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Es wird bunt!
Bundesrat hisst erstmals Regenbogenflagge zum CSD
Nicht nur am Reichstag und dem Bundeskanzleramt wird erstmals eine Regenbogenfahne gehisst, auch die anderthalb Kilometer entfernte Länderkammer will ein Zeichen für Vielfalt setzen.
- 22. Juli 2022, 12:05h 2 Min.
"Als sichtbares Zeichen für die Akzeptanz und den Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt weht am Samstag, den 23. Juli 2022, zum ersten Mal die Regenbogenflagge vor dem Bundesrat." Das kündigte die Länderkammer am Donnerstag an. Anlass sei die CSD-Demo, zu der am Samstag 500.000 Menschen in der Bundeshauptstadt erwartet werden (queer.de berichtete).
/ bundesratZum @CSD_Berlin weht am Samstag erstmals die #Regenbogenflagge vor dem #Bundesrat in #Berlin als sichtbares Zeichen für die Akzeptanz und den Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.#HappyPride #CSDBerlinhttps://t.co/YQhUDq3rVf
Bundesrat (@bundesrat) July 21, 2022
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Bereits vor sechs Wochen hatte der queerpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion mitgeteilt, dass die Flagge auch am Reichstagsgebäude gehisst werde (queer.de berichtete). Das Bundestagspräsidium habe dem einstimmig zugestimmt. Künftig soll die Regenbogenfahne außerdem am Tag gegen Queerfeindlichkeit (17. Mai) gehisst werden.
Vor wenigen Tagen teilte dann das Bundeskanzleramt mit, dass auch dort die Regenbogenfahne wehen werde – das ist ebenfalls eine Premiere (queer.de berichtete).
Innenministerium beendete unter neuer Führung das Regenbogenverbot
Möglich wurde diese symbolische Geste an die queere Community durch eine Entscheidung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser vom April: Die SPD-Politikerin hatte damals die die Genehmigung erteilt, die Regenbogenflagge zu besonderen Anlässen an Dienstgebäuden des Bundes zu hissen (queer.de berichtete). Zuvor hatte das Bundesinnenministerium, das bis zur Vereidigung der Ampelregierung 17 Jahre lang unionsgeführt war, das Zeigen von Regenbogenfahnen stets verboten. Teilweise ignorierten SPD-geführte Bundesministerien offen die Verbote, besonders vor Wahlen (queer.de berichtete).
Bereits in den letzten Wochen hatte mehrere Bundesministerien von der neuen Freiheit Gebrauch gemacht. Eine Regenbogenfahne wurden etwa unter Beisein von Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) erstmals im Bendlerblock gehisst (queer.de berichtete). (dk)
















