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Dushi Curaçao!

Die Insel Curaçao ist das besonders queerfreundliche Traumziel in der Karibik. Tagsüber ist Baden und Tauchen angesagt, abends stehen Meeresfrüchte und Party auf dem Programm. Im Herbst wird das zehnjährige Pride-Jubiläum gefeiert.


Dushi & proud: Vom 28. September bis 2. Oktober 2022 findet zum zehnten Mal der Curaçao Pride statt
  • Von Benjamin Engel
    4. Juli 2022, 13:32h, noch kein Kommentar

Eines der häufigsten Wörter, die man auf Curaçao hört, ist "dushi". Das Wort aus der Kreolsprache Papiamento hat viele Bedeutungen – aber alle sind überaus positiv. "Dushi" heißt sowohl "lecker", "nett", "lieb" oder "sexy" und steht auch für "Schatz". Selbst Besucher*innen, die nur zwei Tage auf der Insel sind, nehmen "dushi" automatisch in ihren Wortschatz auf. Entsprechend haben die Einheimischen Curaçao auch den Spitznamen "Dushi Korsou" verpasst.


"Dushi" – erklärt auf einem bunten Wandgemälde auf Curaçao

Curaçao ist ein autonomes Land innerhalb des niederländischen Königreichs und gehört – neben Aruba und Bonaire – zu den ABC-Inseln. Entdeckt wurde sie 1499 von Alonso de Ojeda, einem Leutnant von Kolumbus. Die spanischen Besatzer nannten das Land im Wasser zunächst "Isla de los Gigantes" (Insel der Riesen), da die Ureinwohner sehr groß waren. Nur wenig später tauchte der Name "Curaçao" erstmals auf, der sich höchstwahrscheinlich von dem spanischen Wort "Corazon" (Herz) herleitet. Curaçao liegt etwa 70 km nördlich von Venezuela entfernt im südlichen Teil des Karibischen Meeres, der von Wirbelstürmen verschont bleibt.

Eine Insel mit jeder Menge Geschichte

Nicht nur deshalb gehört Curaçao zu den Traumzielen in der Karibik: Neben palmengesäumten Korallenstränden und 28 Grad Durchschnittstemperatur gibt es auf der Insel mit ihren offenen und toleranten Bewohner*innen auch jede Menge Geschichte zu entdecken: Durch den wechselseitigen Kontakt zwischen indigener, europäischer, asiatischer, arabischer und afrikanischer Lebensweise entstand auf dem Eiland eine vielschichtige Kultur, in der bis heute rund 40 verschiedene Bevölkerungsgruppen ihre Heimat haben und welche die Insel so schillernd und faszinierend macht.


Einer von vielen Traumstränden auf Curaçao

"Biba i laga Biba" – das bedeutet "Leben und leben lassen" und ist die Philosophie der Insel. Kein Wunder, dass sich Curaçao zum queerfreundlichsten Reiseziel in der Karibik entwickelt hat. In der Insel-Hauptstadt Willemstad kann man eine kleine, aber lebendige Szene erkunden, und vom 28. September bis 2. Oktober 2022 findet zum zehnten Mal der Curaçao Pride statt. Details zum fünftägigen Festival werden in Kürze bekannt gegeben.


Auf Curaçao sind LGBTI sichtbar

Viele Hotels, Resorts und Restaurants werben gezielt um queere Tourist*innen. In der International LGBTQ+ Travel Association (IGLTA) hat Curaçao innerhalb der Karibik die höchste Mitgliedsrate von Unternehmen.

Ein ganzjähriges Reiseziel

Bedingt durch seine tropischen Temperaturen ist Curaçao für ganzjährigen Tourismus geeignet, besonders aber als warmes Winterziel für Besucher*innen aus Europa und Nordamerika. Die Landschaft ist reizvoll und abwechslungsreich. Das trockene Klima prägt die Insel mit Agaven, Dornsträuchern und meterhohen Kakteen.


