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Italien

Silvio Berlusconis Ex gibt einer Frau das Ja-Wort

Das Showgirl Francesca Pascale war zehn Jahre lang mit dem Macho-Politiker Silvio Berlusconi liiert – jetzt schließt die 36-Jährige mit ihrer Freundin den Bund fürs Leben.


Paola Turci (li.) und Francesca Pascale feiern ihre Hochzeit in der Toskana (Bild: Instagram / francescapascaleofficial)

"Wir haben Ja gesagt!", erklärte Francesca Pascale in sozialen Medien, "das ist der schönste Tag meines Lebens". Die 36-Jährige, die vor allem durch ihre fast ein Jahrzehnt dauernde Liaison mit dem früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi (85) bekannt ist, veröffentlichte auch Fotos von ihrer Hochzeit mit der bekannten römischen Popsängerin Paola Turci (57), die zuvor mit einem Mann verheiratet gewesen war. Das Paar wurde am Samstag in dem toskanischen Weinort Montalcino nahe Siena getraut.

Pascale hatte nach ihrer Schulzeit im Fernsehen und als Lokalpolitikerin gearbeitet, bevor 2012 ihre Beziehung mit den knapp ein halbes Jahrhundert älteren Berlusconi Schlagzeilen machte. 2020 trennte sich das Paar. Pascale soll Medienberichten zufolge eine millionenschwere Abfindung vom steinreichen Politiker erhalten haben. Laut "Oggi" hatte sich der Medienmogul und Politiker die Trennung 20 Millionen Euro kosten lassen, zudem soll Pascale eine Million Euro pro Jahr erhalten.

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Die Beziehung von Pascale und Turci war nach der Trennung bekannt geworden, als Paparazzi-Bilder vom Paar in eindeutigen Posen veröffentlicht wurden. In einem Interview sagte Pascale später zu ihrer sexuellen Orientierung: "Ich bin lesbisch und auch hetero. Wenn ich eine Frau mag, bin ich mit einer Frau zusammen." Während ihrer Beziehung mit Berlusconi hatte Pascale aber nie dessen queerfeindliche Ansichten öffentlich kritisiert. Inzwischen wirbt sie auf ihrer Instagram-Seite aber für LGBTI-Rechte.

In Italien herrscht bis heute ein Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare. Seit 2016 dürfen Schwule und Lesben eingetragene Lebenspartnerschaften mit begrenzten Rechten eingehen (queer.de berichtete).

Berlusoconi war von 1994 bis 1995, von 2001 bis 2006 und erneut von 2008 bis 2011 Ministerpräsident von Italien. Der Eigentümer des Konzerns Fininvest gilt mit einem Vermögen von rund acht Milliarden Dollar zudem als reichster Italiener. Derzeit ist er Mitglied des Europäischen Parlaments.

Bis heute verfolgen ihn allerdings rechtliche Auseinandersetzungen. Die Staatsanwaltschaft fordert wegen Aufforderung zu Falschaussagen eine Freiheitsstrafe gegen den Milliardär. Zudem verlangte das Ministerpräsidentenbüro im Mai eine Schadensersatz in Höhe von 10,5 Millionen Euro, weil der Ex-Premier das Amt in "weltweiten Misskredit" gebracht habe. Beide Forderungen stehen mit den sogenannten "Bunga-Bunga-Partys" in Zusammenhang. (dk)