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National Rugby League

Australien: Rugby-Spieler verweigern Regenbogen-Trikot

Aufgrund "religiöser, kultureller und familiärer Bedenken" lehnten gleich sieben Spieler des australischen Rugby-League-Teams Manly Warringah Sea Eagles ein Zeichen der Solidarität mit queeren Menschen ab.


Haben keine Probleme mit Solidarität: Drei Spieler des australischen Rugby-Legue-Clubs Manly Warringah Sea Eagles posieren mit dem Regenbogen-Trikot (Bild: Manly Warringah Sea Eagles)
  • 27. Juli 2022, 06:35h 23 2 Min.

Sieben Spieler des australischen Rugby-League-Teams Manly Warringah Sea Eagles aus Sydney haben sich geweigert, in einem Regenbogentrikot zur Unterstützung der LGBTI-Community aufzulaufen. Als Gründe nannten sie "religiöse, kulturelle und familiäre Bedenken".

Der Boykott des "Everyone in League"-Trikots sorgt für viele Diskussionen, in die sich auch Premierminister Anthony Albanese eingeschaltet hat. Er hoffe, die Angelegenheit werde schnell beigelegt, denn es sei "eine gute Sache, dass Sport inklusiver wird", sagte er.

Wegen ihres Widerstands kommen die Profis bei der wichtigen Partie gegen die Sydney Roosters am 28. Juli nicht zum Einsatz.

Trainer entschuldigt sich bei LGBTI-Community

"In diesem konkreten Fall fühle ich auch mit diesen Spielern. Sie wurden nicht in die Diskussionen um das Trikot einbezogen", erklärte Manly-Trainer Des Hasler mit Blick auf die Entscheidung der Clubführung, die Spieler in dem Pride-Trikot aufs Spielfeld zu schicken. "Zumindest hätten sie konsultiert werden müssen."

/ SeaEagles | Vereinsvideo zum Regenbogen-Trikot
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Gleichzeitig entschuldigte sich Hasler bei allen Minderheitengruppen und der LGBTI-Community. "Unsere Absicht war es, einfühlsam und leidenschaftlich für all die unterschiedlichen Gruppen einzutreten, die täglich mit Inklusionsproblemen konfrontiert sind", zitierte ihn die Nachrichtenagentur AAP.

Stattdessen habe die Aktion nun wegen des schlechten Managements "bei vielen Menschen zu erheblicher Verwirrung, Unbehagen und Schmerzen geführt", sagte Hasler. Er selbst werde das Regenbogen-Shirt voller Stolz tragen, fügte der Trainer hinzu.

In Frankreich hatte sich im Mai der Fußballprofi Idrissa Gueye von Paris Saint-Germain geweigert, bei einem Spiel im südfranzöischen Montpellier ein Regenbogentrikot zu tragen (queer.de berichtete). (cw/dpa)

-w-

#1 Feiges PackAnonym
  • 27.07.2022, 08:46h
  • Ach guck, "religiöse, kulturelle und familiäre Bedenken", wobei "familiär" und "Bedenken" nicht korrekt, "Bedenken" zudem verlogen ist/sind.

    Familiär bedeutet hier: Der patriarchalen Vorstellung entsprechend (MANN, frau, Kind/er, vorzugsweise natürlich SÖHNE).

    Bedenken - ist nur ein feiger Vorwand für Feindlichkeit gegenüber queeren Personen.
    Das dieses reaktionäre Pack nie die Eier hat, zu seiner Menschenfeindlichkeit zu stehen. Aber wir sind die "Schneeflöckchen", nicht wahr, ihr "starken und männlichen 'echten Männer(TM)'".
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#2 Elfolf
  • 27.07.2022, 08:48hHamburg
  • Zumindest ist jetzt eine Basis für eine offene Diskussion im Team entstanden, in der jeder sich Gedanken machen kann, warum er die Entscheidung für oder gegen das Trikot getroffen hat und ob er eine Möglichkeit sieht, seine Ansichten zu ändern. Die Spieler, die das Trikot ablehnen, sind ja auch in einen sozialen Kontext eingebunden, den sie nicht von einem Tag auf den anderen überwinden können. Für etwas einzustehen, was der Erziehung und Prägung zuwider läuft, braucht auch Mut und Überwindung. Vielleicht ist sogar ein Spieler darunter, der das Trikot als Zwangsouting empfindet.
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#3 Enemy WatchAnonym