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Texas ist führend

US-Studie: Transphobe Regionen lieben Trans-Pornografie

Ausgerechnet in jenen Regionen, in denen mit Inbrunst gegen trans Menschen gewettert wird, sind pornografische Darstellungen mit geschlechtlichen Minderheiten populär.


Insbesondere Laptops in konservativen Regionen laufen bei manchen Suchwörtern heiß… (Bild: freepik.com)

Eine neue Analyse von lawsuit.org kommt zu dem Ergebnis, dass in besonders transphoben US-Bundesstaaten oder Regionen Pornografie mit trans Menschen viel mehr online gesucht wird als in anderen Gegenden.

Das Portal über amerikanische Rechtsfragen hatte dafür Googleanfragen zwischen dem 1. und 19. Juni zu Suchen nach pornografischen Inhalten mit trans Personen ausgewertet – etwa Suchen nach "Shemale" oder "Femboy". Das Ergebnis: "Je mehr Republikaner es gibt, desto mehr mögen sie es", so lawsuit.org.

Queerfeindlichkeit als Indikator für Pornoauswahl

Zudem verglich das Portal gezielt die Nutzung von Trans-Pornografie mit Regionen, in denen eine besonders queerfeindliche Atmosphäre herrscht. Dazu wurden Daten der Umfrageserie "American Values Atlas" herangezogen, in der nach der Akzeptanz queerer Menschen gefragt worden war. Auch hier zeigte sich eine deutliche Korrelation: Je queerfeindlicher eine Region ist, desto öfter wird online nach Pornografie mit trans Menschen gesucht.

Ausgerechnet Texas ist unter allen 50 Bundesstaaten die Gegend, in der am meisten nach Trans-Sex gesucht wurde. Danach folgen die ebenfalls sehr konservativen Südstaaten Georgia und Kentucky. 15 der 20 Bundesstaaten, in denen Pornografie mit geschlechtlichen Minderheiten besonders populär sind, werden von den Republikanern regiert.

Texas war in den letzten Monaten besonders aggressiv gegen die Rechte von trans Menschen vorgegangen: So will der Staat Eltern von trans Kindern verfolgen lassen, sofern sie die Geschlechtsidentität ihres Nachwuchses akzeptieren (queer.de berichtete). Die Regierungspartei, die Republikaner, hat zudem erst kürzlich ein Parteiprogramm beschlossen, in dem Transgeschlechtlichkeit als "Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes" und Homosexualität als "abnormale Lebensweise" beschrieben wird (queer.de berichtete).

Laut der Human Rights Campaign gibt es derzeit 300 queerfeindliche Initiativen in den Parlamenten der Bundesstaaten. Die Republikaner wollen mit Transfeindlichkeit ihre Position innerhalb ihrer Stammwählerschaft sichern (queer.de berichtete).

Eine ähnliche Kampagne vor 20 Jahren gegenüber Homosexuellen war erfolgreich: Damals hielten viele Bundesstaaten beispielsweise während der Präsidentschaftswahl 2004 Volksentscheide darüber ab, die Ehe für alle in Landesverfassungen zu verbieten, um homophobe Wähler*innen an die Urnen zu locken. Der Plan ging auf: Präsident George W. Bush, der auch ein Ehe-Verbot in der Bundesverfassung forderte, wurde mit deutlichem Abstand zu seinem Herausforderer John Kerry wiedergewählt, obwohl die wirtschaftliche Situation nicht die beste war. Die Akzeptanz von Homosexuellen ist seither stark gestiegen, allerdings hat immer noch eine Mehrheit der Bevölkerung Probleme mit trans Menschen – offenbar nur nicht, wenn es um Pornografie geht. (dk)



#1 AyidaProfil
  • 28.06.2022, 19:35hHessen
  • Fetischisieren ist nicht gleich akzeptieren oder respektieren. Es gibt auch zahlreich Rassist*innen, die sexuelle Vorlieben für PoCs haben. Oder Homophobe, die w/w Pornos schauen.
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#2 HerrWinklerAnonym
  • 28.06.2022, 19:51h
  • Antwort auf #1 von Ayida
  • Ist mir auch schon aufgefallen. In einem ehemaligen Metal Forum, wo ich früher mal war und transphober Bullshit an der Tagesordnung war, war gleichzeitig auch der Shemale Faden sehr rege kommentiert und besucht. Es wurde dort diskuriert, wo man Transfrauen am besten aufreißen kann, ob man schwul ist oder nicht wenn die Frau einen Penis hat, fiese Witze über Tessa Ganserer usw.
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#3 DestroyaAnonym
  • 28.06.2022, 22:09h
  • Weltweit gucken Männer Pornos mit Frauen, vergewaltigen Frauen, kaufen Frauen, warum sollte es also mit Transfrauen anders sein?

