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Miami

Vor 25 Jahren wurde Gianni Versace erschossen

Heute jährt sich zum 25. Mal der Mord an Gianni Versace. Der Modedesigner war 1997 auf dem Gipfel seiner Karriere.


Gianni Versace bei einem TV-Interview 1994

  • 15. Juli 2022, 12:40h - 3 Min.

Am 15. Juli 1997 wurde der italienische Stardesigner Gianni Versace auf der Treppe vor seiner Villa "Casa Casuarina" in Miami Beach erschossen, als er gerade von seinem Morgenspaziergang zum nächstgelegenen Kiosk zurückkam. Er hatte dort eine Zeitung geholt.

Aufgefunden wurde der Milliardär von seinem damaligen Lebenspartner Antonio D'Amico, der im Haus die Schüsse gehört hatte. Er entdeckte seinen Mann, mit dem er 15 Jahre zusammengelebt hatte, als dieser blutend und bewusstlos auf den Treppen seines Anwesens lag. Wenig später wurde der 50-jährige Modezar in der Universitätsklinik von Miami für tot erklärt. Der Mord an dem schwulen Künstler, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand, beschäftigt die Menschen auch 25 Jahre später noch – bis heute sind einige Details noch immer nicht aufgeklärt.


"Casa Casuarina" auf dem Ocean Drive gehörte Versace von 1992 bis zu seinem Tod (Bild: prayitnophotography / flickr)

Klar ist: Der Mörder war der 27-jährige Callboy und Serienkiller Andrew Phillip Cunanan, der vor Versace bereits vier andere Männer umgebracht hatte. Das FBI leitete nach seiner letzten Tat eine Großfahndung gegen Cunanan ein – acht Tage nach dem Mord nahm sich dieser das Leben.

Direktlink | US-Berichterstattung nach dem Mord 1997
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Cunanan war offenbar besessen von dem Designer und prahlte von seiner angeblichen Freundschaft mit ihm. Allerdings prahlte Cunanan oft damit, dass er eng mit Promis befreundet sei, was nachweislich nicht stimmte. Das FBI erklärte, Versace und Cunanan seien sich mindestens einmal in San Francisco begegnet. Allerdings ist bis heute unklar, ob sie sich wirklich kannten.

Gedenkmesse mit Lady Di, Madonna und Elton John

Die Gedenkmesse in Mailänder Dom acht Tage nach Versaces Tod wurde zu einem gesellschaftlichen Großereignis mit 2.000 Gästen. Dazu zählten etwa Naomi Campbell, Madonna oder auch Lady Diana – nur gut einen Monat später sollte die britische Prinzessin in Paris bei einem Autounfall getötet werden. Auch Versaces Erzrivale Giorgio Armani kam – er verkörpert bis heute mit seiner puristischen Mode den Gegenentwurf zu Versaces bis zum Exzess gesteigerter opulenter Sinnlichkeit. Bei der Veranstaltung sangen die britischen Musiker Elton John und Sting.

Der Mord an Versace wurde vor rund fünf Jahren in der hochgelobten zweiten Staffel von "American Crime Story" verfilmt. Versace wurde von Édgar Ramírez gespielt, sein Lebensgefährte Antonio D'Amico von Superstar Ricky Martin. Den Mörder Andrew Cunanan stellte der aus "Glee" bekannte Darren Criss dar (queer.de berichtete). Der Neunteiler erhielt später den Emmy Award als beste Miniserie des Jahres, zudem wurde Ryan Murphy als bester Regisseur in einer Miniserie und Darren Criss als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie ausgezeichnet – Criss setzte sich dabei gegen Schauspielgrößen wie Antonio Banderas, Jeff Daniels und Benedict Cumberbatch durch (queer.de berichtete). (dk)