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USA

Nach Skandal-Tweet: Bette Midler will nicht transphob sein

Bette Midler hat sich nach ihrem Skandal-Tweet verteidigt. Der als transphob kritisierte Beitrag sei nicht so gemeint gewesen. Auch Macy Gray verteidigt sich, nachdem sie trans Frauen das Recht auf Frausein aberkannt hatte.


Bette Midler, die ihre Gesangskarriere in Schwulenclubs begann, galt lange als große Unterstützerin der queeren Community (Bild: Library of Congress Life / wikipedia)

Ein Tweet von Bette Midler (76) sorgt seit Montag für Aufruhr. Darin erklärte die amerikanische Sängerin und Schauspielerin, dass Frauen sich "nicht auslöschen" lassen sollten, und kritisierte die Begriffe "Gebärende", "Menstruierende" und "Menschen mit Vaginas". Daraufhin wurde kritisiert, dass Midler trans Menschen das Existenzrecht abspreche. Darauf hat der "Hocus Pocus"-Star nun in weiteren Tweets reagiert.

Twitter / BetteMidler
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Ihr vielfach kritisierter Tweet sei eine Antwort auf einen Artikel in der "New York Times" gewesen. "The Far Right and Far Left Agree on One Thing: Women Don't Count", zu Deutsch "Die extreme Rechte und die extreme Linke sind sich in einer Sache einig: Frauen zählen nicht", lautet die Überschrift. "Ich hatte nicht die Absicht, etwas Ausgrenzendes oder Transphobes zu sagen; darum ging es mir nicht", erklärt Midler. Vielmehr wollte sie auf "denselben alten Scheiß" hinaus, "den sich Frauen – alle Frauen – seit den Höhlenmenschen gefallen lassen müssen": "Selbst damals standen die Männer an erster Stelle."

Bette Midler: "Habe für Randgruppen gekämpft, solange ich denken kann"

"Aber im Ernst, Leute, wenn irgendjemand, der diesen Tweet gelesen hat, denkt, dass ich irgendetwas anderes als Liebe für marginalisierte Menschen empfinde, dann geht zu Wikipedia und gebt meinen Namen ein", verteidigte die 76-Jährige sich weiter. Bette Midler habe "für Randgruppen gekämpft, solange ich denken kann".

Direktlink | "Aus der Ferne" hat unsere Bette nichts Schlimmes gesagt...
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"Aber wenn ihr meine 60 Jahre erwiesene Liebe und Fürsorge wegen eines Tweets abtun wollt, der versehentlich genau die Menschen verärgert hat, die ich immer unterstützt und verehrt habe, dann sei es so", erklärte sie weiter. Die Wahrheit sei, "dass uns die Demokratie durch die Finger rinnt". Midler sei "fest entschlossen, die Demokratie für alle Menschen zu retten". "Wir müssen uns zusammentun, denn, falls ihr nicht aufgepasst habt, geteilt werden wir definitiv fallen", appellierte sie.

Bette Midlers vollständiger Tweet vom 4. Juli lautete: "Frauen der Welt! Wir werden unserer Rechte über unseren Körper, unser Leben und sogar unseren Namen beraubt! Man nennt uns nicht mehr 'Frauen', sondern 'Gebärende' oder 'Menstruierende' und sogar 'Menschen mit Vaginas'! Lasst nicht zu, dass sie euch auslöschen! Jeder Mensch auf der Erde ist euch etwas schuldig!"

Auch Macy Gray in der Kritik

Fast zeitgleich steht auch US-Sängerin Macy Gray wegen transphober Äußerungen in der Kritik. Sie hatte am Montag in einem Interview mit dem queerfeindlichen britischen Moderator Piers Morgan unter anderem erklärt, dass trans Frauen keinen Platz im Frauensport hätten. Außerdem sagte sie: "Nur weil man seine Geschlechtsteile ändert, wird man nicht zur Frau."

Twitter / PiersUncensored

Nach aufkommender Kritik tweete die Künstlerin laut "Rolling Stone": "Ich verspüre nichts außer Liebe für die LGBT+- und Transgender-Communitys. Ich war von Anfang an eine Unterstützerin, keine Fake-Unterstützerin. Meine Aussage bei Piers Morgan wurde grob missverstanden. Ich respektiere jeden, wer auch immer er oder sie sein möchte." Inzwischen hat die 54-Jährige diesen Tweet aber wieder gelöscht. (cw/spot)



67 Kommentare

#1 AnnaAnonym
  • 06.07.2022, 16:47h
  • Mal wieder reiche cis Frauen die trans Frauen und teils nicht der europäischen Norm von cis Frauen entsprechenden cis Frauen das Recht auf Frau Sein nehmen und die rechte TERF Mär weiterverbreiten, das Frauen "erased" werden würden und nach Backlash sich verteidigen mit "ich hätte doch seit Jahrzehnten für marginalisierte Menschen eingesetzt". Ja sure hat die weiße lib cis Frau (Bettie Medler) in ihrem Leben auch nur irgendwas getan für trans Frauen, trans Männer und Nicht-Binäre, wer's glaubt wird seelig.
    Mein Respekt für weißen "liberalen" "White Supremacy Feminismus" ist jedenfalls seit geraumer Zeit unter dem Gefrierpunkt.

