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Köln
Jetzt ist es beschlossen: Köln bekommt einen Dirk-Bach-Platz
Gegen die Stimmen von SPD und CDU beschloss die Kölner Bezirksvertretung Innenstadt am Donnerstag, den Platz vor dem Schauspielhaus nach dem schwulen Schauspieler Dirk Bach zu benennen.

Dirk Bach starb vor zehn Jahren an Herzversagen (Bild: RTL)
- 4. Juni 2022, 13:29h 2 Min.
Der bislang namenlose Platz vor dem Kölner Schauspielhaus wird nach dem Schauspieler Dirk Bach benannt. Das hat die Bezirksvertretung Innenstadt am Donnerstag mehrheitlich beschlossen. Die Initiative für einen Dirk-Bach-Platz war von der Aidshilfe Köln und dem Centrum Schwule Geschichte ausgegangen (queer.de berichtete).
Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" am Freitag berichtete, stimmten die Vertreter*innen von SPD und CDU gegen den Antrag. Sie favorisierten demnach die von der Verwaltung vorgeschlagene Alternative, im Falle einer Neugestaltung der Kreuzung Zülpicher, Dassel- und Kyffhäuser Straße den dadurch neu entstehenden Platz nach dem schwulen Komiker zu benennen.
Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) und seine Partei, die allein acht der 19 Abgeordneten stellt, hatten sich für den Platz am Schauspielhaus starkgemacht. "Dirk Bach war ein außergewöhnlicher, ein hervorragender Schauspieler. Und nicht nur das: Er war politisch, gesellschaftlich und sozial engagiert. Er hatte ein riesengroßes Herz", erklärte Hupke im März. Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sprach sich dagegen öffentlich gegen den Plan aus (queer.de berichtete).
Dirk Bach: Durchbruch mit der "Geierwally"
Dirk Bach, der jetzt 60 Jahre alt wäre, war am 1. Oktober 2012 an Herzversagen gestorben (queer.de berichtete). Der im Norden Kölns aufgewachsene Künstler hatte seinen Durchbruch in Walter Bockmayers eigenwilliger Inszenierung des Theaterstücks "Geierwally". Einem größeren Publikum wurde er schließlich 1992 mit der 30-teiligen RTL-Sketchsendung "Dirk Bach Show" bekannt, danach war er in der deutschen Comedyszene integriert. Das größte Publikum erreichte Bach ab 2004 als Co-Moderator von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus". Neben Sonja Zietlow führte er sechs Staffeln lang durch die Show.
Aus seiner Homosexualität machte Bach nie ein Geheimnis. Er heiratete 1999 seinen Lebenspartner Thomas in Key West – freilich war dies damals in einer Zeit der Rechtlosigkeit von Schwulen und Lesben nur eine symbolische Zeremonie. Der Künstler unterstützte stets LGBTI-Rechte und engagierte sich auch im Kampf gegen HIV mit vielen kreativen Projekten – etwa der Benefizkonzertreihe "Cover Me". (cw)















