereit ein so bewusster kämpfer gewesen wäre, im gegenteil: gerade wowereit hat lediglich auf druck von außen reagiert!
  • Direktlink »
#3 TimonAnonym
  • 01.06.2022, 10:18h
  • "Auch nach der rechtlichen Gleichstellung von Lesben und Schwulen"

    Wenn es die mal gäbe...

    Nur weil die Ehe geöffnet wurde, ist das noch lange keine rechtliche Gleichstellung. Da fehlen noch Art 3 GG, AGG, Abstammungsrecht, etc etc etc.

    Und was die gesellschaftliche Akzeptanz betrifft:
    Da könnte man ganz viel tun. Von einem nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie bis zu mehr Aufklärung an Schulen.

    Aber da haben sich auch von seiner SPD geführte Bundesländer nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
  • Direktlink »