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"Lovehansa"

Erster Pride-Flieger der Lufthansa

Ein Airbus A320neo der Lufthansa ist für sechs Monate als "Lovehansa" unterwegs. In der Innenkabine setzen Kopfstützenschoner in den Farben der Regenbogenflagge ein Statement gegen Queerfeindlichkeit.


Endlich ein bisschen Farbe für die langweilige Lufthansa-Kabine (Bild: Lufthansa)

Anlässlich des Pride Month startet Lufthansa mit einem ganz besonderen Flugzeug zu Zielen in ganz Europa. Der Airbus A320neo mit der Kennung D-AINY wird in den kommenden sechs Monaten zur "Lovehansa". Der Erstflug hob am Freitag unter der Flugnummer LH841 in Frankfurt ab und landete sicher im dänischen Billund.


Landet hoffentlich auch in Ungarn und Polen: "Lovehansa"-Flieger der Lufthansa (Bild: Lufthansa)

Außen auf dem Flugzeug steht ausnahmsweise nicht Luft-, sondern "Lovehansa" – geschrieben in den Farben des Regenbogens. Auch das Welcome-Panel am Eingang erhielt eine spezielle Regenbogen-Beklebung. Zudem sieht man beim Blick aus dem Flugzeugfenster an den Flügelspitzen, den sogenannten Winglets, Herzen in Regenbogenfarben. In der Innenkabine setzen Kopfstützenschoner in den Farben der Prideflagge ein Statement.


Regenbogen-Begrüßung schon beim Einstieg (Bild: Lufthansa)

"Lufthansa ist ein Unternehmen, das für Offenheit, Toleranz und Diversität steht", erklärte die Fluggesellschaft in einer Pressemitteilung. Mit der "Lovehansa"-Sonderlackierung setze man "ein weiteres deutliches Zeichen und macht diesen wichtigen Teil der Unternehmenskultur auch prominent nach außen sichtbar".

Shitstorm in sozialen Medien

Für die Aktion erntete die Lufthansa in sozialen Medien einen überraschend heftigen Shitstorm. Während einige User ihrer Queerfeindlichkeit freien Lauf ließen, spielte auch schlechtes Timing eine Rolle. Am selben Tag wurde bekannt, dass die deutsche Airline im Juli aufgrund von Personalmangel 900 Flüge streichen muss. Anfang des Monats hatte der "Spiegel" zudem über gravierende Serviceprobleme bei der Lufthansa berichtet (Bezahlatikel). (mize/pm)



36 Kommentare

#1 mesonightAnonym
  • 11.06.2022, 07:37h
  • Für mich ist das Pinkwashing! Warum sonst werden nur Flughäfen innerhalb Europas angesteuert? Viele Firmen, die im Pride Month ihr Logo in Regenbogenfarben zeigen, tun dies nur im Western, reines Prestige.
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#2 SaftschubseAnonym
#3 MesonightAnonym
#4 JaydenAnonym
  • 11.06.2022, 10:14h
  • Ich denke, man kann das jetzt Pinkwashing nennen oder nicht. Immerhin kommt rüber, dass das Unternehmen queerfreundlich ist. Gibt sicherlich auch andere Unternehmen, die Queerpeople nicht so gerne sehen und sie zahneknirschend dulden. Zu wissen, dass man dort aber keine Diskriminierung zu erwarten hat, finde ich sehr wertvoll. Auserdem muss bei allem Pinkwashing auch immer noch sehen, dass das immer ein Risiko für ein Unternehmen ist, so scheiße wir das auch finden. Lufthansa hat grundsätzlich Probleme, jetzt auch noch die Queerfeindlichen gegen sich zu haben, ist da sicher alles andere als eine gute Marketing Strategie. Denn es ist nun mal si, wie es ist: die Gesellschaft ist heteronormativ und viele haben trotz aller Toleranz noch ein Problem damit, wenn man turtelnd an ihnen vorbeiläuft bzw. sie uns nur ansehen brauchen.
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#5 StaffelbergblickAnonym
  • 11.06.2022, 11:20h
  • oh hier waren wieder die "queer-fantastischen" Marketing-Expert*innen am Werk. Die Fluggesellschaften, insbesondere auch die Lusthansa stecken in Herausforderungen .. und da hilft es natürlich auf den "PRIDE"-Marketplace aufzuspringen um werbewirksam an potenzielle Kundschaft zu kommen. Merchandising as usual.
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#6 Gnurfel42Anonym
  • 11.06.2022, 11:30h
  • Das Wort »Lovehansa« ist 100% zum Fremdschämen. Nein, ich rede nicht davon, dass es albern klingt. Es geht um die Sache. Es gibt Aromantische, und die haben es nicht so mit der Liebe, schon gar nicht der romantischen. Es ist möglich, dass ein Mensch sein ganzes Leben lang nicht liebt oder keine romantische Anziehung fühlt, und trotzdem fehlt ihm nichts. Ich bin so jemand. Das Wort Lovehansa reproduziert damit leider unterschwellig Amatonormativität, also den Aberglauben, alle Menschen, ja, selbst alle LGBTQs (!) streben in irgendeiner Form eine (meist romantische) Liebesbeziehung an bzw. fühlen sich auf »natürliche« Weise zu einer solchen hingezogen. Das ist aber nicht die Realität aller Menschen, und erst Recht nicht meine Lebensrealität. Lufthansa reproduziert Amatonormativität, genau jetzt, und ausgerechnet als Zeichen für Pride. AUTSCH!

    Solange die LGBTQ-Bewegung lediglich mit »Liebe« in Verbindung gebracht wird, als wäre die Liebe das eigentliche Ziel, wird der eigentliche Kern der Sache nämlich Emanzipation und Anerkennung völlig übersehen. Wer behauptet, es ginge nur um die Liebe, macht eine unzulässige Verkürzung.
    Damit ist dieses Wort absolut kontraproduktiv. Das Wort »Lovehansa« hätten es daher nie benutzen dürfen. Ich vermute hier keine böse Absicht, sondern nur Inkompetenz. Das macht es aber nicht besser.

    Zum Regenbogen und zu Pinkwashingvorwürfen äußere ich mich jetzt mal nicht, das Thema wurde schon so oft durchgekaut, ich denke, ihr kennt die Argumente ja schon. ;-)
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#7 DestroyaAnonym
#8 offensichtlichAnonym
  • 11.06.2022, 11:48h
  • Antwort auf #1 von mesonight
  • Ganz einfach: Sicherheitsgründe !

    In Ländern mit hoher queerfeindlichkeit ist die Wahrscheinlichkeit das sich jemand an einer entsprechenden Aufmachung stört nun mal ungleich höher - und das ist gerade in einem Flugzeig nachvollziehbar schlicht zu gefährlich.
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#9 AnonymAnonym
  • 11.06.2022, 12:00h
  • Antwort auf #6 von Gnurfel42
  • Vielleicht sollten die Lufthansa dann "Lovehansa und das gilt auch für die Aromantischen und für alle anderen, die sich nicht angesprochen fühlen".

    Meine Güte, man kann es aber auch übertreiben.
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#10 Mann wundert sichAnonym
  • 11.06.2022, 12:02h
  • Ganz gleich, wer was macht: Immer ist es falsch! Warum müssen einige ständig versuchen, der Welt ihr eigene, offenbar grenzenlose Unzufriedenheit überzustülpen? Wie wäre es, sich einfach mal an einem kleinen, bunten Lichtblick in düsteren Zeiten zu erfreuen?
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