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Pride-Festival

CSD Köln: Reker verurteilt Queerfeindlichkeit und Gewalt

Von Köln solle an diesem Wochenende die Botschaft von Akzeptanz und Wertschätzung ausgehen, erklärte die parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker zur Eröffnung des Cologne Pride 2022.


Henriette Reker ist seit 2015 Oberbürgermeisterin von Köln (Bild: Stadt Köln)

Zum Start des CSD-Wochenendes in Köln hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) Gewalt und Anfeindungen gegen Homosexuelle scharf verurteilt. "Ob Oslo oder Istanbul: Homo- und Transfeindlichkeit sind nicht hinnehmbar – niemals und nirgendwo", sagte Reker laut Redemanuskript am Freitag. Von Köln solle an diesem Wochenende die Botschaft von Akzeptanz und Wertschätzung ausgehen. "Wir setzen mit einer der größten Pride-Veranstaltungen Europas auf Vielfalt als Stärke und Chance für unsere Gesellschaft."

In Oslo hatte am vergangenen Wochenende ein Angreifer rund um eine beliebte queere Bar Schüsse abgefeuert. Zwei Menschen starben, 21 wurden verletzt (queer.de berichtete). In Istanbul waren bei der Pride-Parade am vergangenen Sonntag zahlreiche Menschen festgenommen worden, die für LGBTI-Rechte demonstriert hatten (queer.de berichtete).

Reker fordert Zivilcourage

"Immer dann, wenn Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung diskriminiert werden – immer dann ist unsere Zivilcourage und eine starke, aufrechte Haltung gefragt", sagte Reker.

In Köln begann am Freitag ein dreitägiges Straßenfest zum CSD unter dem Motto "Für Menschenrechte. Viele. Gemeinsam. Stark". Auf drei Bühnen in der Altstadt gibt es Musik und politische Diskussionen. Höhepunkt des Wochenendes ist die CSD-Demonstration am Sonntag, zu der mindestens 800.000 Menschen erwartet werden. (cw/dpa)



#1 Zivilcourage ja aberAnonym
  • 01.07.2022, 17:06h
  • "Reker fordert Zivilcourage".
    Die fordert unser Bundes-Frank-Walter auch immer, wenn es wegen Versäumnissen der Politik Gewaltopfer und -tote zu beklagen gibt. Dann ist Politik immer ganz schnell dabei: "konnte niemand ahnen" (äh, doch - konnte man. Und zwar *jahrelang*, weil die Zeichen und die Worte lange genug auch in der vielbeschworenen "Mitte der Gesellschaft" Anklang und Verbreitung fanden). Oder: "Wir dürfen als Gesellschaft nicht zulassen, dass Hass und Gewalt das Leben bla bla bla" (Fun fact: Tun sie aber. Und zwar schon *jahrelang*, weil die Zeichen und die Worte, ok, siehe oben).

    Und dann natürlich der Schwenk vom gerade erwähnten "wir" zum "ihr" (in Form von: "Ist zwar eigentlich unsere Aufgabe, aber macht ihr das mal, liebe Bürger:innen, bei uns reicht's doch, wenn wir einmal im Jahr die Regenbogenfahne hissen, warme Worte in die Kameras sprechen"): "Die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes müssen... Zivilcourage... Hass ausgrenzen... so eine Tat nicht nochmal wiederholt."
    Fun fact: Ausgrenzen von Hass und Hetze ist gar nicht mal so leicht, wenn diese beispielsweise durch Gerichte gedeckt werden oder bei Polizeien, nun, sagen wir, vielleicht nicht die höchste aller Prioritäten haben oder wenn die Politik statt endlich mal in Sachen Queerfeindlichkeit richtig agierte, man wahlweise mit "würden wir ja gern, haben aber gerade so viel anderes und wichtigeres zu tun" (das Spielchen funktioniert aber auch abseits von unseren "unwichtigen" Rechten und zu vernachlässigendem Schutz auch bei anderen Themen wie dem Klimawandel) oder "ja, natürlich sind es keine vollumfänglichen Menschenrechte, die ihr habt, aber hey: besser als gar nichts" abgespeist.

