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USA
Elternvorwurf: Ezra Miller soll ihr Kind "manipuliert" haben
Dem nicht-binären Star soll der Umgang mit dem inzwischen 18-jährigen Kind untersagt werden – das den Vorwürfen allerdings widerspricht und den eigenen Eltern Transphobie vorwirft.
Ezra Miller wurde vor allem durch "The Flash" und "Phantastische Tierwesen" bekannt und benutzt im Englischen die Pronomen "they/them" (Bild: Gage Skidmore / flickr)
- 10. Juni 2022, 09:03h 3 Min.
Die rechtlichen Probleme des "Flash"-Stars Ezra Miller (29) setzen sich fort. Die Eltern von Tokata Iron Eyes (18) reichten Unterlagen vor Gericht ein und wollen eine einstweilige Verfügung gegen die prominente nicht-binäre Person erwirken, der sie vorwerfen, das Kind seit Jahren zu manipulieren. Dies geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die laut "TMZ" am Dienstag in North Dakota eingereicht wurden und auch dem "People"-Magazin vorliegen. Die Eltern, die offenbar auch eine rechtliche Vormundschaft für Tokata anstreben, wollen damit eine einstweilige Verfügung mit einem Kontaktverbot zu der Familie gegen den US-Star erwirken.
"Ezra setzt Gewalt, Einschüchterung, Gewaltandrohung, Angst, Paranoia, Wahnvorstellungen und Drogen ein, um Tokata zu beherrschen", heißt es demnach in dem Dokument. Die Eltern behaupten, die beiden hätten sich im Standing-Rock-Reservat in North Dakota kennengelernt, als ihr Kind gerade zwölf Jahre alt war. Miller soll Tokata außerdem nach London, Vermont, New York, Los Angeles oder auch Hawaii mitgenommen haben. Die Eltern behaupten Medienberichten zufolge in der Klage auch, Miller habe beschlossen, dass Tokata nun nicht-binär und transgender sei, während die eigene Beschreibung des Kindes früher nicht-binär und queer und gay gewesen sei.
Viele Medien stürzten sich auf die Meldung, zumal Miller in den letzten Monaten bereits zweimal Kontakt mit der Polizei hatte. Einmal wegen Randale in einer Bar und ein weiteres Mal wegen Körperverletzung zweiten Grades: Miller soll einen Stuhl auf eine Frau geschleudert haben. Beides spielte sich auf Hawaii ab, wo Miller auch Besuch von Iron Eyes gehabt haben soll. Laut "People" erließ das Gericht eine vorläufige Anordnung im Sinne der Eltern, könne diese aber aufgrund des unbekannten Aufenthalts der beiden nicht zustellen. Für nächsten Monat (12. Juli) wurde eine Anhörung anberaumt, um die Klage der Eltern zu behandeln.
Vorwürfe gegen Eltern
Bereits am Montag hatte Tokata Iron Eyes, bereits der Öffentlichkeit bekannt durch Aktivismus zum Klimaschutz und den Rechten indigener Völker, allerdings bei Instagram eine Stellungnahme veröffentlicht und zunächst über eine schwierige Zeit unter anderem nach einem Schulabbruch und dem Tod eines Freundes berichtet. Ezra habe Tokata in dieser Zeit "liebevolle Unterstützung und unschätzbaren Schutz geboten": "Ich benötige in keiner Weise, oder benötigte das jemals während meines kurzlebigen Erwachsenenalters, eine Vormundschaft."
Ferner hieß es in der Stellungnahme von Tokata: "Mein Vater und seine Behauptungen haben kein Gewicht und sind ehrlich gesagt transphob und basieren auf der Vorstellung, dass ich irgendwie unfähig bin, zusammenhängend zu denken, oder dass ich keine Meinungen haben kann, die meinen eigenen Verwandten widersprechen, die sich Sorgen um mein Wohlergehen machen. Ich bin mir jetzt der Schwere der emotionalen und psychologischen Manipulation bewusst, die ich ertragen musste, während ich in meinem Elternhaus war." Tokata betont, nach einer eigenen Entscheidung Gespräche über Ängste und eine mögliche Depression mit einer psychosozialen Fachkraft zu führen. Das sei eine private Sache und jede Polizeiintervention sei unnötig. "Der Anfall von offensichtlichem Verrat und Toxizität, mit dem meine Eltern und andere mich bestrafen wollen, war äußerst peinlich und traumatisch lebensverändernd. Beziehungen in meinem Leben wurden stark beeinträchtigt, einige sogar nachteilig. Dieses Verhalten ist inakzeptabel und muss thematisiert werden."
Inzwischen hat Tokata, deren genaue Identifikation und erwünschtes Pronomen nicht direkt klar wurden, auch ein Video veröffentlicht. Darin stellt Tokata gegenüber Zweiflern klar, den Text tatsächlich geschrieben zu haben, und beklagt, dass "der Erzählung des 'Opfers' nicht geglaubt wird": "Das ist mein Leben, das sind meine Entscheidungen, und ich bin von meinen Eltern und der Presse enttäuscht." (cw/spot)














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