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Kette: Verhalten "nicht akzeptabel"

Hamburg: Burger-King-Mitarbeiter "astreine Homophobie" vorgeworfen

Ein Mitarbeiter der Filiale auf der Reeperbahn soll zwei Männer nicht bedient und homophob rumgebrüllt haben.


Die Filiale Reeperbahn Ecke Davidstraße im Jahr 2013 (Bild: Hinnerk11 / wikipedia, bearbeitet)

  • 10. Juni 2022, 10:17h 4 2 Min.

Ende Mai soll es in einer Filiale der Restaurantkette "Burger King" zu einem homophoben Vorfall gekommen sein, den das Unternehmen inzwischen gegenüber der "Hamburger Morgenpost" bestätigte, die am Freitag als erstes darüber berichtete (Paywall). Die Zeitung griff dabei eine Schilderung der Journalistin und Podcasterin Ivy Haase bei Instagram auf.

Der Mitarbeiter habe sich demnach geweigert, zwei junge Männer zu bedienen, und sie aus der Filiale geschickt, so die Augenzeugin. Dann habe er "zehn Minuten lang noch den ganzen Laden zusammengeschrien: 'Das doch kein richtiger Mann! Ist der n Mann oder ne Frau?! Ekelhaft.'" Die Hamburgerin habe wegen der getragenen Kopfhörer erst spät bemerkt, was los war. "Ich hab den Mitarbeiter dann, obwohl ich vor Wut gekocht habe, recht nett darauf hingewiesen, dass es homophob ist, was er da macht, und ihn gebeten, sein Geschrei zu unterlassen, dass sein Verhalten nicht geht". Für ein solches Verhalten gebe es keinen Platz.

"Halt deine Fresse, spreche ich mit dir?", sei er dann auch sie angegangen, so Haase, die den Vorfall bei Instagram bereits am letzten Donnerstag schilderte. "Der Laden war voll. Fast nur Männer. Niemand hat mich geback-upt. Niemand hat etwas gesagt. Ich bin gegangen, ohne den Mut zu haben, nach seinem Vorgesetzten zu fragen."

Zum Pride-Monat verband Haase, die auch eine entsprechende negative Restaurant-Rezension bei Google hinterließ, ihre Schilderung mit der Botschaft: "Sagt was. Seid laut. Eine Stimme ist leise, leicht von toxischer Männlichkeit – und Arschlöchern – übertönt. Springt Menschen zur Seite, die sich trauen. Zeigt Zivilcourage. Happy Pride Month."

Laut der "Morgenpost" hat "Burger King" den Vorfall zugegeben und zugleich betont, dass man jegliche Form von Diskriminierung ablehne und für Offenheit, Diversität, Individualität und Toleranz stehe. "Umso mehr bedauern wir, dass es im Restaurant in Hamburg an der Reeperbahn offenbar zu einem Zwischenfall mit homophoben Aussagen eines Mitarbeiters kam", zitiert die Zeitung aus dem Statement. "Ein derartiges Verhalten ist für uns nicht akzeptabel und wird nicht toleriert." Man kläre aktuell, wie es zu dem Vorfall kommen konnte, und werde Konsequenzen ziehen. (cw)

-w-

#1 HaoloAnonym
  • 10.06.2022, 23:30h
  • Ein Frikadellenverkäufer schmeißt Gäste raus, beleidigt sie und brüllt dazu noch minutenlang homophob im Laden rum?

    Der Laden war voll und niemand sagt was oder zückt seine Handy-Kamera..?!?

    Echt unfassbar!

    Traurig, dass nicht wenigstens die Frau die Polizei gerufen hatte.
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#2 Elfolf
  • 11.06.2022, 10:47hHamburg
  • Antwort auf #1 von Haolo
  • Es hätte mehr geholfen, Olivia Jones zu holen. Die hinterlässt bei solchen Mitarbeitern mehr Eindruck, als ein Polizist von der David Wache gegenüber vom Burgerbrater.
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#3 Juilian98Anonym
  • 11.06.2022, 12:33h
  • Wird Zeit, dass endlich das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung ins Grundgesetz kommt und dann endlich alle Behörden aufgefordert sind gegen Diskriminierung vorzugehen.
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