    Natürlich hat auch die Gesellschaft, haben wir eine Mitwirkungspflicht. Aber verdammt, liebe Politik, nicht *ausschließlich* wir, denn unsere Möglichkeiten, die legalen, sind begrenzt. Ihr, die ihr aber auch unsere Vertreter:innen seid, die ihr auch für uns Gesetze erlasst, in unserem Sinne regieren sollt und euch zumindest auf weisungsbefugte Urteile oder Menschenrechtschartas stützen solltet, ihr hättet die Möglichkeit das einzubringen. Kommunal. Auf Landesebene. Oder im Bund.
    Vielleicht probiert ihr das auch mal, statt immer nur von "Zivilcourage" zu erzählen. Die, nebenbei, auch sehr enge rechtliche Grenzen hat, was insbesondere in Sachen Notwehr nicht selten zum Problem für das/die Opfer und Helfende werden kann.
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#2 NaJaAnonym
#3 Two SpiritsAnonym
  • 01.07.2022, 21:35h
  • Immer das gleiche Politiker Gefasel. Von wegen & Queerfeindlichkeit macht wurde nie was immer nur der erhobene Zeigefinger. Es wird sich auch wenig ändern. Die Politik braucht einfach uns damit sie auf uns zeigen können egal was für ein Grund. Halbherzige Gesetze! Für mich als Transfrau Postop hätte mir Medizinische Unterstützung gewünscht damit es mit der Weiblichkeit besser durchs Leben geht? Die Stimmen Veränderungen ist so aufwendig und kompliziert ebenso eine FFS. Angeboten wird nur absolut minimalstes. Das wäre ein Fortschritt gewesen. Was jetzt kommt werden unsere Anstrengungen zur Frau der Lächerlichkeit preisgeben und zum absurdum geführt. Wir Postop sind lebenslang auf Hormone angewiesen sonst drohen gesundheitliche gefahren. Ich möchte noch betonen das ich das gemacht habe, nicht aus einer Laune, weil es Mode ist oder sonst welchen Schwachsinn der uns unterstellt wird, nein! wohl kaum. Schon im sehr frühen Stadium meiner Kindheit, hatte ich erfahren, das ich kein Junge sein wollte, damals gab es nichts null infos, absolut nix. Meine Eltern die hatten keinen blassen Schimmer davon, auch heute nicht. Nur Unverständnis! Kein Kontakt zu ihnen!
    Die Leute die sich heute alle mit einen Mädchenname beglücken lassen, machen uns nur noch kleiner und unscheinbarer als wir erscheinen. Das mich traurig und demoralisiert.
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#4 Zivilcourage ja aberAnonym
  • 01.07.2022, 22:37h
  • Antwort auf #2 von NaJa
  • Vermutlich aus dem gleichen Grund, weshalb auf Pizzaverpackungen daruf hingewiesen wird, dass man die Plastikfolie entfernen soll, bevor man die Pizza in den Ofen schiebt und dass Mikrowellen nicht zum Trocknen nasser Haustiere geeignet sind.

    Oder bei einigen von uns ggf. weil man den Faschisten und Reaktionären keine Macht zubilligen möchte und deshalb zähneknirschend das kleinste Übel mit der größten Aussicht auf Regierungserfolg wählt, auch wenn das bestenfalls die Verlängerung des wütend machenden Status Quo verlängert. Aber immerhin kann man sich dann trotzdem recht sicher sein, dass keine, sagen wir, Zentren für Abnorme (oder war es Unnatürliche?) gebaut werden.

    Was glaubst du wohl, weshalb ich mittlerweile als Immerwähler trotzdem so wahnsinnig wütend auf alle Parteien bin, die irgendwie Aussicht auf Regierungsbeteiligung hätten und die zumindest nicht komplett auf Menschenrechte scheißen, wenn auch trotzdem immer wieder mal? Schwarzblaubraun kommt für mich nicht mal im Traum in Frage, FDP ebenso wenig, SPD, Grüne und Linke auch nicht. Nichtwählen oder ungültig wählen ist kacke, also ist das Ganze für mich durchweg etwas, bei dem ich weiß, dass egal wie ich wähle, uns dadurch bestenfalls kein größerer Schaden zusätzlich zu den immer noch bestehenden Missständen zugefügt wird oder wenn, dann nicht im Maße, wie ee sich gewisse Parteien und Kreisen in ihren schönsten 33-45-Träumen ausmalen.
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#5 tchantchesProfil
  • 02.07.2022, 10:52hSonstwo
  • Wie nett. Wenn sie sonst noch was auf die Reihe bekäme, könnte man sie glatt mögen.
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