Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?42393

"Wichtiges Signal"

Köln beschließt Förderprogramm für LGBTI

Die Stadt Köln will Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung queerer Menschen besser bekämpfen. Ein Förderprogramm soll dabei helfen.


Blick von Köln-Deutz auf den Dom (Bild: Harry Traber / flickr)
  • 22. Juni 2022, 14:01h, noch kein Kommentar

Zum Start des zweiwöchigen Cologne Pride hat der Kölner Rat erstmals ein Förderprogramm des Ratsbündnisses aus Grünen, CDU und Volt für Projekte beschlossen, die zum Abbau von Diskriminierung gegen lesbische, schwule, bisexuelle, trans- oder intergeschlechtliche Menschen beitragen sollen. Ziel dieses 80.000 Euro schweren einmaligen Förderprogramms ist es, Projekte Dritter zu unterstützen, die zur Gewaltprävention und zum Abbau von Diskriminierung im Bereich LGBTI dienen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2019 identifizieren sich 10,6 Prozent der Kölner Bevölkerung als LGBTI (queer.de berichtete).

Das Förderprogramm soll dazu beitragen, Ungleichbehandlungen abzubauen – sei es zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz oder auf der Straße. "Trotz der gestiegenen gesellschaftlichen Akzeptanz werden auch in Köln queere Menschen viel zu oft Opfer von Diskriminierung und Gewalt. Gerade im Pride Month und mitten im Cologne Pride ist der Beschluss für dieses Förderprogramm ein wichtiges Signal", erklärte dazu Floris Rudolph, der queerpolitischer Sprecher der Grünen, der größten Fraktion im Kölner Rat. "Niemand soll seine sexuelle Orientierung verstecken müssen, niemand soll Angst haben, seine Geschlechtsidentität offen zu zeigen und zu leben. Mit dem Förderprogramm wirken wir Gewalt und Ausgrenzung entgegen."

Gefördert werden Projekte in Köln, die sich Gewaltprävention oder den Abbau von Diskriminierung im Bereich LSBTI zum Ziel gesetzt und einen Bezug zum LSBTI-Aktionsplan der Stadt Köln haben. Auf Antrag können sie eine Förderung zwischen 500 und maximal 10.000 Euro erhalten.

Anträge bis 15. August

Weitere Fördervoraussetzungen sowie die Antragsformulare sind über die Fachstelle LSBTI im Amt für Integration und Vielfalt der Stadt erhältlich. Natürliche Personen, Vereine, Initiativen, Gruppen und Schulen können ihre Projektanträge für die erste Antragsphase bis spätestens zum 15. August einreichen.

Mit der Einführung dieses Förderprogramms wird eine Maßnahme des städtischen LGBTI-Aktionsplans umgesetzt, die der Rat der Stadt Köln unter dem Titel "Selbstverständlich unterschiedlich: Aktionsplan der Stadt Köln zur Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt" im Dezember vergangenen Jahres verabschiedet hat. Der Aktionsplan bündelt erstmals mehr als 160 Maßnahmen der Stadt Köln mit queerem Bezug, darunter bereits laufende sowie künftige Projekte.

Um Maßnahmen aus dem LGBTI-Aktionsplan umzusetzen, hat der Stadtrat im aktuellen Haushalt einmalig finanzielle Mittel in einer Höhe von insgesamt 200.000 Euro bereitgestellt. Neben dem Förderprogramm sind zwei Plakat-Kampagnen sowie der Ausbau von internen Schulungen zur Sensibilisierung von städtischen Mitarbeitenden zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt geplant. (pm/dk)