Eine Gasse auf Curacao

Im Westen und im Süden findet man paradiesische Buchten und Badestrände und kleine Fischerdörfer. Der Norden und die Ostseite der Insel sind rau und wild. Höchste Erhebung ist der Christoffelberg mit 372 Metern, um den herum ein Nationalpark liegt, den man wandernd, zu Pferd oder mit dem Geländewagen erkunden kann.

Besonders sehenswert ist die pittoreske Altstadt von Willemstad. Die UNESCO hat die Hafenfront von Curaçao sowie große Teile von Willemstad und Punda 1997 zum Weltkulturerbe erklärt.


Handelskade in Willemstad

Eines der beeindruckendsten historischen Viertel der Karibik ist das im westlichen Teil des alten Willemstad gelegene Otrobanda. Hier haben sich einige der charakteristischen Stadtvillen und Landhäuser mit den typischen holländischen Treppen- und Glockengiebeln erhalten. Die bewegte Geschichte und das besondere Ambiente von "Klein Holland" – wie Curaçao auch genannt wird – erlebt man am besten bei einem Besuch in einem der zahlreichen Landhäuser, die die ereignisreiche Vergangenheit auf besonders eindrucksvolle Weise erfahrbar machen.

Die Nachbarinsel ist ein Paradies für Taucher*innen

Auch ein Ausflug auf die unbewohnte Nachbarinsel Klein-Curaçao lohnt sich. Vor allem für Taucher*innen ist die über 60 Millionen Jahre alte Unterwasserwelt der Karibikinsel unvergleichlich: Über 500 farbenprächtige Fischarten – darunter Ammenhaie, drei verschiedene Meeresschildkrötenarten und zahlreiche Anemonenarten sowie Krebse und Muscheln – tummeln sich an eindrucksvollen Korallenriffen.


Abenteuer unter Wasser

In nur zehn Flugstunden erreicht man die paradiesische Karibikinsel täglich mit KLM über Amsterdam [Anmerkung: Es gibt viele Möglichkeiten, die CO2-Emissionen beim Fliegen zu reduzieren. Durch die Erneuerung der Flotte, die Optimierung der Betriebsabläufe und den Ausgleich von CO2-Emissionen werden gerade bei KLM definitiv Fortschritte erzielt. Aber im Moment ist der beste Weg, nachhaltiger zu fliegen, nachhaltiger Flugkraftstoff. Und KLM ist – gemeinsam mit Air France – die erste Fluggesellschaft der Welt, die in jedem Ticket einen bestimmten Anteil an nachhaltigem Kraftstoff miteinschließt].

Curaçao bietet vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten: von preisgünstigen Appartements für Selbstversorger über Bungalows, großzügige Landhäuser und exklusive Villen bis hin zu luxuriösen Hotels. Auch Gourmets kommen auf den Geschmack: Frischer Fisch, Meeresfrüchte und herzhafte kreolische Spezialitäten wie geschmorte grüne Papaya, gebackener Fisch und süße Suppen sind vorzügliche Genüsse. Und nach Sonnenuntergang geht das Leben auf Curaçao dann richtig los: Live Musik, Salsa-Abende und leckere Fruchtcocktails sorgen für lange Karibiknächte – nicht nur beim legendären Karneval.


Chill & Grill: Ein guter Start für eine lange Karibiknacht

Curaçao gibt es übrigens auch in der Flasche: Aus den Schalen von Bitterorangen (Pomeranzen), die auf der Insel wachsen, wird der nach der Insel benannte Likör Curaçao hergestellt. Die Schalen werden mazeriert und dabei in Alkohol eingelegt, der Aroma und Farbstoffe herauslöst. Danach werden blaue, seltener rote Farbstoffe zugesetzt. Nach der Farbe wird das Getränk dann als "Blue Curaçao" oder "Red Curaçao" bezeichnet.

Beide Varianten sind natürlich absolut dushi!