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Berlin (queer.de) - Unter der Überschrift "Jetzt spricht der erste schwule Schiri" hat sich Ex-FIFA-Schiedsrichter John Blankenstein (56) in der "Bild"-Zeitung zu Wort gemeldet. Der Niederländer habe sich bereits zu Beginn seiner Laufbahn als schwul geoutet. Auf die Frage wie schwul der deutsche Fußball sei, antwortete Blankenstein: "Im Schnitt sind sieben Prozent der Menschen homosexuell. Nimmt man bei 700 Liga-Profis nur ein Prozent, sind wir bei sieben Spielern." Namen wollte er allerdings keine nennen. In Deutschland würde er anhand von Bewegungen und Sätzen Schwule in der Bundesliga ausmachen. In den Niederlanden wäre er sich sicherer: "Fünf haben sich auf Parties bei mir geoutet. Profis verstecken sich hinter einer Heirat, einer Rolle: Geld, Frau und Kinder. Sie führen aber ein schwules Leben." Außerdem gab Blankenstein zu, dass Fans verbal gegen ihn vorgegangen wären: "Fans haben oft gesungen 'Schwuler, hau ab.' Spieler haben aber nie etwas gesagt." Zuletzt verkündete Blankenstein, dass am Mittwoch das Thema Homosexualität bei der UEFA-Konferenz anstehe. Als Redner wolle er über die "Bedrohung der Art" sprechen. Erst kürzlich hatte der offen schwule Präsident des Fußball-Klubs FC St. Pauli Corny Littmann (53), in der "Bild" verkündet, dass er schwule Profis kenne – und nicht nur vom Hörensagen. (jg)



#1 JonasAnonym
  • 31.01.2006, 17:48h
  • Warum werde ich nur das Gefühl nicht los das sich ein Fußballer outen will.... Das klingt mittlerweile so als stünde eine Sensation kurz bevor ...
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#2 blumen-freundAnonym
  • 31.01.2006, 20:54h
  • ja klar.
    und das ganze mal wieder von der BILD-zeitung ins rollen gebracht.
    na da freu ich mich schon drauf. dem betroffenen fußballspieler übrigens herzliches beileid.
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#3 SaschaAnonym
  • 01.02.2006, 00:04h
  • Ja, das ist schon eine unglaubliche Situation, das in den Volkssport Nummer 1, das heterosexuellen Ritual des Auslebens homophiler Neigungen, tatsächlich auch Homosexuelle eingedrungen sein sollen.

    Wie können es die Homos auch wagen, in diese gesellschaftliche Zelebrierung maskuliner Körper einzugreifen - die haben doch schließlich schon genug davon. Dann sollen sie sich gefälligst nicht beschweren, wenn das Coming Out einem Himmelfahrtskommando gleichkommt!
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#4 kendoAnonym
  • 01.02.2006, 00:53h
  • Fänd ich endlich mal angebracht, das auch diese Hetendomäne fällt. Nicht nur das einige Kerle sehr nett sind und unter umständen auch gut ausschauen... Find ich es tragisch, dass immernoch der druck herrscht sich verstecken zu müssen.
    Es nützt weder der Ehe"frau" noch den evtl. Kindern, noch der eigenen Seele und schon gar nicht dem eigenen Freiheitsdrang seine sexualität auszuleben, wie man es für richtig hält.
    Ich hasse gessellschaftliche diktate... und bin endlich auch für einen Bruch mit Tabuthemen wie eben Fußball.

    Schwule besitzen nicht weniger Testosteron, laufen langsamer oder tucken gar übers Spielfeld.
    Wird Zeit das sich die richtigen Kerle mal outen und zeigen, das es egal ist wie man liebt. Was zählt ist der Sport, der Spass und das Spiel. Und nicht ob jetzt Männlein oder Weiblein auf einen hinter der Tribüne wartet.
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#5 SaschaAnonym
  • 01.02.2006, 11:01h
  • @kendo: Tja, würden wir nur mal für einen Moment der weit verbreiteten Hetero-Logik folgen, dann kann ich nur sagen: Es ist doch um einiges "tuckiger", irgendwelchen Röcken und piepsigen Stimmen hinterher zu schauen, als einem durchtrainierten maskulinen Körper.

    Gerade das hat mich in Brasilien beeindruckt, dass dort so richtige durchtrainierte Machos ganz offen zeigen, dass sie auf Männer stehen - und damit alle Klischees ad absurdum führen!
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#6 JonasAnonym
  • 02.02.2006, 12:12h
  • Ich würde mir so sehr wünschen, dass sich mal ein schwuler deutscher Fußballprofi outet. Das kann denen doch auch nicht gut tun, sich nur zu verstecken und sich selbst vor der ganzen Welt zu verleugnen und damit sein wahres Ich als minderwertig darzustellen!

    Und dies würde in der Gesellschaft soviel in Gang setzen, wenn selbst Fußball-Profis schwul sind...
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