    Was Marcy Gray und andere zahlreiche Menschen auf diesem Planeten angeht, die trans Frauen aus falschem Biologismus aus dem Sport komplett verbannen wollen und sich teilweise auch noch als "trans allies" bezeichnen sage ich inzwischen nur noch das hier: Screw you all. Ich bin diese Exkludierung und Unsichtbarmachung und diese "Debatte" nur noch leid.
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#2 Ach neinAnonym
  • 06.07.2022, 16:52h
  • Erst bewusst gegen eine genau definierte Gruppe hetzen und dann was von "Lasst euch nicht entzweien, wir müssen GEMEINSAM..." fantasieren, wow. Wenn es nicht so erbärmlich, traurig und vor allem gefährlich wäre, müsste mensch laut lachen.

    Oder sollte das gar ein perverser PR-Stunt für ihren -für mich persönlich auch schon vor dieser widerlichen Nummer unnötigen- "Hocus Pocus 2" sein, der in einigen Wochen bei Disney+ startet? Mal wieder ins Gerede kommen?
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#3 BibliothekarAnonym
  • 06.07.2022, 16:56h
  • Ich verstehe und befürworte, dass wir uns gegen Hom- und Transphobie wehren und auch publik machen, wenn Prominente sich entsprechend äußern. Aber in diesem Fall sehe ich das durch nichts belegt. Und BM war und ist auf und an unserer Seite
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#4 LothiAnonym
#5 LorenProfil
  • 06.07.2022, 17:32hGreifswald
  • Bette Midler hätte sich mal lieber an Planned Parenthood, NARAL Pro-Choice America, die American Civil Liberties Union sowie The Lancret (beispielhaft im Artikel der New York Times aufgeführt) mit ihrer Kritik wenden sollen, anstatt ihren pathetischen "PEOPLE OF THE WORLD"-Ausruf abzusetzen. Die hätten sich dann auch öffentlich dazu äußern können. Macy Gray dürfte es schwerer haben, ihre eindeutige Aussage positiv umzudeuten.
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#6 Paula RoydAnonym
  • 06.07.2022, 17:33h
  • Ich habe Bette Midler zwar bisher vor allem als Schwulen- und weniger als Queer-Ikone wahrgenommen, aber ich denke doch, dass es etwas überstürzt ist, sie jetzt zur größten Feindin der Menschheit und Menschlichkeit seit Stalin zu erklären, wie es sich hier andeutet...

    Nicht jeder will Trans-Menschen etwas Böses und man sollte überlegen, ob man Künstler, die seit Jahrzehnten für ihre Akzeptanz bekannt sind und einen wesentlichen Teil ihrer Karriere auf der Beliebtheit bei Gruppen, die auf diese Akzeptanz angewiesen sind, aufgebaut hat, wirklich so beurteilen sollte.
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#7 gastAnonym
  • 06.07.2022, 17:36h
  • Nach etlichen Vorkommnissen an U.S Universitäten, nach dem "Vorfall" an der Humboldt Uni in Berlin und mit dem angekündigten "Rundumschlag" des SCOTUS kann ich nur WARNEN. Die LGBTQ+ Com. sägt an dem Ast auf dem sie sitzt.
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#8 HmmmAnonym
  • 06.07.2022, 17:39h
  • WTF, die lebt noch ?? Aber das was manche grosszügig als "Musik" bezeichnen hat sie aufgegeben, oder ?

    Aber ja, natürlich ne einfache Möglichkeit sich mal wieder ins Gespräch zu bringen, was Rowling kann kann Midler schon lange.
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#9 AnnaAnonym
  • 06.07.2022, 17:55h
  • Antwort auf #3 von Bibliothekar
  • Bette Midler hat ein transfeindliches Artikel in der seit geraumer Zeit transfeindlichen New York Times einer TERF verteidigt die die komplett absurde Horseshoe Theorie aufbringt, dass "Frauenrechte" (ja welche Rechte denn? Die von entitled rich liberal white women?) der extremen Linke genauso egal seien wie der extremen Rechten. Eben jenes transfeindliches Pamphlet wurde von diesem Twitter Account zerlegt wurde:

    mobile.twitter.com/epistemophagy/status/1544146171098460161

    Dementsprechend ist es für mich ziemlich unerheblich ob sie sich bisher als trans ally gegeben hat oder nicht, sie hat ziemlich eindeutig TERF Speech bewandt und sich für diese geöffnet.

    Und dann auch noch die Mär von wegen im Alltag in den Medien usw. würde nur noch von "gebärenden" gesprochen und die Kategorie Frau komplett ausgelöscht werden.. Dies geschieht in einem bestimmten medizinischen Bereich um trans Männer, nicht-binäre und agender Personen mit Uterus und Gebärmutter freundlich und genderneutral zu sein, die immer noch einen oft Druck und Angst verspüren Gynäkolog*innen zu besuchen, weil sie u. a. misgendert werden und Leute wie Bette Midler negieren ihre Rechte auf angemessene Behandlung. Also frage ich abschließend an Bibliothekar: Welches "uns" ist hierbei gemeint? Trans Männer, nicht-binäre und agender können damit wohl kaum mit einbezogen sein.
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#10 VictoriaAnonym
  • 06.07.2022, 17:56h
  • Bette Midler nehme ich das noch ab, aber Macy Gray? Ihre Aussage wäre "grob missverstanden" worden? Was um Himmels Willen gibt es da bitte zu missverstehen? Ich könnte mir kaum eine transphobere Aussage ausdenken, wenn ich es versuchen würde.
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