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Frankfurt am Main

Nach mehreren queer­feindlichen Übergriffen: Polizei will mehr Präsenz zeigen

Kurz vor dem CSD versichert die Frankfurter Polizei, dass sie die queere Community besser vor LGBTI-feindlichen Übergriffen schützen werde.


Die Polizei will ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Respekt aussenden (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 13. Juli 2022, 14:16h 1 2 Min.

Die Frankfurter Polizei kündigte am Mittwoch an, im queeren Szeneviertel mehr Präsenz zu zeigen. Anlass sind mehrere LGBTI-feindliche Übergriffe in den letzten Monaten, der letzte fand erst vor wenigen Tagen statt (queer.de berichtete). Auch Zivilbeamt*­innen sollen zum Einsatz kommen, kündigte ein Polizeisprecher an. Dies sei zugleich ein klares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Respekt in der Mainmetropole.

"Es ist vollkommen inakzeptabel, dass sich Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und ihrer äußeren Erscheinung in bestimmten Straßen nicht mehr sicher fühlen", hieß es. Die Frankfurter Polizei reagiere deshalb mit einem verstärkten Präsenz- und Schutzkonzept.

Die Übergriffe ereigneten insbesondere an Wochenenden im Bereich um die Zeil. Dabei handelte es sich um verbale und körperliche Angriffe auf Angehörige der Community. In einem Fall erlitt ein Angriffsopfer einen Kieferbruch.

Bessere Meldewege

Innerhalb des Präsidiums seien zudem die Meldewege verbessert worden, um bei Hinweisen auf queerfeindliche Übergriffe rascher und gezielter reagieren zu können, hieß es. Außerdem würden solche Straftaten nun beim Staatsschutzkommissariat der Frankfurter Kriminalpolizei bearbeitet, da in den meisten Fällen Hass ein Tatmotiv sei.

Am kommenden Wochenende wird in Frankfurt der CSD gefeiert. Dafür hat die Polizei ihr Einsatzkonzept den Angaben zufolge noch einmal angepasst. So würden die Zahl an eingesetzten Polizistinnen und Polizisten erhöht und mobile Sicherheitskameras im Bereich der Konstablerwache installiert.

"Keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung des CSD"

"Uns liegen keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung des CSD in Frankfurt vor", hieß es in einer Erklärung von Vizepräsident Björn Gutzeit und des designierten Polizeipräsidenten Stefan Müller. "Die Frankfurter Polizei wird aber zum Schutz der Veranstaltung und der feiernden Menschen mit starken Kräften Präsenz zeigen. Unsere Botschaft ist eindeutig: für Hass und Gewalt ist in Frankfurt kein Platz."

Auch innerhalb der Frankfurter Polizei liegt allerdings einiges im Argen: Im April kündigte die Staatsanwaltschaft Anklagen gegen fünf Polizist*innen der Mainmetropole an, die sich in einem Chat rassistisch und homosexuellenfeindlich geäußert haben sollen (queer.de berichtete). (dpa/cw)

-w-

#1 NicoAnonym
  • 15.07.2022, 11:39h
  • Da steht er wieder einmal rum, der rosarote Elefant. Niemand mag Ihn sehen und niemand über Ihn sprechen.
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