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Bericht

Elon Musks trans Tochter will Nachnamen wegen Vater ablegen

Nach transphoben Äußerungen ihres Vaters will eine Tochter von Elon Musk nicht nur ihren Vornamen loswerden, sondern auch den berühmten Nachnamen.


Die eigene Tochter ist offenbar kein großer Fan ihres multimilliardenteuren Papis (Bild: Daniel Oberhaus / flickr)

Eine trans Tochter von Elon Musk hat laut einem Bericht des Klatschportals TMZ im Frühjahr anlässlich ihres 18. Geburtstages die Änderung ihres Geschlechtseintrags sowie ihres Namens beantragt. Sie wolle fortan den Namen Vivian Jenna Wilson tragen – neben ihrem Vornamen will sie damit auch den Nachnamen Musk loswerden. Wie aus Gerichtsunterlagen (PDF) hervorgeht, reichte sie den Antrag am 18. April bei einem Gericht in Santa Monica (US-Bundesstaat Kalifornien) ein.

TMZ berichtet, dass Wilson darin als Grund für ihre Namensänderung angegeben habe: "Geschlechtsidentität und die Tatsache, dass ich nicht mehr wünsche, mit meinem biologischen Vater in irgendeiner Weise verbunden zu sein."

Bislang ist nichts über das Verhältnis des "Tesla"-Besitzers zu seiner trans Tochter bekannt. Elon Musk geriet jedoch in der Vergangenheit wegen als transfeindlich kritisierter Äußerungen unter Beschuss. So hatte er 2020 etwa auf Twitter geschrieben: "Personalpronomen sind scheiße" – dabei nahm er offenbar Bezug auf die Änderung der Pronomen für trans- oder nichtbinäre Menschen. Die Human Rights Campaign, die größte LGBTI-Organisation der USA, warf dem Multimilliardär daraufhin vor, mit populistischen Äußerungen die Sicherheit von trans Menschen zu gefährden. Außerdem gab es Kritik daran, dass ausgerechnet der reichste Mann der Welt Hass auf eine kleine, derzeit viel diskriminierte Gruppe anheize.

Der gebürtige Südafrikaner Elon Musk, der auch die kanadische und amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, hat sich in den USA ein Milliardenimperium aufgebaut. Er ist Gründer von Space X und besitzt den E-Autokonzern Tesla. Sein Vermögen wird auf 210 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Direktlink | Elon Musk besuchte im Mai mit seiner Mutter die Met Gala in New York
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Der bislang vier Mal verheiratete Musk ist Vater von acht Kindern, von denen eines an Plötzlichem Kindstod gestorben ist. Anlässlich des US-Vatertags am 19. Juni hatte der Tesla-Chef auf Twitter von seinem Nachwuchs geschwärmt: "Ich liebe alle meine Kinder so sehr."

Twitter / elonmusk
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Letzten Monat sorgte Musk auch für Aufsehen, als er sich für die Republikanische Partei der USA aussprach: "In der Vergangenheit habe ich die Demokraten gewählt, weil sie (meist) die freundliche Partei waren. Aber jetzt sind sie die Partei von Spaltung und Hass, so dass ich sie nicht länger unterstützen kann und republikanisch wählen werde."

Twitter / elonmusk

Die Äußerung wurde auch von LGBTI-Aktivist*innen scharf kritisiert, da die Republikanische Partei derzeit eine regelrechte Kampagne gegen LGBTI-Rechte führt. Erst am Wochenende beschlossen etwa die texanischen Republikaner bei einem Landesparteitag, dass Homosexualität eine "abnormale Lebensweise" sei (queer.de berichtete). Musk hatte den Hauptsitz von Tesla erst vor knapp einem Jahr von Kalifornien nach Texas verlegt. (dk)



11 Kommentare

#1 Good RiddanceAnonym
  • 21.06.2022, 14:01h
  • Verständlich; Musks Einstellung zu LGBTQI* war ja auch in seinem Gepeste bzgl. Netflix und deren "woke mind virus" deutlich zu lesen. Und jetzt feuert der feine Herr sicherlich "rein zufällig" Mitarbeiter:innen, die wohl zu "woke" oder zu liberal eingestellt sind:
    winfuture.de/news,130311.html


