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Transphobe Autorin

J. K. Rowling fällt auf "geschmacklosen" Selenskyj-Streich herein

Zwei russische Komiker haben die transphobe Autorin getäuscht. Angeblich sollte sie in einem Videoanruf mit Wolodymyr Selenskyj reden, was sie aber nie tat. Die staatstreuen Komiker sprachen sie auch auf queere Themen an.


J.K. Rowling ist offenbar ein Zielobjekt russischer Propaganda (Bild: Executive Office of the President / wikipedia)

  • 24. Juni 2022, 14:36h 19 3 Min.

Das russische Komiker-Duo Vovan und Lexus hat die "Harry Potter"-Autorin J. K. Rowling (56) hereingelegt. Ein Imitator gab sich angeblich in einem Zoom-Anruf als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (44) aus, wie unter anderem die "Washington Post" und das Branchenmagazin "The Hollywood Reporter berichten.

In dem Anruf, in dem die beiden offenbar nicht zu sehen waren, spreche ein Selenskyj-Imitator demnach unter anderem darüber, dass die Narbe auf der Stirn von Harry Potter wie ein "Z" aussehe und ob sie dies nicht ändern könne. Das "Z" gilt als populäres Symbol für die Unterstützung des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine.

An anderer Stelle spreche der Imitator davon, dass die ukrainischen Soldaten "Avada Kedavra", den Todesfluch in der Welt von Harry Potter, auf Raketen schreiben sollen. Außerdem fragte er demnach etwa, ob die Figur Albus Dumbledore tatsächlich homosexuell sei, und sagte, dass er "hoffentlich nicht" mit einer trans Person geschlafen habe – eine Anspielung auf transphobe Aussagen der Autorin, die in den vergangenen Jahren für Aufsehen gesorgt hatten (queer.de berichtete).

Zu Dumbledore erklärte Rowling gegenüber den Komikern: "Ich habe 2007 gesagt, dass ich Dumbledore immer als schwul angesehen habe. Das ist die Wahrheit und es war ein großer Skandal zu der Zeit, als ich es gesagt habe. Aber ja, so sehe ich es immer noch. Er ist ein alter Mann, wenn wir ihm in den Büchern begegnen, daher ist sein Liebesleben nicht mehr besonders wichtig."

Aufgezeichnetes Video soll "verdrehte Darstellung des Gesprächs" sein

Mit der von Rowling mitgegründeten Organisation Lumos unterstützt Rowling derzeit auch vom Ukraine-Krieg betroffene Kinder und Familien. Man sei an die Autorin herangetreten, damit sie über ihre "umfangreiche, wohltätige Arbeit in der Ukraine" spreche, erklärte ein Sprecher Rowlings nach dem Anruf der Komiker. "Das Video, das editiert wurde, ist eine verdrehte Darstellung des Gesprächs". Der Telefonstreich sei "geschmacklos" gewesen.

Am Ende des Videoanrufs werde aufgelöst, dass Rowling nie mit Selenskyj gesprochen habe. Stattdessen würden demnach drei Personen gezeigt, die dem "Orden des ukrainischen Phönix" angehören sollen und T-Shirts trügen, auf denen in Kyrillisch der Schriftzug "Nur Putin" zu sehen sein soll.

Das Duo ist berüchtigt für seine Telefonstreiche und soll unter anderem auch schon Prinz Harry oder Elton John aufs Korn genommen haben. Da die beiden offenbar mehrfach Persönlichkeiten ins Visier genommen haben, die sich kritisch gegenüber Russland zeigten, gibt es aktuell Vermutungen, dass die Komiker im Auftrag des Staates agieren.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte bereits im März versucht, Rowling für seine Propaganda auszuschlachten: Der 69-jährige Autokrat hatte behauptet, Rowling sei wegen ihrer Ansichten im Westen "gecancelt" worden – nun versuche man, auch Russland zu canceln. Rowling wies die Unterstützung aus Moskau später zurück und tweetete den Hashtag #IStandWithUkraine (queer.de berichtete). (spot/cw)

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#1 Pinkwashing MachineAnonym
  • 24.06.2022, 17:11h
  • Abgesehen von der plausible vermuteten Propagandaaktion aus dem Land der militärischen Sonderoperationen, möchte ich noch den Satz von J.TERF Rowling zitieren, bei dem mir gerade wieder das Mittagessen hochkommt:
    "Ich habe 2007 gesagt, dass ich Dumbledore immer als schwul angesehen habe. Das ist die Wahrheit und es war ein großer Skandal zu der Zeit, als ich es gesagt habe."

    Nein, Frau Rowling, DAS war nicht der "große Skandal zu der Zeit". Der große Skandal zu der Zeit war, dass Sie es NACH Fertigstellung der Reihe erwähnten. Und es nie auch nur ansatzweise IN den Geschichten erwähnt wurde. Pinkwashing vom "Feinsten" und bereits da habe ich mich von Ihren Werken verabschiedet.
    Spätestens mit Ihrem unsagbar widerlichen Krieg gegen trans hätte sich das aber eh erledigt.

    Gut, dass zumindest die Darsteller:innen Ihrer Figuren Ihnen entsprechend deutlich gemacht haben, was sie von Ihren "Wertvorstellungen" halten.
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#2 VictoriaAnonym
  • 24.06.2022, 17:44h
  • Antwort auf #1 von Pinkwashing Machine
  • Nicht zu vergessen:

    "Er ist ein alter Mann, wenn wir ihm in den Büchern begegnen, daher ist sein Liebesleben nicht mehr besonders wichtig."

    Ja, warum wird denn wohl der einzige queere Charakter in deiner Geschichte der alte Mann sein, dessen Liebesleben nicht mehr wichtig ist? Also entweder hat sie ihn erst im Nachhinein für schwul erklärt, weil es eben aus dem Grund, dass er alt ist und kein relevantes Liebesleben mehr hat, funktioniert, oder...

    sie hat ausgerechnet den einen schwulen Charakter zu einem alten Mann ohne relevantes Liebesleben gemacht, damit sie die Geschichte erzählen kann, ohne dass die Homosexualität der Figur auch nur ein einziges Mal angesprochen werden muss.

    Beide Möglichkeiten lassen sie nicht gut aussehen.
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#3 LothiAnonym
  • 24.06.2022, 21:20h
  • Langsam wirds echt lustig. Nach rbb24 Informationen hat unsere Berliner Bürgermeisterin Fr. Giffey nach 15 Minuten ein vermeintliches Gespräch per Video mit Wladimir Klitschko abgebrochen, weil ihr die Fragen suspekt vorkamen. Ich tippe auf die gleiche Gruppe wie hier im Artikel angegeben.
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