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Gesundheit

WHO: Hohe Wirksamkeit von Pockenimpfung gegen Affenpocken

Laut der Weltgesundheitsorganisation schützt die früher übliche Pockenschutzimpfung zu 85 Prozent auch vor Affenpocken. Ein gezielter Impfstoff steht ab dem 15. Juni in Deutschland bereit.


Symbolbild: Spritze mit Impfstoff (Bild: KlausHausmann / pixabay)

Die früher übliche Pockenschutzimpfung ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu 85 Prozent wirksam gegen eine Infektion mit Affenpocken. Das berichtete sie am Samstag in Genf unter Berufung auf Studien. Die routinemäßige Pockenimpfung wurde gestoppt, nachdem die Pocken 1980 als ausgerottet erklärt wurden.

Zu Todesfällen durch die Affenpocken könne es vor allem bei kleinen Kindern und Menschen mit angegriffenem Immunsystem kommen, etwa durch eine HIV-Infektion, berichtete die WHO. Außerhalb Afrikas wurden seit den ersten bekannt gewordenen Fällen Mitte Mai keine Todesfälle gemeldet. Mehr als 90 Prozent der Infizierten erholten sich nach Studien vollständig, unabhängig davon, ob sie gegen Pocken geimpft waren oder nicht.

1.285 Fälle außerhalb Afrika, davon 165 in Deutschland

Die Zahl der seit Mai gemeldeten Fälle von Affenpocken in Ländern außerhalb Afrikas steigt weiter. Die WHO meldete am Samstag 1.285 Fälle – bezog sich aber auf den Stand vom 8. Juni. Allein in Deutschland waren seitdem Dutzende weitere Fälle gemeldet worden. Das Robert Koch-Institut nannte am Freitag 165 Fälle aus neun Bundesländern. Betroffen sind nach WHO-Angaben mindestens 28 Länder außerhalb Afrikas. Aus acht afrikanischen Ländern, wo die Krankheit teils seit Jahrzehnten bekannt ist, seien seit Jahresbeginn gut 1.500 Verdachtsfälle gemeldet worden. 72 Betroffene seien gestorben.

Die WHO geht davon aus, dass die Affenpocken womöglich schon seit Wochen unentdeckt in Ländern außerhalb Afrikas zirkulierten. Sie betrachtet aber das Risiko einer weltweiten Ausbreitung als moderat.

Stiko empfiehlt Teilen der Community Impfung

In Berlin hat die Ständige Impfkommission (Stiko) am Donnerstag eine Impfung empfohlen für Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten, sowie für bestimmte "Risikogruppen". Dazu gehören Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben (queer.de berichtete). Auch Personal von Speziallaboratorien komme unter Umständen für eine vorsorgliche Impfung infrage.

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) steht ab dem 15. Juni Impfstoff bereit. (cw/dpa)

Twitter / Karl_Lauterbach
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#1 WadimAnonym
#3 PockywayAnonym
  • 13.06.2022, 00:06h
  • Es ist mir ohnehin unverständlich, warum die Pockenimpfungen überhaupt eingestellt wurden. Ok, sie wurden zwar in freier Wildbahn ausgerottet, aber man wusste bereits bei der Einstellung dieser Impfung, dass sich die Supermächte für ihre Labore etliche Pockenstämme gesichert haben, um sie im Zweifelsfall als biologischen Kampfstoff reaktivieren bzw. weiterentwickeln zu können. Insofern hätte man allein diesbezüglich schon vorausschauender agieren müssen.
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