    Ich glaube nicht dass das ein spezieller Fetisch ist, es ist die übliche Art wie Männer mit Frauen umgehen.
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#4 daVinci6667
  • 28.06.2022, 22:53h
  • Antwort auf #2 von HerrWinkler
  • Interessante Diskussionen die du da schilderst. Es soll da also Leute geben die Sex mit Frauen mit Penis suchen um vielleicht noch knapp der Höchststrafe zu entgegen (als schwul zu gelten)

    Das ist meiner Meinung nach homo- und transphob zugleich.

    Wer nicht nur seinen eigenen Penis sondern auch den von andern liebt, ist mindestens bi und sollte nachdem er so komplizierte Auswege gegangen ist, mal besser Hilfe suchen seine eigene sexuelle Orientierung zu akzeptieren.
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#5 Ith_Anonym
  • 29.06.2022, 06:50h
  • Wundert mich nicht, Alienation oder Othering kann man das nennen. Trans* zu sein gilt als unmenschlich/nicht menschlich, und der Fetisch "mal ein Monster ficken" ist nicht zu vernachlässigen bei sowas.
    Wenn irgendwer sich zu sehr für dein Trans*-Sein interessiert und du mit Sexarbeit nicht wenigstens Geld verdienst, wo du dann auch was davon hast - mach, dass du weg kommst.
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#6 AyidaProfil
  • 29.06.2022, 10:49hHessen
  • Antwort auf #4 von daVinci6667
  • "Wer nicht nur seinen eigenen Penis sondern auch den von andern liebt, ist mindestens bi und sollte nachdem er so komplizierte Auswege gegangen ist, mal besser Hilfe suchen seine eigene sexuelle Orientierung zu akzeptieren."

    Als Cis Frau kann ich hier nicht für Trans Personen sprechen, aber ich kann dir den Hinweis geben, dass Genital Präferenzen einen nicht PER SE homo, hetero oder bi machen. Menschen sind sehr unterschiedlich in ihrer Sexualität. Meine Eltern sind mit einer Cis Frau befreundet, die fast keine Brüste hat, kurze Haare hat und äußerlich generell sehr stereotyp maskulin ist. Ihr Ehemann ist deswegen noch lange nicht bi oder schwul, auch wenn seine Frau stark von der Norm abweicht. Nur weil andere Hetero Männer nur auf Vaginas stehen, heißt es nicht, dass Männer, die davon abweichen, nicht hetero sein können.
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#7 ya no estoy aquiAnonym
  • 29.06.2022, 14:23h
  • Antwort auf #4 von daVinci6667
  • "Es soll da also Leute geben die Sex mit Frauen mit Penis suchen..."

    Männer, die "Sex mit Frauen mit Penis suchen", sind nicht bisexuell, sondern weirdos. Trans Frauen sind keine Männer.

    "Wer nicht nur seinen eigenen Penis sondern auch den von andern liebt, ist mindestens bi..."

    Die Männer in meinem Leben, waren und sind allesamt stock-straight. Sie waren und sind meine Liebhaber und Partner, weil sie die Frau attraktiv fanden und finden, die ich bin. Egal welche Genitalien ich hatte oder habe. Sie liebten und lieben die Frau.

    Und ja...sie haben meinen Penis geliebt. Er passte sehr gut zu der kleinen und zierlichen Frau, die ich bin. Aber nicht, weshalb Du denkst und für dich phantasierst. - Sondern weil es die Genitalien der Frau waren, die sie liebenswert fanden.

    Habe ich dich jetzt verunsichert-? Verstehst Du die Welt noch-? Armer daVinci! Du wirst heterosexuelle Männer und die erotischen Dynamiken zwischen heterosexuellen Männern und Frauen nie verstehen.
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#8 Ith_Anonym
  • 29.06.2022, 16:03h
  • Antwort auf #7 von ya no estoy aqui
  • Ach, er wieder... wie Leute, die mit mir was anfangen würden, für ihn ja dann auch Heten oder zumindest nicht "richtig" schwul, sondern bi sind. Aka das Übliche.
    Aber transphob/transfeindlich sind wie immer nur die anderen. So lost.
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