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Deutscher Filmpreis

Zwei Lolas für "Große Freiheit"

Das Paragraf-175-Drama ist beim Deutschen Filmpreis geehrt worden.


Szene aus "Große Freiheit" mit Hans (Franz Rogowski, re.) (Bild: FreibeuterFilm)

"Große Freiheit" ist am Freitagabend bei der Galaveranstaltung in Berlin vor rund 1.700 Gästen mit zwei Lolas ausgezeichnet worden. Zum einen erhielt die deutsch-österreichische Koproduktion einen Lola in Bronze in der Kategorie "Bester Spielfilm". Außerdem gab es eine Auszeichnung für das beste Maskenbild.

Der ebenfalls nominierte Franz Rogowski ("In den Gängen", "Transit") spielt in dem Film den schwulen Hans, der wegen seiner sexuellen Orientierung im Nachkriegsdeutschland durch den Paragraf 175 kriminalisiert und immer wieder zu Gefängnisstrafen verurteilt wird. Die einzige feste Beziehung in seinem Leben wird sein langjähriger Zellengenosse Viktor, ein verurteilter Mörder, der von Georg Friedrich ("Helle Nächte") dargestellt wird.

Siege für "Lieber Thomas" und "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush"

Der großen Sieger des Abends waren das Filmdrama "Lieber Thomas" über den Schriftsteller und Filmemacher Thomas Brasch. Der Film konnte die Goldene Lola sowie acht weitere Auszeichnungen einheimsen. An zweiter Stelle folgte die deutsch-französische Koproduktion "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush", die von der rechtswidrigen Inhaftierung des Deutschtürken Murat Kurnaz in Guantanamo und den Rechtsstreit seiner Mutter um dessen Freilassung handelt. Dieser Film erhielt die Lola in Silber sowie zwei weitere Auszeichnungen.

/ BundesKultur
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Nominiert waren auch Sara Fazilat als beste Hauptdarstellerin für ihre Leistung im Film "Nico" sowie Farba Dieng als bester Hauptdarsteller in der Komödie "Toubab". Sie mussten sich aber Meltem Kaptan ("Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush") bzw. Albrecht Schucht ("Lieber Thomas") geschlagen geben.

Über die Verleihung der Preise hatten die über 2.200 Mitglieder der Deutschen Filmakademie abgestimmt. Insgesamt wurden Auszeichnungen in 19 Kategorien verliehen. (dk)

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