https://queer.de/?42714
YouGov-Umfrage
Selbstbestimmungsgesetz: Mehr Zustimmung als Ablehnung
Nach einer repräsentativen Umfrage des Instituts YouGov unterstützen 46 Prozent der deutschen Bevölkerung das von der Regierung geplante Selbstbestimmungsgesetz – 41 Prozent lehnen es ab.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) bei einer Kundgebung für das Selbstbestimmungsgesetz in Berlin (Bild: IMAGO / IPON)
- 24. Juli 2022, 07:09h 2 Min.
Das von der Bundesregierung geplante Selbstbestimmungsgesetz für trans, inter und nichtbinäre Menschen erhält in der Bevölkerung mehr Zustimmung als Ablehnung. 46 Prozent befürworten die Pläne, wie eine repräsentative Umfrage des Instituts YouGov für die "Welt am Sonntag" ergab. 41 Prozent lehnen sie ab.
Die Bundesministerien für Justiz und Familie hatten Ende Juni ihr Konzept für ein neues Selbstbestimmungsgesetz vorgestellt. Jeder Mensch in Deutschland soll nach Plänen der Ampel-Koalition seinen Geschlechtseintrag künftig selbst bestimmen und in einem einfachen Verfahren beim Standesamt ändern können (queer.de berichtete). Von den queeren Verbänden wurden die Pläne mit Vorbehalten begrüßt (queer.de berichtete).
Das Selbstbestimmungsgesetz soll das veraltete und diskriminierende Transsexuellengesetz aus dem Jahr 1980 ersetzen. Bislang müssen Menschen für eine Änderung des Geschlechts- oder Vornamenseintrags zwei psychologische Gutachten einreichen, die selbst bezahlt werden müssen. Am Ende entscheidet dann das zuständige Amtsgericht. Viele deutsche Nachbarländer haben bereits ein Selbstbestimmungsgesetz eingeführt.
Wenn es um Jugendliche geht, überwiegt die Skepsis
Geplant ist von der Bundesregierung auch, dass Jugendliche ab 14 Jahren die Erklärung zur Änderung des Geschlechtseintrags mit Zustimmung der Eltern selbst abgeben können. Das lehnten in der YouGov-Umfrage 48 Prozent der Teilnehmenden tendenziell oder gänzlich ab, 39 Prozent befürworten die Pläne eher oder ganz.
Die Umfrage wurde vom 12. bis 14. Juli 2022 online durchgeführt, insgesamt wurden 1.796 Personen befragt. Die erste Frage lautete: "Laut dem Eckpunktepapier des neuen Selbstbestimmungsgesetzes soll jeder Mensch in Deutschland künftig sein Geschlecht selbst festlegen und beim Standesamt ändern können. Befürworten Sie dies oder lehnen Sie es ab?" Die Anschlussfrage lautete: "Das Eckpunktepapier sieht vor, dass Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren mit Zustimmung der Sorgeberechtigten ihr Geschlecht selbst festlegen können. Befürworten Sie dies oder lehnen Sie es ab?" (cw/dpa)















Wär total gespannt, ob wem auffallen würde, dass das möglicherweise menschenverachtend sein könnte.