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"Stranger Things"

Noah Schnapp bestätigt: Will ist schwul

Will-Darsteller Noah Schnapp hält nach der letzten "Stranger Things"-Staffel die sexuelle Orientierung seiner Figur für geklärt.


Will Byers (Noah Schnapp) hat in vier Staffeln "Stranger Things" so einiges mitmachen müssen (Bild: Netflix)

  • 18. Juli 2022, 14:08h 11 2 Min.

Der 17-jährige US-Schauspieler Noah Schnapp hat in einem Interview mit "Variety" erklärt, dass die Spekulationen um die mögliche Homosexualität seiner Figur Will Byers in der Science-Fiction-Mysteryserie "Stranger Things" nun beendet seien: "Jetzt ist es zu 100% klar, dass er schwul ist und Mike liebt", so Schnapp. "Ich meine, es ist in dieser Staffel ziemlich klar, dass Will Gefühle für Mike [gespielt vom 19-jährigen Finn Wolfhard] hat. Das haben sie in den letzten Staffeln absichtlich hervorgehoben. Sogar in der ersten Staffel haben sie das angedeutet."

In der zuletzt von Netflix veröffentlichten vierten Staffel habe er Will als Jungen gespielt, "der seinen besten Freund liebt, aber sich fragt, ob er akzeptiert wird oder nicht". Insbesondere in einer Szene im zweiten Teil der aktuellen Staffel zeigt Will bei einem Gespräch auf dem Rücksitz eines Lieferwagens seine Zuneigung zu Mike. Netflix hatte die letzten Folgen der Staffel am 1. Juli veröffentlicht.


Dieses Gespräch zwischen Will (li.) und Mike zählt zu Wills Schlüsselszenen (Bild: Netflix)

Seit sechs Jahren Spekulationen um Will

Bereits seit dem Start der Serie hatte es in sozialen Netzwerken Spekulationen um die sexuelle Orientierung von Will gegeben. Schnapp hatte sich bereits kurz nach Veröffentlichung der ersten Staffel 2016 dazu geäußert: Auf Instagram schrieb er damals, dass es für ihn nebensächlich sei, ob Will schwul ist oder nicht. "'Stranger Things' ist eine Serie über ein paar Kids, die Außenseiter sind und einander gefunden habe, weil sie gemobbt worden sind. Macht es jemanden schwul, wenn er sensibel ist oder ein Außenseiter oder ein Teenager, der Fotografie liebt oder ein Mädchen mit roten Haaren und großer Brille? Ich bin erst zwölf, aber ich weiß, dass wir alle nachvollziehen können, wie es ist, anders zu sein."

2019 erklärte er dann auf eine Interview-Frage zur sexuellen Orientierung seiner Figur: "Das kann man so oder so interpretieren" (queer.de berichtete). Anlass war eine Aussage von Mike in der dritten Staffel, der zu Will sagte: "Es ist nicht meine Schuld, dass du keine Mädchen magst." (dk)

-w-

#1 BingemeisterAnonym
  • 18.07.2022, 16:33h
  • Ich liebe die Serie, muss aber leider sagen, dass die vierte Staffel klar die bisher schlechteste war. Unnötige Handlungsstränge mit unnötig Hin-und-Her (Hopper in Russland) und alles unerträglich in die Länge gezogen, damit das gebeutelte Netflix den Anlegern milliardenfach gestreamte Minuten präsentieren kann, das hat diese tolle Serie echt nicht verdient. Und das "Finale" war total un-episch...eigentlich ists nichts passiert, es wurde nur ganz viel erzählt, wahrscheinlich aus oben genanntem Grund. Schade, denn Szenen wie die mit Max und Vecna (DIE Szene!) oder El mit dem Helikopter haben gezeigt, was die Duffers eigentlich drauf haben. Hoffentlich wird Staffel 5 besser. Dass Will schwul ist, war doch klar! :-)
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#2 bingewatchingUnicornAnonym
  • 18.07.2022, 16:43h
  • Ich finde es schon einigermaßen erschreckend, wie da nicht gerade selten tatsächlich "Queerbaiting"-Vorwürfe laut wurden.
    Jede:r, der die Staffel gesehen hat und auch nur einen Hauch von dem repressiven rechtlichen und gesellschaftlichen Dreck erleben "durfte", der nicht nur in den USA in den 80ern (und hier ja gesetzlich noch bis weit in die 90er) angesagt war, wusste ganz genau, was Sache ist und wie unerträglich es insbesondere in dem Alter war.

