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Pride Dance
CSD Köln: Tanzeinlage einer Polizistin sorgt für Gesprächsstoff
Eine gute Woche nach der CSD-Parade in Köln macht das Video einer hüftenschwingenden Polizistin die Runde in sozialen Netzwerken.

Das Video findet viele Fans – und auch einige Personen, die Kritik üben (Bild: Screenshot Youtube / Danijel Višević)
- 13. Juli 2022, 10:15h 2 Min.
Anfang Juli brach der erste reguläre Nach-Corona-CSD in Köln Rekorde (queer.de berichtete). Jetzt sorgt das eigentlich recht unspektakuläre Video einer tanzenden Polizistin am Rand der CSD-Demo für Aufregung. Die Frau ist zu sehen, wie sie am Straßenrand leicht ihre Hüften bewegt. Als ein Mann ihr entgegentanzt, wird sie etwas aktiver und reckt ihre Hände in die Luft. Das Video hat es inzwischen allein auf Twitter auf eine Million Klicks gebracht.
Der "Kölner Stadtanzeiger", die Tageszeitung mit der höchsten Auflage in der Millionenstadt, widmete diesem erst am Sonntag veröffentlichten 16-Sekünder sogar eine längere Geschichte, die es am Dienstagabend auf der Webpräsenz ksta.de zur Hauptgeschichte brachte, die ganz oben angezeigt wurde (Bezahlartikel).
Danijel Vievi (@visevic) July 10, 2022/ visevic
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Der "Stadtanzeiger" attestierte, dass das Video viele positive Reaktionen hervorgebracht habe, aber nicht nur – das geht auch aus der Überschrift "Video mit Kölner Polizistin sorgt für Streit auf Twitter" hervor. Wörtlich heißt es in dem Artikel:
Aber – wie so oft bei Twitter – meldet sich auch die Gegenseite zu Wort, wenn auch zahlenmäßig deutlich unterlegen: Die Polizistin habe neutral zu sein, belehrt jemand, es handele sich beim CSD schließlich um eine politische Demonstration. "Unangenehm", schreibt einer. "Ich fordere ein Disziplinarverfahren" ein anderer.
Andere würden auch an den Stonewall-Aufstand 1969 erinnern, heißt es in dem Artikel weiter, als die Polizei eine andere Rolle hatte. Damals hatten Polizisten queere Menschen verprügelt und festgenommen, weil sie für ihre Rechte eintraten. Diese Debatte, wie beim CSD mit dem ehemaligen Unterdrücker-Apparat Polizei umgegangen werden soll, gibt es auch immer wieder in der Community: Zuletzt schwelte er wieder nach oben, als die BUNDjugend in Mecklenburg-Vorpommern dazu aufrief, queere Polizistinnen und Polizisten vom CSD auszuschließen (queer.de berichtete).
Der Twitter-Nutzer, der das Video online gestellt hatte, kann die Aufregung um die tanzende Polizistin unterdessen nicht verstehen: "Habe den @KSTA-Artikel gelesen, der sich auf das Video bezieht, und so viel Zoff ist da gar nicht, denn wie ihr den Kommentaren entnehmen könnt, kreiert das Video positive Vibes bei fast allen Menschen – egal ob uniformiert, verkleidet oder nicht." (dk)
/ visevicHabe den @KSTA-Artikel gelesen, der sich auf das Video bezieht, und so viel Zoff ist da gar nicht, denn wie ihr den Kommentaren entnehmen könnt, kreiert das Video positive Vibes bei fast allen Menschen – egal ob uniformiert, verkleidet oder nicht.
Danijel Vievi (@visevic) July 12, 2022
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Ehemalig? Wohl eher fortlaufend.