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Immer neue Anschuldigungen

Vorwürfe gegen Ezra Miller: Ist die Karriere mit 29 Jahren vorbei?

Vorwürfe der Körperverletzung, Ruhestörung, Belästigung, Psycho-Terror: Allein in den vergangenen zwei Jahren scheint der nichtbinäre "The Flash"-Star seine Hollywood-Karriere ruiniert zu haben.


Ezra Miller schreibt fast nur noch Negativ-Schlagzeilen (Bild: imago / PA Images)

Hat Ezra Miller binnen kürzester Zeit und mit gerade einmal 29 Jahren eine vielversprechende Hollywood-Karriere ruiniert? Innerhalb von nur zwei Jahren haben sich zahlreiche Vorwürfe gegen den nichtbinären "The Flash"- und "Phantastische Tierwesen"-Star angesammelt. Beinahe monatlich wird die Skandalakte um ein Kapitel reicher, ein zukünftiges Engagement in der Traumfabrik zugleich immer unrealistischer. Eine Chronologie der Selbstdemontage.

Ursprung und neueste Meldung in einem

Die ersten Vorwürfe gegen Miller rühren aus dem Jahr 2020 und sind dank Videoaufnahmen des Vorfalls wohldokumentiert. In der isländischen Hauptstadt Reykjavík geriet der Star in Streit mit einer jungen Frau, packte sie schließlich am Hals und drückte sie zu Boden. "Willst du kämpfen?", fragte Miller zuvor die Frau, die im Video keine Anstalten eines Angriffs macht. Erstmals äußerte sich nun das Opfer von vor zwei Jahren gegenüber "Variety" und bestätigt, dass sie Millers Drohgebärden zunächst als "Spaß und Spielchen" verstanden habe – "aber das waren sie dann nicht."

Zuvor habe sich zwischen den beiden ein Gespräch zugetragen, das ihre Annahme bekräftigt haben soll. Aus vermeintlichem Spaß sei der Spruch gefallen, man könne sich ja in zwei Minuten vor der Tür treffen – was der Star offenbar als ernste Kampfansage interpretiert hat.

Zunächst keine Karriereeinbußen

Trotz dieses Vorfalls blieb Miller im Hollywood-Geschäft. 2022 war die nichtbinäre Person im neuesten Teil "Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse" wieder als Credence Barebone zu sehen. Auch die Dreharbeiten zu "The Flash", Millers erster Solostreifen als DC-Held, fanden Mitte 2021 statt. Nach mehreren Verschiebungen ist der Film derzeit für Juni 2023 angekündigt. Die jüngsten Eskapaden aus dem Jahr 2022 sind jedoch wahrlich nicht die beste Werbung für das Comic-Spektakel.

Etwa ein Vorfall aus dem Februar 2022, als Ezra Miller eine Freundin in Deutschland besuchte. Auf die einfache Bitte, nicht in deren Wohnung zu rauchen, sei der Star regelrecht ausgeflippt, zitiert "Variety" die Frau. "Bestimmt 20 Mal" habe sie Miller daraufhin aufgefordert, ihre Wohnung zu verlassen und sei dafür beschimpft worden. Erst als sie die Polizei rief, sei Miller schließlich abgedampft, zu einer Festnahme kam es damals (noch) nicht.

Randale auf Hawaii

Nur rund einen Monat später und am anderen Ende der Welt war es dann aber so weit. In einer Karaoke-Bar in Honolulu, Hawaii, randalierte Miller so sehr, dass eine Festnahme wegen Ruhestörung und Belästigung folgte, wie die zuständige Polizei aufTwitter mitteilte (queer.de berichtete).

Wiederum einen Monat später erfolgte Festnahme Nummer zwei auf Hawaii (queer.de berichtete). Dieses Mal sei "ein 29-jähriger Besucher aus Vermont wegen Körperverletzung zweiten Grades festgenommen" worden. Von den herbeigerufenen Beamten sei die angreifende Person als Ezra Miller identifiziert worden, heißt es im Polizeibericht weiter. Vorgeworfen wurde dem Star, nach einer Meinungsverschiedenheit einen Stuhl auf eine 26-jährige Frau geschleudert zu haben. Dabei habe das Opfer eine Schnittwunde an der Stirn davongetragen.

