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Sachsen

Studie zur Akzeptanz von LGBTI listet Handlungsbedarf auf

Insbesondere geschlechtliche Minderheiten fühlten sich im Freistaat Sachsen unwohl. Hier müsse die Politik mehr tun, so die Ergebnisse einer neuen Studie.


Katja Meier ist seit 2019 Sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons / wikipedia)

  • 22. Juni 2022, 09:00h 9 2 Min.

Eine nicht repräsentative Studie zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt in Sachsen macht Handlungsbedarf vor allem für Menschen deutlich, die sich nicht als Frau oder Mann definieren. Landesgleichstellungsministerin Katja Meier (Grüne) stellte am Mittwoch die Studie "Lebenslagen von Isbtiq* Personen in Sachsen" vor. Die Untersuchung wurde durchgeführt vom sozialwissenschaftlichen Institut Rauh Research Management.

Laut der Studie fühlt sich gerade mal ein Viertel der Befragten im öffentlichen Raum sicher. Fast die Hälfte hat in den vergangenen fünf Jahren Beleidigungen, Bedrohungen oder Übergriffe erfahren. Viele Befragte beklagen zudem mangelnde Chancengerechtigkeit bei Ämtern und Behörden und attestieren der Politik, zu wenig für die Verbesserung der Lebenssituation queerer Menschen zu tun.

Probleme gebe es insbesondere im Umgang mit Polizei und Justiz. Hier berichteten fast zwei Drittel der Befragten von negativen Erfahrungen.


Auch beim Coming-out innerhalb der Familie berichteten viele von negativen Erfahrungen. Ein Zehntel erlebte deshalb sogar körperliche Gewalt.


Mit der Lebenslagenstudie liege erstmals ein umfassendes Bild über die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Sachsen vor, erklärte Studienleiterin Christina Rauh. Es gebe eine vergleichsweise hohe Lebenszufriedenheit unter lesbischen, schwulen und bisexuellen Befragten. Doch deutlich unzufriedener seien trans- und intergeschlechtliche Menschen und solche, die sich weder als eindeutig männlich noch als eindeutig weiblich identifizieren. Rauh sieht Handlungsbedarf vor allem auf drei Gebieten: dem Schutz dieser Menschen vor Übergriffen, mehr Unterstützung bei der Familiengründung und Aufklärung schon in der Schule.

Die in der Untersuchung gesammelten Ergebnisse würden dabei helfen, konkrete und zielgenaue Maßnahmen umzusetzen, erklärte Meier im Vorwort der Studie. Im Herbst werde der Landesaktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen fortgeschrieben. An der Studie hatten sich im Zeitraum November 2021 bis Januar 2022 knapp 1.500 Menschen beteiligt. (dpa/cw)

-w-

#1 SchleicheR74
  • 22.06.2022, 11:28h
  • 1. Platz - Polizei und Justiz... da stellen sich mir die Haare auf...
    Das ist Staatsversagen auf ganz hohem Niveau!
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#2 Lucas3898Anonym
  • 22.06.2022, 11:48h
  • Antwort auf #1 von SchleicheR74
  • Habe die Studie mal überflogen und da noch weitere interessante Punkte entdeckt.
    z.B.

    Abbildung 34: Bundesweiter Vergleich der Anzeigequoten von lsbtiq* Opfern (S. 112)

    35% BW
    32% BB
    26% SH
    25% RP
    25% MV
    7% Sachsen
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#3 KopfschüttelAnonym
  • 22.06.2022, 11:49h
  • Sachsen? Was für eine Überraschung...
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