    Deshalb ist insbesondere das "Sprechen in Code" während der Fahrt so eine fast unerträgliche, aber verdammt gut gemachte Szene, weil Will nur so "versteckt" seine Gefühle für Mike vermitteln kann - und der nicht ein klitzekleines davon begreift, schlimmer noch: Er sieht es tatsächlich als "Pep-Talk" bzgl. Eleven an - was das Ganze noch tragischer macht. Ich glaube, mich hat eine Szene selten so kalt erwischt wie die, weil das so auf den Punkt gespielt ist, insbesondere wenn man diese Zeit und ihren menschenfeindlichen Mist dann über Jahre ertragen musste.

    Ich hätte was darum gegeben, genau die Serie, genau die Szene(n) in den 80ern sehen zu können.

    Was hätten die Leute denn gern gesehen? Dass Will im Einhornkostüm mit Regenbogenflagge durch eine erzreaktionäre Gesellschaft hüpft, in der die damalige Politik gerade unschön die AIDS-Pandemie für Stimmungsmache gegen Schwule ausschlachtete? "Stranger Things" ist Fiktion, aber sie stellt die 80er dar - popkulturell ist das natürlich schön, aber insbesondere in Darstellung der gesellschaftlichen und rechtlichen Repressalien war es für "Einhörner" eben "nicht so toll". Dass man das einbringt und gleichzeitig trotzdem ganz klar (es brauchte nicht einmal zwingend die beiden Aussprachen mit Mike und Jonathan, es reichte eigentlich alles, was an Infos in den ersten Staffeln da war kombiniert mit Wills Körpersprache -insbesondere wenn Mike und Eleven zusammen waren- und seinen Dialogen in der vierten Staffel), dadurch aber umso schmerzhafter zeigt, wie besch...eiden diese Zeit für uns als Gruppe damals war, das ist schon sauber inszeniert.

    Ich finde ein Zitat von Schnapp aus dem Variety-Interview diesbezüglich sehr passend:
    "this isnt just a single layer thing of hes struggling with coming out. Its this multifaceted trauma that goes years back, because he was taken by the Demogorgon and then his friends, they never acknowledged him, and now hes scared to come out and doesnt know if theyll accept him. And then Eleven is like his sister, but he doesnt want to hurt her because if he says he likes Mike, thats gonna hurt her feelings. Theres all these things running in his mind. So I kind of just have to make sure that Im conveying the depth of all his traumas."

    Dürfte übrigens der Fahrplan dahin sein, wohin die GOP ihre Göttlichen Staaten von Amerika wieder bringen wollen, aber das ist ein anderes Thema.
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#3 HmmmAnonym
  • 18.07.2022, 16:56h
  • Antwort auf #1 von Bingemeister
  • Auch wenn ich dir generell Recht gebe das Staffel 4 seine Schwächen hatte ( eben die Russland-Storyline ) muss ich allerdings sagen dass sie mir wieder besser als Staffel 2 und weitaus besser als Staffel 3 gefallen hat... auch wenn "Eleven ist weg und taucht dann rechtzeitig zur Rettung auf" jetzt oft genug abgespielt wurde und ich auch finde das sie zu soft sind was das Sterben der Figuren angeht ( es sterben immer exakt die von denen man es erwartet ) hatte Staffel 4 auch einfach wieder genügend Momente die sehr gut funktioniert haben ( wie immer alles mit Dustin und Steve sowie Robin, Max und Nancy ).

    ( und was halt auch wirklich scheisse aussah war das Design vom Vecna.... jesses, da haben sie aber auch keine 5 Minuten dran gesesse, das ist ja sowas von generisch )
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