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Slowenien

Katholische Kirche kritisiert Ehe-Öffnung als "Gender-Ideologie"

Die katholische Bischofskonferenz stellt klar, dass sie nichts von heiratenden Schwule und Lesben hält. So würden gleichgeschlechtliche Paare Kinder "verwirren".


Bischof Andrej Saje warnt vor homo­sexuellen Eltern (Bild: Slovenska škofovska konferenca)

  • 18. Juli 2022, 12:57h 22 2 Min.

Mit Ablehnung und Kritik hat die katholische Bischofskonferenz in Slowenien auf die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare reagiert. Der Verfassungsgerichtshof des EU-Landes hatte am 8. Juli das Eheverbot für Schwule und Lesben für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete).

In einer Pressemitteilung erklärte Bischof Andrej Saje, der Chef der nationalen Bischofskonferenz, dass auch die staatliche Ehe eine Verbindung zwischen Mann und Frau sein müsse. So stehe die Ehe für alle im Gegensatz zur slowenischen Verfassung, in der es heißt: "Der Staat schützt die Familie, die Mutterschaft, die Vaterschaft, die Kinder und die Jugend und schafft die für diesen Schutz erforderlichen Voraussetzungen."

Ferner erklärte der 56-Jährige: "Die Beschlüsse zielen darauf ab, die menschliche Natur zu leugnen, die natürlichen Gegebenheiten von Mann und Frau als komplementäre Wesen zu verwerfen und eine neue Gesellschaftsordnung zu erreichen, in der jeder Mensch in der Lage ist, sich nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten, unabhängig von seinen natürlichen Anlagen." Die Ehe-Öffnung sei "kontroverse Gender-Ideologie, die das männliche und weibliche Geschlecht relativiert", so Saje.

Saje: Kinder sind nur mit Hetero-Eltern gesund

Für die Erziehung seien Regenbogenfamilien grundsätzlich schlecht, argumentierte Saje weiter. Kinder würden für eine "gesunde psychologische Entwicklung" Vater und Mutter brauchen. Gleichgeschlechtliche Eltern würden dagegen "Verwirrung im Bereich der Identitätsbildung von Kindern stiften". Saje forderte Gläubige auf, "sich für den Schutz der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau einzusetzen".

Studien gehen im Gegensatz zu Sajes Äußerungen davon aus, dass Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut aufwachsen wie in traditionellen Familien. In manchen Fällen gehe es Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern sogar besser – sie seien etwa schlauer als andere Kinder, fand 2020 eine Studie aus den Niederlanden heraus (queer.de berichtete).

In Slowenien gibt es bereits seit Jahren Debatten über das Ende der Diskriminierung Schwuler und Lesben im Ehe-Recht. Das Parlament öffnete bereits 2015 die Ehe, was allerdings durch einen Volksentscheid wieder rückgängig gemacht wurde (queer.de berichtete). Damals hatte selbst Papst Franziskus mit einer Wahlempfehlung in die Wahlkampagne eingegriffen (queer.de berichtete). (dk)

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-w-

#1 DQ24Anonym
  • 18.07.2022, 15:18h
  • Schwule und lesbische Eltern "verwirren" also Kinder? Und grapschende und an Kindern fummelnde Priester etwa nicht?
    Ihr seid eine homophobe Kinderschändersekte! Euch sollte man die Lizenz entziehen, das Kircheneigentum verstaatlichen, und das Geld denen geben, die es wirklich brauchen!
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#2 LothiAnonym
  • 18.07.2022, 15:24h
  • Antwort auf #1 von DQ24
  • Wie ich hier schon kundgetan hatte muß sich in der RKK radikal etwas ändern. Aber dazu wird es nicht kommen. Somit stimme ich dir schon zu.
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#3 tychi
  • 18.07.2022, 15:28hIrgendwo im Nirgendwo
  • Antwort auf #1 von DQ24
  • Einmal mehr zeigt die katholische Religionsgruppierung, was ihr wirklich am Herzen liegt:

    Der Schutz von kindsmisshandelndem Personal ist wichtiger, als der Bund der Lieber zweier freier und mündiger Menschen.
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