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Wegen Roe v. Wade

Billie Joe Armstrong will kein Amerikaner mehr sein

Der bisexuelle Green-Day-Frontmann will weg aus den USA. Während eines Konzerts in London kündigte Billie Joe Armstrong an, seinen US-Pass abzugeben und nach Großbritannien zu ziehen.


Billie Joe Armstrong ist seit drei Jahrzehnten der Frontmann von Green Day (Bild: Sven-Sebastian Sajak / wikipedia)

Das aufgehobene Urteil Roe v. Wade schlägt in den USA weiter riesige Wellen. Jetzt meldete sich der Green-Day-Frontmann Billie Joe Armstrong während eines Konzerts in London zu dieser Thematik zu Wort. "Fuck America", so der 50-Jährige. Er überlege, nach Großbritannien zu ziehen. "Ich verzichte auf meine Staatsbürgerschaft", rief Armstrong auf der Bühne ins Publikum, "ich komme hierher."

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Der Gitarrist und Sänger sprach von seiner Heimat als "erbärmliches Land", es gäbe "einfach zu viel Dummheit". Er mache keinen Spaß und kündigte an, dass über ihn in den nächsten Tagen noch viel gesprochen werden würde. Armstrong und seine Band Green Day waren nie um ein politisches Statement verlegen. Unter anderem schossen sie mehrfach gegen die republikanischen Ex-Präsidenten George W. Bush (75) und Donald Trump (76). 2004 veröffentlichte die Band den Song "American Idiot", indem sich Armstrong und seine Mitstreiter über die Haltung ihrer Landsleute echauffierten. Der Song enthielt auch die Textzeile: "Well, maybe I'm the faggot America" (Nun ja, vielleicht bin ich das Schwuchtel-Amerika).

Abtreibungen in den USA nicht mehr weitestgehend toleriert

Der Oberste Gerichtshof in den USA hob in einer Grundsatzentscheidung zum Abtreibungsrecht das fast 50 Jahre alte Grundsatzurteil "Roe v. Wade" auf. Damit gilt ab sofort kein nationales Recht mehr auf einen Schwangerschaftsabbruch. Jeder Bundesstaat kann nun frei entscheiden, ob und wie lange ein Abbruch rechtens ist. Nach dieser weitreichenden Entscheidung wurden bereits einige Gesetze in einigen Bundesstaaten in Kraft gesetzt, wonach Abtreibungen – teilweise auch nach Vergewaltigungen oder Inzest – kategorisch ausgeschlossen und nur noch bei medizinischen Notfällen erlaubt sind. LGBTI-Aktivist*innen befürchten, dass im Zuge des Urteils auch queere Rechte in Gefahr geraten könnten (queer.de berichtete).

Armstrong hatte sich bereits zu Beginn seiner Karriere als bisexuell geoutet. 1995 sagte er dem LGBTI-Magazin "The Advocate": "Ich denke, ich bin immer bisexuell gewesen". Ferner erklärte er, dass er glaube, Menschen seien bisexuell geboren: "Aber dann zerren uns unsere Eltern und die Gesellschaft weg davon und sagen: 'Das kannst du nicht tun.' Sie sagen, es sei ein Tabu. Dann ist in unseren Köpfen drin, dass das schlecht sein soll, wenn dem nicht so ist. Denn es ist eine wirklich wunderbare Sache." (spot/dk)



#1 gastAnonym
  • 27.06.2022, 20:28h
  • ... und dann will er nach England???
    Oh weh, mir scheint, GB wird mit Boris zum europäischen (zukünftigen) Trumpstaat.
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#2 JennysAnonym
  • 27.06.2022, 20:35h
  • Im Endeffekt sagt das Gesetz dass jeder Bundesstaat ( viel autarker als bei uns die Bundesländer) selber entscheiden kann. Kommt dann auf den jeweiligen Bundesstaat an ob ich ihn verlassen wollen würde.
    Großbritannien mit der aktuellen Regierung und dem Brexit ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
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