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Polizeibericht

Zwei queer­feindliche Übergriffe in Berlin-Neukölln

Am Sonntag ist es offenbar zu zwei Attacken aus Hass auf queere Menschen gekommen. Beide Angriffe ereigneten sich nahe des U-Bahnhofs Leinestraße.


Beide Vorfälle ereigneten sich fast am selben Ort (Bild: Ingolf / wikipedia)

  • 13. Juni 2022, 12:39h 3 2 Min.

In der Nacht vom Sonntag auf den Montag soll nach Polizeiangaben eine 30-jährige diverse Person im Berliner Ortsteil Neukölln von vier unbekannten Männern queer­feindlich beleidigt und mit einem Pflasterstein beworfen worden sein. Laut einer Zeugin ereignete sich dieser Vorfall gegen 0.20 Uhr, kurz vor dem Eingang zum U-Bahnhof Leinestraße, in den sie und die vom Stein am Oberarm getroffene Person anschließend schutzsuchend geflüchtet seien. Die Tatverdächtigen hätten sich demnach in unbekannte Richtung entfernt. Die Polizei gab weiter bekannt, dass die verletzte Person trotz erlittener Schmerzen am Arm eine ärztliche Versorgung abgelehnt habe.

Mit einem stationären Aufenthalt endete hingegen eine Auseinandersetzung am Sonntagnachmittag unweit des U-Bahnhofs Leinestraße, in der Okerstraße. Dort soll ein 30-Jähriger aus einer Gruppe unbekannter Männer heraus gegen 16.30 Uhr zunächst verspottet und homophob beleidigt worden sein. Nachdem dieser daraufhin seine mitgeführte Bierflasche zu Boden geworfen haben soll und der Gruppe den Rücken kehrte, soll diese ihm gefolgt sein. Anschließend sollen einzelne junge Männer den 30-Jährigen durch Faustschläge gegen den Kopf attackiert haben, so dass dieser zu Boden ging. Die Tatverdächtigen seien anschließend geflüchtet. Alarmierte Rettungskräfte brachten den am Kopf verletzten Mann schließlich in ein Krankenhaus.

Staatsschutz ermittelt

In beiden Fällen ermittelt nun – wie in Fällen von vermuteter Hasskriminalität üblich – der Polizeiliche Staatsschutz. Ob und inwiefern die Tatverdächtigen dieselben sind, sei Teil der noch andauernden Ermittlungen. Nährere Angaben zu den mutmaßlichen Täter machte die Polizei wie immer bei ihren Erstmeldungen nicht.

Aus der Bundeshauptstadt gibt es regelmäßig Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Berliner Polizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (pm/cw)

-w-

#1 OchNöAnonym
  • 13.06.2022, 21:23h
  • Praktisch immer das identische Bild:
    aus der Gruppe oder Überzahl heraus wird attackiert und dann geflüchtet.

    Was stimmt mit diesen Menschen nicht?
    Aus dem Umstand der Flucht könnte man ja auf ein rudimentäres Unrechtsempfinden gegenüber der Tat schließen aber welchen Grund hätte man dann diese zu begehen?

    Ich ziehe doch auch nicht los, ggf. noch betrunken, um heteros zusammenzuschlagen. Man stelle sich das nur in der Presse vor: queere Horde zieht marodierend durch die Innenstadt, schlägt harmlose Passanten zusammen und flüchtet. So große Buchstaben könnte nicht einmal die Bild für Überschriften nutzen. Und Frau A.S. hätte wahrscheinlich instant multiple ob der Unterstützung ihrer Position.
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#2 LothiAnonym
  • 14.06.2022, 08:34h
  • Antwort auf #1 von OchNö
  • Ich habe da schon ein zusammenhängendes Bild vor mir von dieser gewaltbereiten und gleichsam feigen Gruppe. Zum einen geschehen diese Übergriffe vermehrt in Berlin-Neukölln auf und zum anderen zumeist mit dem gleichen Muster. Es wird erst gepöbelt aus der Gruppe heraus und dann geschlagen. Danach rennen die Täter weg. Den Rest verbietet mir die Netiquette.
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#3 aux_Anonym
  • 14.06.2022, 14:30h
  • Antwort auf #1 von OchNö
  • >>"... queere Horde..."

    Der Gedanke marodierenden Ungehorsams wird immer wichtiger.

    Wenn man nur 5% der Menschheit in Ansatz bringt, sind wir mit knapp 400 Millionen Individuen der drittgrößte Staat von Terra, hinter Indien, vor den USA.

    Deswegen ist unsere Unterdrückung so wichtig.
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