Einstweilige Verfügung eingereicht

Und erst in diesem Juni der bislang jüngste Skandal: Die Eltern einer 18-Jährigen haben vor Gericht Unterlagen eingereicht, in denen sie Miller vorwerfen, ihre Tochter seit Jahren zu manipulieren (queer.de berichtete). Dies geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die in North Dakota eingereicht wurden und auch dem Magazin "People" vorliegen.

"Ezra setzt Gewalt, Einschüchterung, Gewaltandrohung, Angst, Paranoia, Wahnvorstellungen und Drogen ein, um die junge Tokata zu beherrschen", heißt es demnach in dem Dokument. Die Eltern wollen folglich eine einstweilige Verfügung gegen den US-Star erwirken. Für den 12. Juli wurde eine Anhörung anberaumt, um die Klage der Eltern zu behandeln.

Coming-out als queer vor zehn Jahren

2012 hatte sich Miller als queer geoutet. 2018 erklärte der Star im "Hollywood Reporter" über Probleme, die eigene Identität zu finden: "Ich identifiziere mich nicht als Mann. Ich identifiziere mich nicht als Frau. Ich identifiziere auch kaum als Mensch." Im selben Jahr gab Miller auch an, sich in einer polyamorösen Beziehung mit mehreren Menschen zu befinden. (spot/cw)



11 Kommentare

#1 JannAnonym
  • 01.07.2022, 21:03h
  • Nicht dass Gewalt gegen Männer weniger schlimm wäre, aber es ist auffällig das alle genannten Opfer weiblich sind. Miller scheint ein misogyner, boshafter Mensch zu sein. Aber Hollywood reagiert mal wieder erst, wenn die geplanten Filmprojekte abgeschlossen sind.
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#2 MarkKerzmanProfil
  • 01.07.2022, 21:46hPrinceton, New Jersey
  • >>> Ich identifiziere mich nicht als Frau. Ich identifiziere auch kaum als Mensch." <<<

    Ein weiterer non-homo non-sapiens also. Womöglich kann ihm, ihr, ihm ein Psychoanalytiker bzw. eine Psychoanalytikerin beim Identifizieren behilflich sein; >ezra< im Hebräischen bedeutet >die Hilfe<, >die Hilfeleistung<, und die sollte er, sie, es zum Aufarbeiten seiner, ihrer, seiner mentalen Verwirrnis vermutlich in Anspruch nehmen.

    MBK
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#3 HmmmAnonym
  • 01.07.2022, 23:01h
  • Antwort auf #1 von Jann
  • Die im Artikel erwähnte "Tochter" ist laut * Wikipedia selber nonbinär.

    Und sowohl Flash als auch der Dumbledore Geheimnisse waren beide schon Anfang letzten Jahres abgedreht. Kommt da sonst noch was relevantes ?
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#4 Weiß nichtAnonym
#5 JannAnonym
  • 02.07.2022, 09:15h
  • Antwort auf #3 von Hmmm
  • Wenn im Artikel Tochter, Frau etc. steht, durchstöbere ich nicht Wikipedia nach Hinweisen ob die Zuordnung stimmt. Zumal auch dort nicht immer alles aktuell ist.

    Zu der anderen Sache steht auch im Artikel das es zunächst keine Karriereeinbußen gab.
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#6 12345Anonym
#7 HmmmAnonym
#8 678910Anonym
#9 12345Anonym
  • 02.07.2022, 15:29h
  • Antwort auf #8 von 678910
  • Ich bin erstmal immer ich selbst...
    sexuell bin ich Quersexuell, Kinky.
    Mit 5 Jahren war mir klar - und vermutlich auch vielen anderen-
    das ich Queergender bin
    auch wenn es die Bezeichnung noch nicht gab.
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#10 678910Anonym
  • 02.07.2022, 22:54h
  • Antwort auf #9 von 12345
  • Vielen Dank für das Nichtbeantworten meiner Frage und das Ausweichen auf einen themengremden Bereich.
    Es ist schön, dass du deine Einzigartigkeit betonst, einer ganzen anderen Gruppe aber Gleichheit in allem, insbesondere im Denken unterstelllst.
    Keine weiteren Fragen und die Diskussion ist an dieser Stelle auch für mich berndet, denn: Qed.
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