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Auftritt in Lanxess-Arena
Queerfeindlicher Komiker Dave Chappelle kommt nach Köln
Der durch seine homo- und transfeindlichen Ausbrüche berüchtigte US-Komiker hat sich ausgerechnet die deutsche CSD-Hauptstadt für einen Abstecher ausgesucht.

Dave Chappelle verdient seine Brötchen mit abwertenden Aussagen über Homosexuelle und trans Menschen (Bild: Netflix)
- 7. Juli 2022, 11:05h 2 Min.
Der US-Komiker Dave Chappelle wird gemeinsam mit seinem Comedy-Kollegen Chris Rock am 10. September in Köln auftreten. Die beiden sollen in einer exklusiven Co-Headline-Show in der Lanxess-Arena im Stadtteil Deutz eine Show abliefern, teilten die Veranstalter*innen am Donnerstag mit. Vor dem Auftritt in der Domstadt absolviert das Duo auch vier Shows in London und Amsterdam.
Die deutschen Veranstalter*innen bezeichneten Chappelle als "komödiantische Stimme der Gegenwart". Der Auftritt von Chappelle und Rock wurde nur vier Tage nach der CSD-Demo in Köln angekündigt.
Chappelle steht bereits seit längerem wegen abwertender Kommentare über queere Menschen in der Kritik. Schon vor fünf Jahren veröffentlichte das angesehene Politikmagazin "The New Republic" deshalb einen Artikel mit der Überschrift "Was ist Dave Chappelles Problem mit homosexuellen Menschen?". In dem Artikel wird auch die Transphobie von Chappelle behandelt, die seine Homophobie noch übersteige. So heißt es: "Er scheint so gut wie kein Interesse und keine Geduld mit jeglicher Vorstellung von Transgender-Identität zu haben."
Vergangenen Herbst kam es zu weiteren Protesten, als Chappelle in einem Netflix-Special insbesondere trans Menschen beschimpfte (queer.de berichtete). In dieser Bühnenshow spielte er mit Verweis auf seine Hautfarbe auch die Diskriminierung Homosexueller herunter ("In unserem Land kann man einen Nigga erschießen, aber man sollte besser nicht die Gefühle eines Schwulen verletzen.") Die Äußerungen führte zu vielen Protestaktionen, etwa auch von Netflix-Mitarbeitenden (queer.de berichtete).
Chappelle sieht sich als Opfer der Cancel Culture
Der 48-jährige Komiker erklärte trotz der Kritik, er werde sich der LGBTI-Community nicht beugen. Zudem stilisierte er sich zum Opfer von angeblicher Cancel Culture (queer.de berichtete). Das Narrativ, dass ihm derzeit das Wort verboten werden würde, verbreitete er dabei in vielen öffentlichen Statements in den vergangenen Monaten.
Sein Co-Headliner Chris Rock machte die diesjährige Oscar-Verleihung zu einem Haushaltsnamen, als er von Will Smith mitten in der Live-Show wegen eines Witzes über dessen Ehefrau ins Gesicht geschlagen wurde (queer.de berichtete). Smith wurde danach – trotz des Gewinns eines Oscars – in Hollywood zur Persona non grata, während Rock derzeit besonders gefragt ist. (dk)
















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