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  • 28. Januar 2006 32 1 Min.

Stuttgart/Berlin (queer.de) - Der Rücktritt des baden-württembergischen Sozialministers Andreas Renner hat heftige Reaktionen hervorgerufen. Volker Beck, der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, kritisierte die Vorgänge in der schwäbischen CDU scharf: "Der Rücktritt von Andreas Renner ist ein Sieg der Spießer in der Union Baden-Württemberg", so Beck. Er nennt die Stuttgarter CDU/FDP-Regierung "eine Koalition des gesellschaftlichen Muffs und der Spießbürger". Kritik auch vom CSD Stuttgart: "Dass ein Gespräch aus dem vergangenen Juli und das Grußwort zu einem schwul-lesbischen Event nun Andreas Renners politische Karriere beendet, zeigt ganz deutlich, was hier gespielt wird – nämlich Wahlkampf mit allen Mitteln", fasst Christoph Michl, Vorstand und Gesamtleiter des CSD Stuttgart, seinen Unmut zusammen. "Und das auf Kosten einer ohnehin schon diskriminierten Bevölkerungsgruppe. Andreas Renner hat mit seiner umstrittenen Schirmherrschaft endlich Bewegung in die verkrustete konservative CDU gebracht. Kurzzeitig war ein Hauch von Aufbruch zu spüren", so Michl. Er fürchtet, dass in Zukunft der "Muff der vergangenen Jahrzehnte" die Landespolitik bestimmen könnte. Politiker aus SPD und CDU hatten Renner nach dem Bekanntwerden von Beleidigungsvorwürfen gegen Bischof Gebhard Fürst zum Rücktritt aufgefordert. (dk)

24.01.26 | "Ohne Uns kein Wir! Füreinander laut, miteinander stark."
CSD Stuttgart gibt Motto bekannt
-w-

#1 metinAnonym
  • 28.01.2006, 15:04h
  • mit solchen abstrafungen kann der nationale block (spd, cdu, fdp) mit
    schnitten ins eigene fleisch zeigen,
    dass schaffe, schaffe häusle baue,
    (eigenheimzulage ist schon weg),
    reduziert wird auf: schaffe, schaffe,
    und wenn es nur für einen euro ist.
    die botschaft: schluss mit lustig,
    lässt sich in der bunten schwulen sphäre
    für alle am krachensten verkünden.
    der nationale block weiss, dass er seinen
    hetero-proleten und dienstleistern, keine
    quietschig bunten tunten-umzüge mehr zumuten darf, wenn er zeitgleich für das nationale wohl alltagsbilder erzeugen wird,
    die sehr sehr häßlich sein werden. das autistische ausblenden der herankriechenden armut in gay-kreisen führt zur verharmlosenden wahrnehmung:
    Muff der vergangenen Jahrzehnte.
    die ordnungsmethoden der 50er, die kamen nach den 40ern, rollen im digitalen gewand an. in der gemeinsamen wahrnehmung des deutschen volkes gilt der mitdeutsche schwabe, fleißig und sparsam, als ein süd-modell "preußischer"
    tugenden. "die rationale physikerin" merkel und der "humanistische deich-retter" platzeck decken diese botschaften mit medialer dauerberieslung schon seit wochen ab.
    animateure im "club butterbrot", jeden tag wurst ist vorbei, toskana wem toskana gebührt. du nicht, denn: du bist deutschland
    was das ist bestimmt berlin.
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#2 DingensegalAnonym
  • 28.01.2006, 15:56h
  • Herr Beck hat voll und ganz recht! Das "Spießbürgertum" im Südwesten hat erneut zugeschlagen!
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#3 gerdAnonym
  • 28.01.2006, 16:37h
  • Das sehe ich allerdings auch so...

    Während in Landesverbänden wie in Hamburg oder in Berlin bei den beiden grossen Volksparteien ganz andere Leute an der Spitze stehen, ist in Baden-Württemberg wirklich gesellschaftlicher Muff zu erkennen. Das gilt leider auch für die SPD dort, wie die Äußerungen des Vorsitzenden dort zeigt.

    Volker Beck hat insofern recht, was die Verhältnisse in Baden-Württemberg angeht...dort sollten die WählerInnen wirklich die Grünen wählen.

    Mir tut es leid um diesen fähigen Minister, Herrn Renner. Das hat er nicht verdient...
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