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Dresdner Star-Opernsänger
Empörung nach homophoben Äußerungen von Opernsänger René Pape
René Pape, einer der prominentesten deutschen Opernsänger, äußert sich in einem Facebook-Kommentar abwertend über die queere Community. Nach einem Aufschrei rudert er zurück.

René Pape tut seine queerfeindliche Aussage inzwischen leid (Bild: BR)
- 7. Juli 2022, 10:30h 3 Min.
Der Dresdner Opernsänger René Pape hat mit queerfeindlichen Facebook-Äußerungen für Empörung gesorgt. Inzwischen hat sich der 57-Jährige für seine Aussagen entschuldigt – und führt als Grund Alkoholismus und Depressionen an.
Wörtlich hatte Pape angesichts der CSD-Unterstützung der New Yorker Metropolitan Opera auf Englisch erklärt: "Wow! Das ist für mich ein Grund, nicht zurückzukommen." Außerdem fügte er hinzu: "Schrecklich. Menschen, die nicht wissen, wer sie sind, benutzen dieses fantastische Haus, um anderen zu erklären, wer sie sein sollen!"

Die Staatsoper Berlin, an der Pape seit seiner Jugend auftritt, verurteilte die Äußerungen des Sängers scharf. Homophobie habe "keinen Platz in unserem Haus", heißt es in einer englischsprachigen Mitteilung auf Twitter.
Staatsoper Berlin (@StaatsoperBLN) July 5, 2022/ StaatsoperBLN
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Nach einer Empörungswelle in sozialen Netzwerken bat der Sänger am Dienstag auf Facebook die queere Community um Entschuldigung: "Es tut mir zutiefst leid, wieviel Schmerz ich vielen Menschen durch meine Kommentare auf Facebook verursacht habe." Er habe bei seinem Eintrag eine andere Intention gehabt: "Ich habe versucht, ein Statement zu den für mein Gefühl manchmal performativen Aktionen von Opernhäusern zu machen, aber stattdessen schrieb ich schlecht formulierte Aussagen, die mit Hass für eine Community erfüllt zu sein schienen, die mir über die Jahre viel Liebe und Unterstützung entgegengebracht hat und für die ich selbst im Gegenzug nur Liebe und Respekt empfinde."
Gründe für Ausraster: DDR-Jugend und Alkoholismus
Weiter erklärte Pape, er sei in der DDR aufgewachsen, in der "Hass und Zwietracht" durch den Überwachungsstaat angefacht worden seien. "Ich bin im Schatten dessen aufgewachsen und mein Hinterfragen der Handlungen und Motive anderer kommt aus einem dunklen Teil meiner selbst, auf den ich nicht im Geringsten stolz bin", so Pape.
Pape sprach außerdem über seine Sucht: "Ich bin Alkoholiker und kämpfe mit Depressionen, seit ich mich erinnern kann. Ich ringe immer wieder mit einem Dämon, der das Schlimmste in mir zum Vorschein bringt. Es gibt keine Entschuldigung für das Verhalten, das daraus hervorgeht. Ich habe keinen endgültigen Sieg gegen diesen Dämon vorzuweisen, lediglich eine Reihe gewonnener und verlorener Schlachten." Er wolle nun den Sommer nutzen, um sich auf seine Gesundheit zu konzentrieren.
In sozialen Netzwerken zeigten sich viele überrascht über die Erläuterung. Ein Twitter-Nutzer merkte etwa an: "Kann jemand René Pape sagen, dass Alkohol nicht homophob macht?" Andere lobten ihn dafür, dass er so offen mit seiner Sucht umgehe – und forderten, den Sänger nicht wegen eines Ausrutschers zu verdammen. "Nach einer schnellen und offenen Entschuldigung muss eine Gesellschaft dem Menschen im Künstler auch vergeben können", heißt es in einem Kommentar von BR Klassik. (dk)















Komisch, das habe ich jetzt schon öfter gehört (Bild.tv, Berlin.tv, AFD also die ganzen Aufklärungsorgane). Auch davon, dass wir Queer ein weiterer Versuch der Kommunisten, neben LSD und der Studentenbewegung in den 1960ern seien, um die jüdisch/christliche Kleinfamilie zu untergraben. Es gäbe wohl der Plan, in einer riesigen Transgender-Aktion alle Männer zu kastrieren um damit das kapitalistische System zu unterwandern.
Federführend wäre wohl eine jüdisch-queere Geheimweltverschwörung.
Hat da jemand was Konkretes von unserer obersten Leitung gehört?
Bisher dachte ich immer uns Queer ist es Banane wie jede*r Unquee*r sein/ihr Leben gestaltet. Was ist jetzt mit dem ganzen Kinderblut für Mittelerde?(Satire)