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- 27. Januar 2006 1 Min.
Prag (queer.de) - Der tschechische Senat hat am Donnerstag mit überwältigender Mehrheit für die Eingetragene Partnerschaft gestimmt. 45 der 65 anwesenden Senatoren votierten für den Gesetzentwurf, 14 dagegen, darunter alle Christdemokraten. Sechs enthielten sich der Stimme. Mitte Dezember hatte bereits das Repräsentantenhaus für die Homo-Ehe gestimmt (queer.de berichtete). Wenn Präsident Vaclav Klaus zustimmt, könnten Homo-Paare ähnlich wie in Deutschland ihre Beziehung bei einer Behörde eintragen zu lassen. Das Gesetz erlaubt es Schwulen und Lesben allerdings nicht, Kinder zu adoptieren. Führende tschechische Homo-Aktivisten rechnen mit einem "Ja" des Präsidenten, obwohl er sich in der Vergangenheit bei diesem Thema eher ablehnend gezeigt hatte. Sollte er sein Veto einlegen, könnte es von einer absoluten Mehrheit im Abgeordnetenhaus überstimmt werden. Das könnte Analysten zufolge eine äußerst knappe Entscheidung werden. Tschechien wäre das erste ehemalige Ostblock-Land, das die Eingetragene Partnerschaft einführt. Fast zwei Drittel der Bevölkerung befürworten laut Umfragen die Homo-Ehe. Dagegen hatte das lettische Parlament im vergangenen Jahr als erstes EU-Land ein Verbot der Homo-Ehe in der Verfassung festgeschrieben (queer.de berichtete). (dk)














