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US-Schauspieler

Chris Pratt will doch nicht homophober Kirchengemeinde angehören

Über Jahre gehörte der "Jurassic World"- und Marvel-Star zum Feindbild vieler queerer Menschen, weil er einer homophoben Kirche angehören soll. Nun behauptet der Schauspieler, dem sei nicht so.


Chris Pratt will nicht länger das Hollywood-Gesicht des queerfeindlichen Christentums sein (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Der 43-jährige Actionstar Chris Pratt hat drei Jahre alte Vorwürfe zurückgewiesen, Mitglied der homosexuellenfeindlichen Hillsong Church zu sein. "Es wurde kürzlich angedeutet, dass ich einer Kirche angehöre, die 'eine bestimmte Art von Leuten hasst' und 'berüchtigt für ihre LGBTQ-Feindlichkeit' ist. Nichts könnte unwahrer sein. Ich bin ein Mann, der daran glaubt, dass jede Person lieben kann, wen sie lieben will, ohne dass ein Mitmensch darüber richtet", so Pratt in einem Porträt für das Magazin "Men's Health". Weiter erklärte er: "Ich bin nie zu Hillsong gegangen. Ich kenne niemanden in dieser Kirche."

Er gehe vielmehr in die Zoe Church in Los Angeles, die auch vom kanadischen Popstar Justin Bieber besucht wird (Bieber ist ein ehemaliger Hillsong-Fan). Die Zoe Church soll den Stil der Hillsong Church übernommen haben, allerdings laut Pratt nicht die Queerfeindlichkeit. Aber, darauf wies "Men's Health" hin, habe der Gründungspastor Chad Veach 2017 den Film "The Heart of Man" als ausführender Produzent begleitet, in dem Homosexualität mit "sexueller Zerrissenheit" gleichgesetzt wurde.

Der Vorwurf gegen Pratt war bereits 2019 aufgekommen, als Elliot Page nach einem TV-Auftritt von Pratt tweetete: "Aber seine Kirche ist berüchtigt für ihre Anti-LGBTQ-Haltung. Sollte man nicht auch darüber reden?"

Auf die Frage, warum Pratt sich nicht schon vorher von der Hillsong Church distanziert habe, antwortete er: "Ich sollte eine Kirche den Wölfen zum Fraß vorwerfen?" Allerdings hätte er die Sache früher korrigiert, wenn es sich um eine extremistische Kirche wie die die Westboro Baptist Church gehandelt hätte ("God hates fags"). Bei der Hillsong Church handelt es sich um eine Pfingstkirche, die zwar Menschen, die den "homosexuellen Lebensstil" folgen, pauschal als Sünder*innen abstempelt, allerdings damit dem protestantischen Religions-Mainstream in den USA entspricht.

"Religion ist seit langer Zeit extrem unterdrückerisch"

Er selbst sei Christ, erkenne aber auch die Problematik der Kirche an: "Religion ist seit langer Zeit extrem unterdrückerisch", so der Schauspieler. "Ich wollte nicht, dass ich das Gesicht von Religion werde, wenn ich in Wirklichkeit nur eine religiöse Person bin." Es gebe einen Unterschied darin, einfach religiös zu sein oder die Religion zu nutzen, "um Menschen zu kontrollieren, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen, Kinder zu missbrauchen, Land zu stehlen oder Hass zu rechtfertigen".

Pratt hatte bereits 2019 Vorwürfe zurückgewiesen, einer antiqueeren Kirche anzugehören (queer.de berichtete). Er sagte aber kein Wort zur Hillsong Church. Daraufhin gab es viele wutentbrannte Kommentare in sozialen Medien, in denen homophobe Aussagen der Pfingstgemeinde aufgezählt wurden. (cw)

-w-

#1 qwertzuiopüAnonym
  • 29.06.2022, 20:37h
  • nur als hinweis: nach allem was in dem artikel steht, hat das "doch" in der überschrift keine berechtigung, da er dem ja schon immer widersprochen hat.
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#2 Kenshiro
  • 29.06.2022, 20:43hBerlin
  • Chris Pratt hat den Charme eine Spitzbuben und ich war mega enttäuscht von ihm als seine Religion samt Sichtweise seiner Kirche mir aufgezeigt wurde. Dieses christliche Gequatsche war sowieso unglaubwürdig für mich, da er kaum gepumpt und erfolgreich, seine Ehefrau verließ und eine neue Frau an seiner Seite hatte.

    Ich will ihn gerne seiner Aussage glauben, bin aber auch nicht so naiv das vorbehaltlos zu tun. Das kann halt vorgetäuscht sein, ich bin nicht gegen queere Menschen, aber.... Er ist ja auch in der Beliebtheit-Skala mittlerweile runter gerutscht, also PR-Move?
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#3 qwertzuiopüAnonym