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USA
Idaho: Neonazis wollten LGBTI-Fest angreifen – 31 Festnahmen
In Coeur d'Alene im US-Bundesstaat Idaho versammelte sich eine "kleine Armee" maskierter Personen, um das jährliche Festival "Pride in the Park" zu attackieren. Die Polizei schritt rechtzeitig ein.
- 12. Juni 2022, 11:27h 2 Min.
Die US-Polizei hat 31 Angehörige einer rechtsextremen Gruppe festgenommen, die eine Attacke auf eine Pride-Veranstaltung im Bundesstaat Idaho geplant haben sollen. Ein Anwohner habe die Beamt*innen zunächst informiert, dass eine "kleine Armee" sich auf einem Hotelparkplatz versammelt habe und in einen Lastwagen steige, sagte Lee White von der Polizei in Coeur d'Alene bei einer Pressekonferenz am Samstag (Ortszeit). Wenige Minuten später sei der Truck angehalten und die Gruppe festgenommen worden – noch bevor sie ihre Pläne in die Tat habe umsetzen können.
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"Sie kamen, um in der Innenstadt zu randalieren", sagte White. In der Stadt mit rund 55.000-Einwohner*innen fand am Samstagnachmittag die jährliche Veranstaltung "Pride in the Park" der North Idaho Pride Alliance statt. Ersten Ermittlungen zufolge hatten die Festgenommenen mindestens eine Rauchgranate sowie eine Art Einsatzplan dabei. Es handele sich um Bürger aus verschiedenen US-Bundesstaaten. Sie seien maskiert gewesen, hätten khakifarbene Hosen getragen sowie Schilde und weitere Ausrüstung im Gepäck gehabt.
/ NoLieWithBTC | Video der FestnahmeNEW: A U-Haul with masked neo-Nazi white supremacists was pulled over near a Pride event in Idaho an officer said they were detained en masse on suspicion of conspiracy to riot and had weapons in the truck, per @thedailybeast. pic.twitter.com/ZYVOevggPG
No Lie with Brian Tyler Cohen (@NoLieWithBTC) June 11, 2022
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Das queere Parkfest verlief friedlich und ohne Zwischenfälle. Auf Facebook rief die North Idaho Pride Alliance jedoch zu Vorsicht auf dem Nachhauseweg auf.
Festgenommene gehören zu "Patriot Front"
Die Festgenommenen gehören nach Angaben der Ermittler*innen der Gruppe "Patriot Front" an. Diese sei in Folge des Neonazi-Aufmarsches in Charlottesville vor rund fünf Jahren entstanden, schreibt die in den USA ansässige Antidiskriminierungs-Organisation ADL. Damals wurden eine Frau getötet und zahlreiche Menschen verletzt, als ein Rechtsextremist mit seinem Auto in eine Gruppe Gegendemonstrant*innen fuhr. Nach ADL-Angaben sind Mitglieder der Patriot Front von der Ideologie der Vorherrschaft von Weißen überzeugt (White Supremacy). (cw/dpa)
















