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USA

Idaho: Neonazis wollten LGBTI-Fest angreifen – 31 Festnahmen

In Coeur d'Alene im US-Bundesstaat Idaho versammelte sich eine "kleine Armee" maskierter Personen, um das jährliche Festival "Pride in the Park" zu attackieren. Die Polizei schritt rechtzeitig ein.


Ein Reporter postete auf Twitter ein Bild der Festnahme (Bild: Kyle Simchuk / twitter)

Die US-Polizei hat 31 Angehörige einer rechtsextremen Gruppe festgenommen, die eine Attacke auf eine Pride-Veranstaltung im Bundesstaat Idaho geplant haben sollen. Ein Anwohner habe die Beamt*innen zunächst informiert, dass eine "kleine Armee" sich auf einem Hotelparkplatz versammelt habe und in einen Lastwagen steige, sagte Lee White von der Polizei in Coeur d'Alene bei einer Pressekonferenz am Samstag (Ortszeit). Wenige Minuten später sei der Truck angehalten und die Gruppe festgenommen worden – noch bevor sie ihre Pläne in die Tat habe umsetzen können.

Direktlink | Die Pressekonferenz der Polizei
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"Sie kamen, um in der Innenstadt zu randalieren", sagte White. In der Stadt mit rund 55.000-Einwohner*innen fand am Samstagnachmittag die jährliche Veranstaltung "Pride in the Park" der North Idaho Pride Alliance statt. Ersten Ermittlungen zufolge hatten die Festgenommenen mindestens eine Rauchgranate sowie eine Art Einsatzplan dabei. Es handele sich um Bürger aus verschiedenen US-Bundesstaaten. Sie seien maskiert gewesen, hätten khakifarbene Hosen getragen sowie Schilde und weitere Ausrüstung im Gepäck gehabt.

Twitter / NoLieWithBTC | Video der Festnahme
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Das queere Parkfest verlief friedlich und ohne Zwischenfälle. Auf Facebook rief die North Idaho Pride Alliance jedoch zu Vorsicht auf dem Nachhauseweg auf.

Festgenommene gehören zu "Patriot Front"

Die Festgenommenen gehören nach Angaben der Ermittler*innen der Gruppe "Patriot Front" an. Diese sei in Folge des Neonazi-Aufmarsches in Charlottesville vor rund fünf Jahren entstanden, schreibt die in den USA ansässige Antidiskriminierungs-Organisation ADL. Damals wurden eine Frau getötet und zahlreiche Menschen verletzt, als ein Rechtsextremist mit seinem Auto in eine Gruppe Gegendemonstrant*innen fuhr. Nach ADL-Angaben sind Mitglieder der Patriot Front von der Ideologie der Vorherrschaft von Weißen überzeugt (White Supremacy). (cw/dpa)



#1 KopfschüttelAnonym
  • 12.06.2022, 14:25h
  • Das ist also die Saat von Trump's Regentschaft unter dem Deckmantel der Meinungs-, Religionsfreiheit und des Waffenrechts.
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#2 LothiAnonym
#3 ursus
  • 12.06.2022, 17:55h
  • "Damals wurden eine Frau getötet und zahlreiche Menschen verletzt, als ein Rechtsextremist mit seinem Auto in eine Gruppe Gegendemonstrant*innen fuhr."

    Ich habe schon den Gesetzentwurf erwähnt, den die Republikanische Partei in Oklahoma als Reaktion darauf vorgelegt hat: Solche Auto-Attentate sollen nach deren Willen künftig straffrei gehalten werden. Es gibt da nichts zu verharmlosen. Die Republikanische Partei will rechtstextremen Terror ganz offiziell legalisieren.

    Rechtsextremer Terror fällt nicht vom Himmel. Er wird von einer der beiden großen Parteien der USA gezielt gefördert.

    Ich wundere mich nur, wie wenig Sorge in Deutschland eigentlich davor herrscht, dass die Demokratie in den USA möglicherweise nur wenige Jahre von ihrer Abschaffung entfernt ist. Hat der 6. Januar wirklich nicht gereicht?
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#4 Miguel53deProfil
#5 DQ24Anonym
  • 12.06.2022, 22:12h
  • Hab lange in Idaho gelebt, Erinnere mich noch gut an die Zeiten, wo Homosexuelle von der Polizei verfolgt, deren Namen im Idaho Statesman veröffentlicht wurden, und die Betroffenen Jobs, Kirchenmitgliedschaft (Mormonen, Katholiken, Evangelikale), und oft auch Familie und Freunde verloren hatten. Oft sah die Polizei grinsend zu, wenn wieder einmal am Ricks College Homosexuelle verhaftet wurden.
    Anscheinend hat sich die rechte Gesinnung der Polizei von damals etwas verbessert.
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#6 NichtNurAnonym
  • 12.06.2022, 22:21h
  • Antwort auf #3 von ursus
  • ich "folge" ein paar Vloggerinnen auf ihrer Weltreise mit Motorrad und ATV. Hauptsächlich weil ich es gesundheitlich und finanziell nicht mehr kann.
    Kürzlich ist eine über Laredo in die USA; üble Sache; detained, handcuffed, über Stunden befragt, peinlich und sehr intim untersucht.
    Einziger möglicher Grund ihr Reisepass; gut, man weiß ja daß manche Stempel "Reaktionen" auslösen, Aber das fand ich erschreckend.
    So aufgelöst wie sie war glaube ich ihr die Geschichte, und andere Berichte, auch von US-Seite stützen das,
    Klar, ich habe, wie manche unsere Monteure zwei Reisepässe, aber das ist doch eigentlich wirklich übel.
    Ich hoffe eine andere, gerade in Mexiko auf der Pan hat weniger Schwierigkeiten.
    Ich überlege gerade wirklich ob ich noch in die USA möchte oder mich ggf. auf Kanada beschränke, obwohl das auch dumm laufen kann.
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#7 ursus
  • 12.06.2022, 23:23h
  • Antwort auf #4 von Miguel53de
  • Danke für den Link. Ich folge Thomas Zimmer jetzt schon eine Weile und kann das nur allen empfehlen, die sich kritisch mit der aktuellen politischen Situation in den USA beschäftigen wollen. Ich bin alles andere als ein USA-Kenner und kann deshalb nicht hundertprozentig einordnen, wie umstritten seine teils recht radikalen Analysen evtl. sind, aber ich finde sie augenöffnend.
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#8 LothiAnonym
  • 13.06.2022, 07:13h
  • Antwort auf #7 von ursus
  • Meine Reisen in die USA beschränkten sich bis Ende der 90er Jahre nur auf Kalifornien San Francisco. Und ich darf sagen alle Reisen verliefen problemlos. Das hatte aber überwiegend damit zu tun, weil ich mich durch meine amerikanischen Freunde sehr gut aufgehoben gefühlt hatte. Zudem kann ich nicht Auto fahren, da kein Führerschein. In den USA ist es ratsam Auto fahren zu können. Dadurch ist man unabhängiger.
    Ich lernte zudem nur freundliche Menschen kennen, die sehr Gastfreundlich waren.
    Ist man fremd im Land sind die meisten Amerikaner freundlich, denn sie wissen ja, man bleibt nur für kurze Zeit.
    Hier und heute würde ich jederzeit wieder einen Trip nach Kalifornien unternehmen.
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#9 LorenProfil