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Puerto Rico

Häusliche Gewalt: Einstweilige Verfügung gegen Ricky Martin

Ein Gericht in Puerto Rico hat eine einstweilige Verfügung gegen Ricky Martin erlassen. Der schwule Sänger spricht von "völlig falschen" Anschuldigungen.


Ricky Martin bei den Latin Grammy Awards im Jahr 2019 (Bild: MJT / AdMedia / ImageCollect)

Ein puerto-ricanisches Gericht hat laut übereinstimmender Medienberichte eine einstweilige Verfügung gegen Ricky Martin (50) erlassen. Die Vorwürfe gegen den Sänger seien nach Angaben von Vertretern Martins jedoch nicht der Wahrheit entsprechend.

Die Polizei habe laut des Fernsehsenders Telemundo Puerto Rico bestätigt, dass eine Anordnung im Zusammenhang mit einem Gesetz gegen häusliche Gewalt gegen Martin erlassen worden sei. Demnach sei aber keine Beschwerde bei den Behörden eingegangen. Eine nicht näher benannte Person habe sich direkt an das Gericht gewandt.

Suche nach den "wahren Fakten"

"Die Anschuldigungen gegen Ricky Martin, die zu einer Schutzanordnung geführt haben, sind völlig falsch und erfunden", erklärten Vertreter des 50-Jährigen dem US-Magazin "People". Man sei "sehr zuversichtlich, dass unser Klient [...] vollständig entlastet wird, wenn die wahren Fakten in dieser Angelegenheit ans Licht kommen."

Das Anwaltsteam Martins habe auch gegenüber Telemundo ein entsprechendes Statement abgegeben. Genaue Details sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. So ist etwa nicht klar, was angeblich passiert sein soll und um welche Anschuldigungen es sich genau handelt.

Die Polizei habe gegenüber der Associated Press erklärt, dass es Martin nun untersagt sei, die Person zu kontaktieren. Ein Gericht solle zu einem späteren Zeitpunkt darüber entscheiden, ob die Anordnung bestehen bleiben soll.

Seit 2018 mit dem Künstler Jwan Yosef verheiratet

Ricky Martin hatte sich in den 1990er Jahren zu einem der beliebtesten Popstars hochgearbeitet. Mit Songs wie "The Cup of Life", dem Lied zur Fußball-Weltmeisterschaft 1998, oder Gassenhauern wie "Livin' La Vida Loca" und "She Bangs" stürmte er weltweit die Charts. Über seine Homosexualität sprach der Künstler erstmals 2010 auf seiner Website. Damals schrieb er: "Ich bin stolz darauf zu sagen, dass ich ein glücklicher homosexueller Mann bin" (queer.de berichtete).

Bereits 2008 waren Martins Zwillinge Matteo und Valentino mit Hilfe einer Leihmutter zur Welt gekommen (queer.de berichtete). Zunächst war der Sänger mit dem Börsenmakler Carlos González liiert, von dem er sich aber 2014 trennte. Den späteren Mitpapa, den aus Syrien stammenden und in Schweden aufgewachsenen Künstler Jwan Yosef, hatte Ricky Martin erst 2016 kennengelernt, sie heirateten im Januar 2018 (queer.de berichtete).

Im Januar 2019 verkündete das schwule Paar die Geburt seiner Tochter Lucia (queer.de berichtete). Neun Monate später kam Sohn Renn Martin-Yosef – ebenfalls mit Hilfe einer Leihmutter – zur Welt (queer.de berichtete). (cw/spot)