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Diplomatie-Eklat

Nach Tweet zum Pride-Monat: Kuwait bestellt US-Gesandten ein

Das Golf-Emirat verlangt, eine entsprechende "Unterstützung von Homosexualität" künftig zu unterlassen. In Indonesien war zuvor der britische Botschafter einbestellt worden.


Regenbogen­flagge zum Pride-Monate? Kuwait fordert von der US-Botschaft Unterlassung

  • 3. Juni 2022, 10:54h 6 2 Min.

Das Außenamt Kuwaits hat am Donnerstag den Geschäftsträger der US-Botschaft, James Holtsnider, einbestellt, nachdem die Vertretung in sozialen Netzwerken Grüße des US-Präsidenten Joe Biden zum Pride-Monat auf Englisch und Arabisch verbreitet hatte. Das berichtet die BBC. Die Tweets hatten auf einem Foto zugleich eine Regenbogenflagge in der Progress-Version gezeigt.

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"Alle Menschen sollten mit Respekt und Würde behandelt werden und sollten in der Lage sein, ohne Angst zu leben, egal wer sie sind oder wen sie lieben", lautete das Biden-Zitat. Dem BBC-Bericht zufolge kritisiert Kuwait, dass die USA damit "Homosexualität unterstützt", und fordere, dass dies in Zukunft nicht mehr geschehe. Holtsnider sei ein Memorandum übergeben worden, dass die Postings verurteile. Die Botschaft verletze internationale Normen, die von Diplomaten den "Respekt für die Gesetze und Regeln" des jeweiligen Landes forderten. Auch mehrere Parlamentsabgeordnete und Nutzer sozialer Medien kritisierten die US-Botschaft. Die Tweets sind weiter online, auch das Probilbild der Botschaft zeigt eine Regenbogenflagge.

In dem Staat mit rund 4,3 Millionen Einwohner*innen, in dem der Islam Staatsreligion ist, können gleichgeschlechtliche Handlungen mit bis zu sieben Jahren Haft belegt werden. Mit einem Gesetz gegen "Nachahmung des anderen Geschlechts" konnte auch gegen trans Personen mit bis zu einem Jahr Haft vorgegangen werden. In diesem Februar hob das Verfassungsgericht den entsprechenden Paragrafen allerdings auf (queer.de berichtete).

Ähnlicher "Vorfall" in Indonesien

Erst vor wenigen Wochen hatte das indonesische Außenamt den britischen Botschafter einbestellt, nachdem die Botschaft zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie am 17. Mai eine Regenbogenflagge gehisst hatte. Auf Instagram verbeitete die Vertretung dazu ein Foto samt einer längeren Stellungnahme, dass die weltweite Kriminalisierung von LGBTI und Diskriminierung und Gewalt gegen sie enden müsse. "Manchmal ist es wichtig, für das einzustehen, was man für richtig hält, auch wenn Meinungsverschiedenheiten zwischen Freunden unangenehm sein können."

Laut der Zeitung "Independent" sah die indonesische Regierung den Schritt als "respektlos" an: "Das Außenministerium erinnert die ausländischen Vertreter daran, die Empfindlichkeiten der Indonesier in Bezug auf ihre Kultur, Religion und ihren Glauben zu respektieren."

In Indonesien – dem bevölkerungsreichsten mehrheitlich muslimischen Land – ist Homosexualität eigentlich legal, mit Ausnahme der strengreligiösen Provinz Aceh, wo zuletzt mehrfach Männer wegen angeblicher Homosexualität nach Scharia-Recht öffentlich ausgepeitscht wurden oder Transpersonen öffentlich gedemütigt wurden. Auch in anderen Regionen verschlechterte sich die Lage für LGBTI, kam es etwa zu Razzien in einer Sauna und anschließenden Haftstrafen (queer.de berichtete). (cw)

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-w-

#1 Leash
  • 03.06.2022, 14:45hHamburg
  • Also ich find's unverantwortlich von der US Botschaft Homosexualität dort offen zu unterstützen. Das ist ja auch ein Gesundheitsrisiko!

    Offenbar wissen die nicht das eigentlich ein Sperma-fressender Analwurm für Homosexualität verantwortlich ist und dieser Zustand heilbar wäre durch therapeutische Zäpfchen von Frau Dr. Mariam Al-Sohel.
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#2 LorenEhemaliges Profil
  • 03.06.2022, 14:52h
  • Wieso sollte jemand Respekt gegenüber Menschenfeinden wahren. No way!
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#3 YutoAnonym
  • 03.06.2022, 21:53h
  • Also verstehe ich das richtig? Nur weil die ein Problem mit homosexuellen Menschen haben, dürfen andere Länder sie (den homosexuellen Teil der Weltbevölkerung oder besser gesagt unsere ganze Community) nicht unterstützen? Sind die Staatsoberhäupte in Kuwait & Indonesien d.umm?
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