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"Prout Performer"

Hendrik Streeck als queere Führungskraft geehrt

Im Zuge der Corona-Krise wurde der fesche Virologe Hendrik Streek einer der bekanntesten Wissenschaftler im deutschen TV: Der offen schwule Professor führt nun die Prout-Executives-Liste an. Auch andere queere Promis wurden geehrt.


Hendrik Streeck ist der proudeste und outeste unter den Executives (Bild: Marcus A. Harzem / flickr)
  • 13. Juni 2022, 11:59h 44 3 Min.

Die Stiftung Prout At Work hat am Montag seine "Prout Performer 2022" vorgestellt. Dabei belegen unter anderem Virologe Hendrik Streek und der Queerbeauftragte Sven Lehmann die ersten Plätze in insgesamt sieben Kategorien. Mit der Auszeichnung werden seit mehreren Jahren hauptsächlich queere Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Leben geehrt, die sich für die Belange queerer Menschen stark machen "und so selbst zu Vorbildern werden", wie die Stiftung erklärte.

In der Kategorie "Prout Executives" liegt der offen schwule Virologe Hendrik Streeck den ersten Platz. Der 44-Jährige ist Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn und Co-Direktor des Zentrums für HIV und Aids. 2019 wurde er zum Chef des Kuratoriums der Deutschen Aids-Stiftung gewählt (queer.de berichtete). Prout At Work würdigte Streeck mit den Worten: "Er tritt öffentlich und am Universitätsklinikum für Meinungs- und Diskussionsvielfalt ein und ist ein Global Health Champion im Kampf gegen HIV und Aids, Diskriminierung und Stigmatisierung."

Auf Platz zwei landete die lesbische Managerin Christiane Scholz, die Vorstandschefin des Heidenheimer Verpackungsherstellers Edelmann Group. Platz drei belegt Nico Hofmann, der offen schwule Chef des Filmunternehmens Ufa.

Grüne bei Politik-Auszeichnung vorn

In der Kategorie "Prout Politicans" führen drei Politiker*innen der Grünen die Liste an: Den ersten Platz belegt der Queerbeauftragte Sven Lehmann. Auf Platz zwei folgt die grüne Bundestagsabgeordnete Tessa Ganserer, die wegen ihrer Transidentität zuletzt von AfD und Feministinnen scharf attackiert wurde. Bronze geht an die queere Europaabgeordnete Terry Reintke. Danach folgt auf Rang vier der offen schwule Sozialdemokrat Falko Drossmann.

/ JurgenLenders | Auch der FDP-Politiker Jürgen Lenders ist auf der Liste aufgeführt
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Die Gewinner*innen der anderen Kategorien: Bei "Prout in SMEs" (kleine und mittelständische Unternehmen) liegt Christoph Kruse, der Gründer und Geschäftsführer des Berliner Unternehmens-Softwareanbieters Bookingkit, vorne. Bei "Prout in Media, Art, Culture" siegt der amtierende Mister Gay Germany Max Appenroth, der als erster trans Mann diesen Schönheitswettbewerb gewann (queer.de berichtete). In der Kategorie "Prout in the public service" (öffentlicher Dienst) wird die offen lesbische Verfassungsrichterin Susanne Baer ausgezeichnet. In der "Prout Voices"-Kategorie hat der offen schwule Manager Nikita Branov die Nase vorne – er ist Executive Assistant to Chief Human Resources Officer bei der Metro AG.

Bahnchef als Ally ausgezeichnet

Zudem wurde der Preis für den besten "Executive Ally", also den größten Verbündeten in der Wirtschaft, vergeben. Hier erhält Richard Lutz, der Vorstandschef der Deutschen Bahn, die Goldmedaille. Der Betriebswirt und Manager setze sich "dafür ein, dass alle Mitarbeitenden unabhängig von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität ihre Kompetenzen diskriminierungsfrei einbringen können und Inklusion und Chancengleichheit bei der Bahn als selbstverständlich gelebt werden", so Prout At Work.

/ proutatwork

"Diverse Teams machen ein Unternehmen erfolgreicher", so begründete Albert Kehrer, einer der Gründer von Prout At Work, die Notwendigkeit der Auszeichnung. Neben Geschlecht, Alter, Herkunft, körperlichem Vermögen, Religion etc. seien sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität zwei der Merkmale, die die Vielfalt in einem Unternehmen ausmachten. "Dafür müssen die Führungskräfte aber zunächst einmal die Bedingungen herstellen, dass Vielfalt auch gelebt werden kann.", erklärte Kehrer. "Denn nur wer sich nicht verstecken muss, kann sein Potenzial voll entfalten."

Kehrer verwies dabei auf die Studie "Out im Office?!" aus dem Jahr 2017. In dieser wurde festgestellt, dass fast 30 Prozent der queeren Beschäftigten am Arbeitsplatz ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität geheim halten (queer.de berichtete). (dk)

26.05.25 | Aufstieg für Bundestags-Einsteiger
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27.09.24 | "Emotionale Konsequenz der vergangenen Jahre"
Darum zieht es Hendrik Streeck in den Bundestag
-w-

#1 Pride
  • 13.06.2022, 14:26h...
  • Der "fesche Virologe" ist in seinem Fach am wenigsten glaubhaft bezüglich Corona gewesen.
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#2 Lars3110
  • 13.06.2022, 15:28h
  • Und er war auch der Ruhepol in dem ganzen Corona-Wahn. Er hat gut erklärt, was man weiß, und was man nicht weiß. Rückwirkend war er einer derjenigen, der die Weitsicht hatte und die Situation vorausgesagt hat, die wir jetzt haben - mit dem Virus leben, Zero Covid als falsche Strategie, Konzentration auf den Schutz der vulnerablen Gruppen.
    Ich habe mich bei ihm gut aufgehoben gefühlt und er ist letztendlich auch verdient im Experten- und im Sachverständigenrat, trotz all dieser unverständlichen Angriffe auf ihn.
    Ich erinnere mich an eine Podiumdiskussion zwischen Markus Lanz und Jan Böhmermann, in der Böhmermann allen Ernstes gefordert hat, dass Hendrick Streeck nicht mehr im ÖRR erscheinen dürfte wegen angeblicher false balance.
    Ich finde es toll, dass Hendrick Streeck sich auf dieses Niveau nicht herabgelassen hat.
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#3 AtreusEhemaliges Profil
  • 13.06.2022, 15:38h
  • Einen Trumpisten, der mit Richard Grenell gut Freund ist und sich nicht von der menschenfeindlichen, rechtsradikalen und transverfolgenden Partei der Republikaner distanziert, die Verschwörungstheorien über die Wahl verbreitet, zum stolzen Vorbild der sog. Community zu erklären, finde ich einigermaßen gestört und verstörend. Von seinen verunglückten und widersprüchlichen Auftritten bzgl. Corona ganz zu schweigen.
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