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Israel
Offenbar Tränengas-Anschlag auf Jerusalem Pride vereitelt
Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und Begleitung tausender Polizist*innen wurde am Donnerstag in Jerusalem für LGBTI-Rechte demonstriert. Es kam zu Gegenprotesten und einer Handvoll Festnahmen.

Teilnehmer*innen des Jerusalem Pride 2022 (Bild: Avi Mayer)
- 3. Juni 2022, 11:58h 1 Min.
In Jerusalem haben tausende Menschen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen an der jährlichen Pride-Parade teilgenommen. Die Feiernden wurden am Donnerstag von tausenden Polizist*innen begleitet. Es kam zu Protesten gegen die Veranstaltung und einer Handvoll Festnahmen.
Der Vorsitzende des israelischen Parlaments, Mickey Levy, nahm an der Parade teil. Es sei notwendig, "den Kampf der LGBTQ-Menschen für gleiche Rechte zu unterstützen".
Die Pride-Parade findet in Jerusalem seit 2002 jedes Jahr statt. Sie wird häufig von Protesten ultraorthodoxer Jüd*innen und Rechtsextremist*innen begleitet. 2015 hatte ein ultraorthodoxer Jude eine junge Teilnehmerin der Parade erstochen und sechs weitere Menschen verletzt. Seitdem findet das Event unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt.
Die Polizei teilte mit, dass drei Menschen festgenommen worden seien. Einer habe in den Online-Medien einen der Pride-Organisator*innen mit dem Tode bedroht, zwei weitere wurden demnach in der Nähe der Paraderoute mit Tränengas in ihrem Fahrzeug angetroffen.
Israel gilt als Vorreiter im Nahen Osten, was die Rechte von queeren Menschen angeht. In Jerusalem ist die Akzeptanz gegenüber LGBTI jedoch spürbar geringer als etwa in der Küstenstadt Tel Aviv. (cw/AFP)















