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Siloam Springs (queer.de) - Die John-Brown-Universität hat einen Studenten wegen dessen Homosexualität zwangsexmatrikuliert. Dem 22-jährigen Michael Guinn wurde am 13. Januar mitgeteilt, dass er keine Kurse mehr in der kirchlichen Hochschule besuchen könnte. Er hatte sich für diese Universität entschieden, weil er selbst Christ ist. Da Guinn schon im Vorfeld offen von seiner Homosexualität erzählt hatte, musste er zunächst einen Verhaltenskodex unterschreiben. Dieser besagte, dass es ihm verboten ist, Frauenkleider zu tragen, anderen Studenten im Sportunterricht auf den Hintern zu schlagen, andere Männer zu lange zu umarmen oder zu lange Hände zu schütteln, sowie seine Sexualität nicht "an die große Glocke zu hängen". Als die Universitätsleitung davon erfuhr, dass Guinn im Internet über seine Erfahrungen an der Uni bloggte, sah sie die Regeln gebrochen. Der Blog ist inzwischen offline. "In allen Fällen, in denen Studenten gemaßregelt wurden, haben sie gegen Erwartungen verstoßen, was ihr Verhalten betrifft", so ein Universitätssprecher in einer Erklärung. "Diese Erwartungen an das Verhalten basieren auf biblischen und kulturellen Grundsatzwerten." Guinn sagte dem "Benton County Daily Record", er bedaure den Ausschluss, auch weil er andere Schwule getroffen habe, die nun weiter im Versteckten leben müssten: "Diese schwulen Studenten hatten mir erzählt, sie hatten fast den Mut und das Selbstvertrauen, sich zu outen, weil ich offen lebte. Jetzt werden sie das sicher nicht tun." (dk)



#1 SvenAnonym
  • 26.01.2006, 17:05h
  • Naja, scheint ihm recht zu geschehen.
    Was geht er auch an eine schwulenfeindliche Uni, wenn er schwul ist? Ich flieg ja auch nicht nach Teheran und melde mich freiwillig zur Steinigung!

    Aber eins sei nicht vergessen!
    Es ist schlimm, dass es solche Unis überhaupt gibt. Das sich Unis solch ein Verhalten überhaupt leisten können, ist für mich schockierend!
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#2 FloAnonym
#3 dogay3bmAnonym
  • 26.01.2006, 19:11h
  • Manche Unis sollten geschlossen oder nicht mehr so gut gefördert werden - wie diese zum Beispiel.
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#4 seb1983
  • 26.01.2006, 19:12h
  • ok von einer kirchlich betriebenen Uni kann man es erwarten, da hätte ich mir auch eine andere rausgesucht. Frage mich was man da außer Theologie wohl studieren kann....
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#5 SaschaAnonym
  • 26.01.2006, 22:13h
  • @Sven: Die sehr viel bessere Frage wäre gewesen: Wie kann es eigentlich in einem angeblich freiheitlich-demokratischen Land solche "Universitäten" geben? Aber da müsste man in den USA auch in Hinblick auf bestimmte Gruppierungen so einige Fragen stellen.

    Wie heißt es so schön: Am Umgang mit Minderheiten zeigt sich die Qualität einer Demokratie. Dann allerdings wäre im Land der selbsternannten Freiheitskämpfer schon lange ein Antidiskriminierungsgesetz und die politische sowie juristische Ächtung radikaler neofaschistischer Gruppierungen fällig!

    Schließlich sollten wir irgendwann einmal so weit kommen, dass ALLE gesellschaftlichen Institutionen (ja, vielleicht sogar die Kirchen, wenn der Staat schon Geld für sie eintreibt) sich an bestimmte Regeln zu halten haben...
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#6 JoshuaAnonym
#7 Rob!Anonym
  • 31.01.2006, 23:12h
  • Der besagte Student wollte sich offensichtlich nicht klein kriegen lassen, ansonsten hätte er so einen lächerlichen Anti-Tunten-Vertrag gar nicht erst unterschrieben, sondern hätte sich eine liberalere Uni gesucht.

    Es ist aus europäischer Sicht ganz und gar unverständlich, warum ein Schwuler nicht auf eine Christliche Uni gehen darf. Das wichtigste Land der Welt schockiert mich immer wieder aufs neue.
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