    Ich drücke seiner Tochter die Daumen, dass sie diesen Teil ihres Lebens unbeschadet hinter sich lassen kann - leider ist die Familie oftmals der schlimmste Feind, den mensch haben kann, insbesondere dann, wenn der männliche Teil seinen Hang zu Reaktionärem und Patriarchalen entdeckt oder ausleben will.
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#2 klar dochAnonym
  • 21.06.2022, 14:15h
  • Antwort auf #1 von Good Riddance
  • bei musk kommt halt vieles zusammen: antiqueer, protrumpistisch, enger freund von putin ...passt alles zueinander und ergibt ein etwas braunstichiges bildchen.
    und die verbrauchten batterien aus seiner autoproduktion lassen sich auch nicht umweltfreundlich entsorgen.
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#3 LorenProfil
  • 21.06.2022, 15:11hGreifswald
  • Das überhebliche und abschätzige Verhalten, dass dieser Mann gegenüber Politiker*innen und anderen Bürger*innen in Grünheide an den Tag gelegt hat, sagt mehr als tausend Worte über ihn und wohl auch andere Milliardäre auf diesem Planeten, die Demokratie, Marktregeln etc. für altmodischen Krimskrams halten und sich eine "Schöne Neue Welt" (Huxley) nach ihrem Gusto zusammenbasteln wollen. Gefährliche, elitäre Leute, deren Persönlichkeit mal wissenschaftlich anhand ihres beobachtbaren Verhaltens analysiert werden sollte; inkl. Veröffentlichung der Ergebnisse). Auch Peter Thiel scheint zu denen zu gehören.

    www.queer.de/detail.php?article_id=41292
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#4 MagsAnonym
#5 Alexander_FAnonym
  • 21.06.2022, 19:48h
  • Für so einen Vater würde ich mich auch schämen. Und das auch, wenn ich eine Hete wäre. Ich glaube, in einem Wettbewerb darum, wer der widerwärtigste, unnötigste und dümmste Mensch auf Erden ist, hat Musk wenig Konkurrenz. Seine Einstellung unsereinem gegenüber passt dazu nur zu gut.
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#6 Gnurfel42Anonym
  • 21.06.2022, 20:02h
  • YES!
    Und dann auch noch direkt am 1. Tag, an der das anscheinend legal möglich war. Zusätzlich gab es eine EXPLIZITE Distanzierung von Elon Musk persönlich. Also einen größeren Stinkefinger kann es eigentlich kaum noch geben.

    Boah, das freut mich gerade diebisch, dieser völlig überschätzte Pausenclown hat es mehr als genug verdient, in seine Schranken verwiesen zu werden. Der ist auch in anderer Hinsicht immer wieder negativ aufgefallen, gerade bei seinen ganzen Unternehmen, die zu großem Teil aus gigantischen Luftschloss-Versprechen bestehen und am Ende ist es doch nur ein Pups. Dies ist ein schwarzer Tag für alle Elon-Musk-Fans, und das ist auch gut so. :-)
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#7 DrMBAnonym
#8 PiakAnonym
  • 21.06.2022, 22:16h
  • Antwort auf #7 von DrMB
  • Vor allem, weil das Gegenteil wahr ist. Musk hat ziemlich viel gegen Putin unternommen und ist in seiner Wortwahl (Putins Leiche solle in der Sonne verbrennen) auch eher drastisch. Natürlich ist da auch viel Blödsinn und PR dabei: z.B. die Herausforderung zum Zweikampf um die Ukraine.
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#9 StrandgutAnonym
#10 Alexander_FAnonym
  • 22.06.2022, 13:27h
  • Antwort auf #9 von Strandgut
  • Ich sag mal so: zur Teilnahme qualifiziert wären ohnehin nur Arschlöcher mit weitreichendem Einfluss.
    Der wild um sich vögelnde Peter Pan, der Musk wäre, wenn er keine Milliarden geerbt hätte, hätte da wenig Chancen.
    Was Musk natürlich um den Titel bringen würde, ist, dass er bislang noch keinen Angriffskrieg angefangen bzw. mitunterstützt hat. Aber da er ja Trumpist ist, kann ja noch werden, was noch nicht ist.
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