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Formel 1
Homophobie-Vorfälle: Aston Martin feuert zwei Mitarbeiter
Nach homofeindlichen und rassistischen Beleidigungen beim Formel-1-Team Aston Martin hat der Rennstall des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel knallhart durchgegriffen.

Weltmeister mit Regenbogen-Helm: Sebastian Vettel vom F1-Team Aston Martin 2021 beim Großen Preis von Ungarn (Bild: IMAGO / Laci Perenyi)
- 16. Juli 2022, 12:27h 2 Min.
Vorbildliche Reaktion: Nach homofeindlichen und rassistischen Beleidigungen hat das Formel-1-Team Aston Martin die Zusammenarbeit mit zwei Mitarbeitern eines Zulieferers beendet. "Wir haben eine Null-Toleranz-Politik gegenüber diskriminierenden Verhaltens jeglicher Art", teilte der Rennstall des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel am Freitag auf Twitter mit.
/ AstonMartinF1We have a zero-tolerance policy on discriminatory behaviour of any kind. We were extremely disappointed that two of our suppliers contractors had behaved so appallingly. We acted swiftly and applied our zero-tolerance policy. They no longer work for that supplier, therefore. https://t.co/5uOTGZOAGt
Aston Martin Aramco Cognizant F1 Team (@AstonMartinF1) July 15, 2022
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"Wir haben schnell gehandelt", betonte Aston Martin, nachdem ein Mitarbeiter die Beleidigungen ihm gegenüber beim britischen Sender Sky News öffentlich gemacht hatte. Es habe direkt begonnen, als er mit seinem Job im Februar 2022 angefangen habe, berichtete der 25-jährige Südafrikaner. Dabei sei unter anderem auch das N-Wort gefallen. Nachdem die zwei Personen herausgefunden hätten, dass er in der Vergangenheit als Teenager einen Boyfriend gehabt habe, seien homofeindliche Äußerungen hinzugekommen. "Sie haben versucht, mich runterzumachen, um mich als Mann, als Individuum und als Mensch schlecht zu machen."
Vettel: Einsatz gegen Queerfeindlichkeit "wichtiger als der Sport"
Aston Martins deutscher Pilot Sebastian Vettel zählt zu den Rennfahrer*innen, die sich seit einiger Zeit vehement auch für Menschenrechte und Gleichbehandlung einsetzen. So trug er bei Rennen in der Türkei oder in Ungarn etwa bewusst einen Regenbogen-Helm (queer.de berichtete). Erst im Juni hatte er erklärt, der Einsatz gegen Queerfeindlichkeit sei "wichtiger als der Sport" (queer.de berichtete).
Zuletzt hatte sich Vettel nach sexistischen, homofeindlichen und rassistischen Vorfällen unter Fans am Rennwochenende im österreichischen Spielberg sogar für ein lebenslanges Arenaverbot ausgesprochen (queer.de berichtete): "Ich denke, es sollte null Toleranz geben." (cw/dpa)














