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Studie
Republikaner glauben: Trans Menschen machen Kinder trans
Wie weit reicht der Hass auf transgeschlechtliche Menschen in den USA? Forschende haben Anhänger*innen der Parteien befragt – und nicht nur bei Republikaner*innen Besorgniserregendes entdeckt.

Das Bilderbuch "Das schönste Kleid der Welt" erzählt vom Martyrium eines transgeschlechtlichen Kindes (Bild: Kai D. Janik / Das schönste Kleid der Welt)
- 8. Juni 2022, 13:38h 3 Min.
Laut einer Studie glaubt die Mehrheit der republikanischen Wähler*innen in den USA, dass transgeschlechtliche Menschen es darauf abgesehen hätten, cisgeschlechtliche Kinder trans zu machen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Southern Poverty Law Center veröffentlichte.
Die Idee sei dabei Teil einer von vielen geteilten Verschwörungstheorie, wonach ein "großer Austausch" in den USA geplant sei, der weiße, konservative Wähler*innen ersetzen solle, so die Forscher*innen. Fast 70 Prozent der Republikaner*innen hielten diese Rahmenerzählung zumindest teilweise für wahr.
Narrative der harten Rechten
Für die Studie des gemeinnützigen, bürgerrechtlich orientierten Zentrums wurden 1.500 US-Amerikaner*innen über 18 Jahren reprästentativ ausgewählt und befragt. Focus der Untersuchung: Inwieweit stimmen die Anhänger*innen der Parteien rechtsradikalen Narrativen zu, die aus der harten politischen Rechten stammen?
Dabei verfolgten die Forscher*innen einen Ansatz, der nicht nach gehegten Vorurteilen gegenüber Minderheiten fragte. Vielmehr ging es darum, inwiefern sich die Befragten von bestimmten Minderheitengruppen bedroht oder gar verfolgt fühlten. Fragen zu sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten machten also nur einen Teil der Studie aus.
Der Aussage, dass die Diskriminierung transgeschlechtlicher Menschen ein Problem sei, das angegangen werden müsse, stimmte eine knappe Mehrheit von 52 Prozent zu. Andersherum fanden ganze 30 Prozent, dass trans Menschen "eine Gefahr für Kinder" seien – ein Wert, der bei den republikanischen Parteianhänger*innen bei 39 Prozent liegt, bei den Demokrat*innen immerhin noch bei 23 Prozent.
Ganze 63 Prozent der Republikaner*innen waren zudem der Ansicht, dass transgeschlechtliche Menschen es darauf abgesehen hätten, Kinder zu indoktrinieren, damit diese ihren "Lebensstil" übernehmen. Und der Aussage, dass "Gender-Ideologie" die amerikanische Kultur korurmpiert habe, konnten ganze 49 Prozent der US-Amerikaner*innen etwas abgewinnen – 34 Prozent bei den Demokrat*innen, 72 Prozent bei deren politischer Konkurrenz von rechts.
Jüngere als Problemgruppe
Auffällig ist: Aufseiten der Demokrat*innen neigten gerade die jüngeren befragten Männer und Frauen dazu, sich von transgeschlechtlichen Mitbürger*innen bedroht zu fühlen. Das Phänomen gibt es zwar auf republikanischer Seite tendenziell auch, es ist jedoch dort nicht so ausgeprägt oder durchgängig. Nur 9 Prozent der älteren demokratischen Frauen unterstützten etwa die Behauptung, dass trans Menschen eine Gefahr für Kinder seien. Bei ihren jüngeren Geschlechtsgenossinnen hingegen waren es 27 Prozent.
Noch deutlicher wird der Unterschied bei den Männern: Während die Älteren mit nur 2 Prozent Zustimmung deutlich entspannt auf diese Frage blicken, machen sich bei den jungen männlichen Demokrat*innen ganze 42 Prozent entsprechende Phantasien. Als älter galt in der Befragung, wer über 50 Jahre alt ist. (jk)















Das so viele junge Leute da zustimmen, zeigt doch, dass es es an Aufklärung mangelt.
Da ist also Biden gefragt, ein Aufklärungs- und Bildungsprogramm für die Schulen aufzulegen.