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Klage von "Discovery"-Darsteller

Kevin Spacey: US-Richter lässt Klage wegen sexueller Belästigung zu

Ein Gericht in New York lässt eine Zivilklage gegen den Schauspieler zu. Er hatte versucht, einen Prozess wegen sexueller Belästigung zu verhindern. Kläger ist Anthony Rapp, der 2017 die Welle der Vorwürfe gegen den Oscarpreisträger lostrat.


Mit "House of Cards" feierte Spacey seinen letzten großen Erfolg (Bild: Netflix)

  • 7. Juni 2022, 11:24h - 2 Min.

Der amerikanische Schauspieler Kevin Spacey muss wohl auch in seiner Heimat wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung vor Gericht. Ein New Yorker Richter hat am Montag Medienberichten zufolge den Antrag des Schauspielers abgelehnt, eine entsprechende Zivilklage seines Kollegen Anthony Rapp (50) abzuweisen. Der aus "Star Trek: Discovery" bekannte Schauspieler verklagt den 62-Jährigen auf Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Laut dem Gericht in New York kann er Ansprüche wegen Körperverletzung und vorsätzlicher Zufügung von seelischem Leid geltend machen. Spacey weist die Vorwürfe laut seinem Anwalt "kategorisch" zurück. Rapp war im Oktober 2017 der erste Mann, der Spacey im Rahmen von #MeToo sexuelle Belästigung vorwarf. Spacey soll sich Rapp 1986 bei einer Party in seinem Haus unangemessen genähert haben. Das mutmaßliche Opfer war damals 14 Jahre alt, der Beschuldigte 26 Jahre. Spacey entschuldigte sich via Twitter, falls er sich im betrunkenen Zustand falsch verhalten haben sollte. Er könne sich an nichts mehr erinnern. Die umstrittene Stellungnahme verband er mit seinem Coming-out (queer.de berichtete).

Später meldeten sich weitere Männer in den USA und Großbritannien, die Spacey sexuelle Belästigung oder gar Missbrauch vorwerfen. Rapp könnte der erste Mann sein, der Spacey in den USA vor Gericht bringt. Ein mutmaßliches Opfer war zuvor an Krebs gestorben, ein anderes zog seine Klage zurück. Andere angegebene Taten sind verjährt.

In Großbritannien droht Strafverfahren

In den letzten Wochen war bekannt geworden, dass die britische Staatsanwaltschaft eine Anklage gegen Spacey wegen sexueller Übergriffe gegenüber drei Personen vorbereitet hat – die offizielle Erhebung erfolgt, wenn sich der Schauspieler im Land befindet (queer.de berichtete). Die vorgeworfenen Taten stammen aus Spaceys Zeit als Leiter des Londoner Theaters Old Vic. Die Staatsanwaltschaft bewertete für die Anklage mit insgesamt vier Punkten die Beweiserhebung durch die Polizei nach diversen Anschuldigungen.

Damit der zweifache Oscarpreisträger in Großbritannien vor Gericht stehen kann, müsste er von den USA ausgeliefert werden. Spacey kündigte jedoch an, sich freiwillig ins Vereinigte Königreich begeben zu wollen, um seine Unschuld zu beweisen (queer.de berichtete). (cw/spot)