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Vergleich von trans Kindern mit Hitler-Jugend
Republikaner will Eltern, die ihre trans Kinder akzeptieren, hinrichten lassen
Ein US-Kongresskandidat hat sich dafür ausgesprochen, queere Akzeptanz als Bedrohung der nationalen Sicherheit einzustufen. Dafür müsse die Todesstrafe verhängt werden. Ein Viertel seiner Partei steht hinter ihm.
- 15. Juni 2022, 08:19h 3 Min.
Der 42-jährige Republikaner Mark Burns, ein Kandidat für den US-Kongress aus South Carolina, hat vergangene Woche mit einer martialischen Forderung in der Online-Sendung "The Stew Peters Show" für Entsetzen gesorgt: Der evangelikale Pfarrer sprach sich gegen die Akzeptanz von trans Menschen aus und erklärte, dass Eltern, die ihre trans Kinder in ihrer Geschlechtsidentität bestärkten, exekutiert werden sollten.
"Ich werde nicht nur dafür stimmen, dass sich diese Eltern wegen Kindesmissbrauchs verantworten müssen", so Burns. "Es gibt keine trans Kinder. Das sind Missbrauchseltern! Punkt." LGBT würden Kinder "groomen", so wie einst der deutsche Diktator Adolf Hitler die Jugend indoktriniert habe: "Das ist eine Wiederholung von Nazi-Deutschland 1922, als die Kinder indoktriniert wurden, bevor Hitler 1933 die Macht übernahm", behauptete der Politiker. "Das selbe geschieht jetzt in Amerika." Der Begriff "Grooming" wird im Englischen und auch im Deutschen für pädosexuelle Straftäter verwendet, die in Missbrauchsabsicht Kontakt zu Minderjährigen aufnehmen.
"Wir müssen [...] beginnen, Leute zu exekutieren"
Eltern wie auch schulische Lehrkräfte, die mit Kindern über LGBT-Themen redeten, seien eine "Bedrohung der nationalen Sicherheit" und wollten das Land "destabilisieren". Wenn er gewählt werde, werde er daher "Leute für Verrat an der amerikanischen Verfassung zur Rechenschaft ziehen". Dafür werde er das Komitee für unamerikanische Umtriebe wieder ins Leben rufen. Dieses Gremium war besonders für die Verfolgung von des Kommunismus verdächtigen Personen in der Nachkriegszeit berüchtigt. Burns weiter: "Wir müssen öffentliche Anhörungen durchführen und beginnen, Leute zu exekutieren, die schuldig befunden worden sind für verräterische Aktivitäten gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Genau wie sie es 1776 gemacht haben." 1776 ist das Gründungsjahr der USA, in dem sich die damaligen britischen Kolonien für unabhängig erklärt hatten.
/ ErinInTheMornThis is one of the scariest videos Ive seen.
Erin Reed (@ErinInTheMorn) June 14, 2022
I dont know what more to say.
Candidate Mark Burns (a Trump ally), running for SC-04, calls for the execution of lgbtq/trans people.
He uses grooming to justify.
He lays out exactly how it should be legally done.
Genocide. pic.twitter.com/uqJVPMYTMj
24 Prozent der Wahlkreis-Republikaner*innen stehen hinter Burns
Burns hatte sich bei den Republikanern um die Kandidatur für den US-Kongress in einem konservativen Wahlkreis in South Carolina beworben. Dabei wurde er auch von Ex-Präsident Donald Trump unterstützt. Zwar scheiterte er am Dienstag bei der Vorwahl im vierten Wahlkreis von South Carolina. Mit 24 Prozent der Stimmen schaffte er es aber auf den zweiten Platz unter vier Kandidaten. Bei seiner letzten Vorwahl-Teilnahme im Jahr 2018 hatte er nur zwei Prozent der Stimmen erhalten.
Mark Burns ist der Mitbegründer des christlichen Fernsehsenders NOW Television Network und machte sich vor allem als Fernsehprediger einen Namen. Das Nachrichtenmagazin "Time" beschrieb in als "Trumps Lieblingspastor". 2016 sprach er das offizielle Gebet während des Bundesparteitages der Republikaner. Dabei beschrieb er den damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump als "Mann Gottes" und Gegenkandidatin Hillary Clinton als "Feindin".
Auch wenn die verbalen Attacken von Burns nicht dem Mainstream der Republikaner entsprechen, hat die Oppositionspartei nach der Wahlniederlage von Donald Trump im Herbst 2020 eine regelrechte Kampagne gegen trans Menschen gestartet. Trans Frauen werden etwa als Gefahr für cisgeschlechtliche Frauen dargestellt (queer.de berichtete). In konservativen Bundesstaaten werden derzeit mehrere transfeindliche Gesetze auf den Weg gebracht, etwa in Texas. Dort will die Regierung Eltern von trans Kindern verfolgen lassen, die die Geschlechtsidentität ihrer Kinder akzeptieren (queer.de berichtete). (dk)

















doch bei diesem und seine Fascho Freunden kommen ausgelegte Bannanenschalen auf ner hohen Treppe immer oefters in meinen Gedanken vor... moege mir das heilige Spagettimonster solche Gedanken verzeihen....hompa (anstatt AMEN)