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Erste Impfungen gegen Affenpocken in Berlin verabreicht

Jetzt geht es endlich los: In Berlin ist die Impfkampagne gegen Affenpocken gestartet. Besonders schwule und bisexuelle Männer mit wechselnden Partnern sollten sich impfen lassen, so eine Empfehlung.


Impfungen mit Imvanex sind jetzt in der Bundeshauptstadt möglich (Bild: KlausHausmann / pixabay)

  • 13. Juli 2022, 13:02h 2 3 Min.

Zu Update springen: Lauterbach fordert mehr Impfdosen für Berlin (16.35 Uhr)

In Berlin sind am Mittwoch die ersten Schutzimpfungen gegen Affenpocken verabreicht worden. In Anwesenheit von Gesundheitsstaatssekretär Thomas Götz (Grüne) und Gesundheitsstadtrat Christoph Keller (Linke) erhielten Impfwillige im Zentrum für sexuelle Gesundheit des Gesundheitsamts Berlin-Mitte die erste Spritze.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Erwachsenen eine Impfung, wenn sie bereits mit dem Affenpockenvirus in Kontakt gekommen sind oder ein erhöhtes Risiko dafür haben. Ein erhöhtes Infektionsrisiko sieht die Stiko etwa bei Männern, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben, und bei bestimmten Laborpersonal (queer.de berichtete). Für die Grundimmunisierung seien zwei Impfstoffdosen im Abstand von etwa einem Monat nötig. Menschen, die bereits gegen Pocken geimpft wurden, benötigten nur eine Dosis. Geimpft wird mit dem Pockenimpfstoff Imvanex. Der Vorgang ist für die Impfwilligen kostenlos.

Wer an einer Impfung interessiert ist, kann unter der Telefon-Hotline (030) 9018 41000 einen Termin vereinbaren, wie eine Referentin des Gesundheitsstadtrats mitgeteilt hatte.

Auch in anderen Einrichtungen in Berlin sind künftig Impfungen möglich. Seit Dienstag werden laut der Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Laura Hofmann, Praxen, Kliniken und andere Einrichtungen beliefert.

Der Verein Deutsche Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin (dagnä e.V.) hat eine vorläufige Liste der Impfstellen zusammengestellt (PDF).

/ dagnae_eV

Laut "Ärzteblatt" hat Berlin mit 8.000 Dosen die meisten Einheiten des Impfstoffs Imvanex erhalten. Danach folgen die wesentlich bevölkerungsreicheren Flächenländer Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg mit 7.300 bzw. 4.000 Dosen. Deutschlandweit stehen 40.000 Dosen zur Verfügung.

Bis Mittwoch sind 1.694 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern an das Robert-Koch-Institut übermittelt worden – und damit 58 mehr als am Dienstag. Berlin gilt in Deutschland als Zentrum des Ausbruchs. (dpa/dk)

 Update  16.35 Uhr: Lauterbach fordert mehr Impfdosen für Berlin

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will der besonders von Affenpocken betroffenen Hauptstadt mehr Impfdosen zur Verfügung stellen: "Die Menge Impfstoff, die Berlin im Verhältnis zu anderen Ländern bekommt, ist meines Erachtens zu niedrig", sagte Lauterbach gegenüber "ZDFheute". Für die Verteilung der Impfdosen seien zwar die Länder zuständig. Er werde Berlin aber unterstützen, wenn es darum gehe, überproportional mehr Impfstoff zu bekommen.

Berlin hatte 8.000 der 40.000 in Deutschland zur Verfügung stehenden Impfdosen erhalten, also eine von fünf. Allerdings treten in der Bundeshauptstadt zwei Drittel aller Affenpocken-Fälle auf. "Berlin ist der Hotspot für Affenpocken und braucht daher deutlich mehr Impfstoff als andere Länder", erklärte Lauterbach. Bis Ende des Jahres erwarte der Bund noch einmal 200.000 Impfdosen.

-w-

#1 Lucas3898Anonym
  • 13.07.2022, 18:06h
  • Aktuell werden bei vielen Praxen nur Leute geimpft die schon als HIV- oder Prep-Patienten in den Praxen registriert sind.

    Gibt es denn eigentlich irgendwo Angaben zum aktuellen R-Wert und der 7-Tage Inzidenz um zu schauen wie hoch die Ansteckungsrate und deren Entwicklung ist?

    Wäre insbesondere auch interessant in wie weit der CSD da demnächst Auswirkungen zeigt.
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#2 LiMOAnonym
  • 14.07.2022, 14:55h
  • Habe heute ganze 2:37 Std. (!) in der Warteschlange der besagten Hotline verbracht. Habe dann aufgelegt, da niemand abgenommen hat
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