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Zahlen des Gesundheitsministeriums
Bislang rund 4.000 Affenpocken-Impfdosen in NRW ausgeliefert
Menschen mit hohem Infektionsrisiko können sich in Nordrhein-Westfalen seit gut zwei Wochen kostenfrei gegen Affenpocken impfen lassen – über die Hälfte der Impfdosen gingen in den Regierungsbezirk Köln.
- 26. Juli 2022, 11:42h - 2 Min.
In Nordrhein-Westfalen sind bislang 3.880 Affenpocken-Impfdosen in die fünf Regierungsbezirke geliefert worden. Die weitaus meisten gingen mit 2.100 Dosen in den Regierungsbezirk Köln, gefolgt von Düsseldorf (960), Münster (420), Arnsberg (320) und Detmold (80). Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit und bezog sich dabei auf Daten bis zum 25. Juli.
Menschen mit hohem Infektionsrisiko können sich in NRW seit gut zwei Wochen kostenfrei gegen Affenpocken impfen lassen. Der Impfstoff wurde HIV- und Infektionsambulanzen an den Universitätskliniken sowie entsprechenden Schwerpunktpraxen zur Verfügung gestellt. Die Entscheidung für eine Impfung liegt im Ermessen der Ärzt*innen.
Affenpocken zur "Notlage von internationaler Tragweite" erklärt
Deutschland und einige andere Länder hatten bereits nationale Ausnahmeregelungen für den Einsatz des Impfstoffs Imvanex gegen Affenpocken gewährt. Erst am Montag hatte die EU-Kommission ihn offiziell für alle 27 EU-Staaten für diesen Zweck zugelassen (queer.de berichtete). Zuvor war er auf EU-Ebene nur zum Schutz von Erwachsenen gegen Menschenpocken freigegeben. Am Wochenende hatte die Weltgesundheitsorganisation den erstmals im Mai registrierten Affenpocken-Ausbruch zu einer "Notlage von internationaler Tragweite" erklärt (queer.de berichtete).
Das Robert Koch-Institut (RKI) schreibt: "Es scheint weiterhin möglich, den aktuellen Ausbruch in Deutschland zu begrenzen, wenn Infektionen rechtzeitig erkannt und Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt werden." Nach RKI-Angaben vom Dienstag sind in Deutschland 2.410 Affenpockenfälle registriert – nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums rund 450 davon in NRW (Stand: 22. Juli).
Impfehlung für MSM mit wechselnden Partnern
Eine Impfung gegen Affenpocken empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland für bestimmte Gruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten. Ein erhöhtes Infektionsrisiko sieht sie bei schwulen und bisexuellen Männern, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben. Laut STIKO soll wegen des Mangels an Impfstoffen zunächst auf die zweite Impfung einer Person verzichtet werden, bis alle notwendigen Personen einen ersten Schuss erhalten haben (queer.de berichtete).
Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die vor allem mit Symptomen wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie einem Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln einhergeht. 95 Prozent der aktuellen Affenpocken-Fälle sind laut einer Studie die Folge einer Infektion durch sexuelle Kontakte (queer.de berichtete). (cw/dpa)















