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Polizeibericht
Berlin: In U-Bahn mit Tod bedroht und Brille vom Gesicht geschlagen
Erneut meldet die Hauptstadtpolizei einen offenbar homophob motivierten Zwischenfall aus dem öffentlichen Personennahverkehr.

Der Staatsschutz ermittelt nach einem queerfeindlichen Zwischenfall in der Berliner U-Bahn (Bild: # annola / flickr)
- 21. Juli 2022, 11:58h 2 Min.
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin hat wegen einer Beleidigung mit homophobem Hintergrund Ermittlungen aufgenommen. Wie die Polizei mitteilte, soll sich der Vorfall am Mittwochabend im Ortsteil Charlottenburg zugetragen haben. Gegen 21.30 Uhr gab ein 39-jähriger Mann gegenüber der Besatzung eines Polizeiautos an, dass er kurz zuvor in einem U-Bahnzug der Linie 2 von einem unbekannten Mann homosexuellenfeindlich beleidigt worden sei.
Der 39-Jährige sei mit der Bahn in Richtung Ruhleben gefahren, als der Unbekannte am Bahnhof Zoologischer Garten eingestiegen sei und verbale Streitigkeiten mit anderen Fahrgästen provoziert habe. Anschließend sei der Mann auf den Betroffenen zugekommen, soll ihn beleidigt und ihm damit gedroht haben, ihn umzubringen. Im weiteren Verlauf habe er mit der flachen Hand in Richtung des Gesichts des 39-Jährigen geschlagen und dabei dessen Brille getroffen. Diese sei dadurch heruntergefallen und beschädigt worden. Dann habe sich der Tatverdächtige in unbekannte Richtung entfernt.
Weitere Angaben zur Identität des Tatverdächtigen machte die Polizei – wie in Erstmeldungen üblich – nicht. In Berlin ermittelt in der Regel der Staatsschutz, wenn es um Fälle von vermuteter Hasskriminalität gegen sexuelle oder geschlechtliche Minderheiten geht.
Aus der Bundeshauptstadt gibt es – anders als in anderen Bundesländern – regelmäßig Berichte über queerfeindliche Übergriffe. Die Berliner Polizei will damit mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik machen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (pm/cw)
















Vor allem müssen Gewalttäter, aber auch endlich härter bestraft werden. Wer körperliche Gewalt gegen andere ausübt, darf nie straffrei davonkommen. Denn was bringt es, solche Leute bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten, nur damit sie dann eh wieder auf freien Fuß kommen und nichts zu befürchten haben.