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Sachbuch
Wenn der Vater ein Homohasser ist
In ihrem Ratgeber "Fremd in der eigenen Familie" setzt sich Nerea Lakuntza mit den Ursachen auseinander, die dazu führen, dass sich Kinder von ihren Eltern entfernen.
- 10. Juli 2022, 07:18h - 3 Min.

"Fremd in der eigenen Familie. Wenn sich Kinder von ihren Eltern entfernen" ist als Taschenbuch und E-Book erschienen
Vielen jungen Erwachsenen wird ihre Herkunftsfamilie immer fremder. Ob Religion, Politik, Migration, verdrängte Traumata oder die eigene Sexualität – so unterschiedlich die Ursachen der Spannungen sind, so sehr schmerzt es doch alle Beteiligten. Oft haben sich zum Beispiel nach einem Studium ihre Wortwahl, ihre Werte und der Blick auf die Welt so stark verändert, dass sie bei den Eltern auf Unverständnis stoßen und sie auch umgekehrt deren Ansichten als unhaltbar empfinden.
Die Journalistin Leonie Feuerbach spricht mit Betroffenen darüber, wie es zur familiären Entfremdung gekommen ist und wie sie mit diesem schambesetzten Thema umgehen. Ob Religion, Politik oder Migration – so unterschiedlich die Ursachen der Spannungen sind, so sehr schmerzt es doch alle Betroffenen. Viele berichten davon, wie sie die Beziehung zu den Eltern dennoch aufrechterhalten oder aber wie selbst nach einem Kontaktabbruch die familiäre Bindung weiterbesteht. "Fremd in der eigenen Familie. Wenn sich Kinder von ihren Eltern entfernen" ist jetzt als 206 Seiten starkes Softcover für 23 Euro (Amazon-Affiliate-Link ) bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienen. Eine Leseprobe als PDF gibt es hier.
Was tun, wenn Eltern den Lebensentwurf ihres Kindes nicht akzeptieren, ihn sogar als Angriff empfinden? Was ändert sich, wenn man plötzlich erfährt, ein "Kuckuckskind" zu sein? Wie wird man damit fertig, wenn der Vater AfD wählt oder die Mutter evangelikal ist? Gibt es einen Weg, auch bei auseinanderdriftenden Weltbildern weiterhin ein gutes Verhältnis zu pflegen? – Die Fragen, die in den sehr offenen, persönlichen Gesprächen mit erwachsenen Kindern aufkommen, stellt die Autorin anschließend verschiedenen Expert*innen aus den Bereichen Soziologie, Psychologie und Pädagogik. So eröffnen sich neue Perspektiven auf die Hintergründe und mögliche Lösungen für die familiäre Entfremdung. Denn wie schwierig sie auch sein kann: Die Beziehung zu den eigenen Eltern ist und bleibt lebenslang eine ganz besondere.

Leonie Feuerbach schreibt vor allem über soziale, psychologische und gesellschaftspolitische Themen (Bild: Nerea Lakuntza )
Leonie Feuerbach, Jahrgang 1987, studierte Soziologie und Politikwissenschaft in Berlin, Tübingen, Salamanca und Rio de Janeiro. Seit 2016 arbeitet sie für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), derzeit als politische Nachrichtenredakteurin, davor beim FAZ-Magazin und in den Ressorts Gesellschaft und Politik bei FAZ.NET. Sie schreibt vor allem über soziale, psychologische und gesellschaftspolitische Themen. "Fremd in der eigenen Familie. Wenn sich Kinder von ihren Eltern entfernen" ist ihr erstes Buch. (cw/pm)
Leonie Feuerbach: Fremd in der eigenen Familie. Wenn sich Kinder von ihren Eltern entfernen. Ratgeber. 206 Seiten. Softcover: 21,3 x 14,2 cm, 23,00 Euro (ISBN: 978-3-525-46282-9). E-Book: 23,00 Euro (ISBN: 978-3-647-99413-0). Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen 2022.
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